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Death By Stereo, Angry Youth Elite, 15.02.2018 in Essen, Don't Panic - Bericht von der Redaktion

Death By Stereo, 15.02.2018 in Essen

Zwen: Death By Stereo sind mal wieder auf Tour. Das freut mich sehr, vor allem weil ich die Band sehr lange komplett ignoriert habe, sie mich dann aber mit "Just like you'd leave us we've left you for dead" ziemlich beeindruckt haben. Schön, dass sie heute im kleinen shuffeligen Don't Panic Backyard Club spielen und nicht in einer größeren Halle. Wie könnte man besser ins Wochenende starten?
Fö: Ich hab die auch schon ne Weile nicht mehr gesehen und bisher nur auf Festivals, wäre also ne gute Möglichkeit, die Band mal in nem kleinen Club zu begutachten. Also Pferde/Zugsitze gesattelt und los!
Zwen: Zunächst müssen wir uns aber noch ANGRY YOUTH ELITE reinstellen. Fö drängt darauf, dass wir die Band nicht verpassen, da er sie bis jetzt noch nicht live gesehen hat. Mir hätte das jetzt nicht so viel ausgemacht, schließlich habe ich AYE jetzt schon 2x gesehen.
Naja, immerhin kann ich Fö dazu überreden, dass wir einen Zug später nehmen. Trotzdem sind wir immer noch deutlich vor Einlass da.
Fö: Ich hab mir mal irgendwann notiert, dass Konzerte im Don't Panic zur angekündigten Uhrzeit starten. Als wir ankommen, sind die Pforten zum Backyard aber sogar noch geschlossen. Aber naja, insgesamt ging's ne halbe Stunde später los als angekündigt, also noch im Rahmen.
Zwen: Irgendwann ist dann aber doch Einlass und die Band fängt auch relativ kurz danach an. Hier bleibt soweit alles beim alten. Die Songs gehen gut rein, aber waren das nicht mal mehr Leute auf der Bühne? Egal, immerhin zieht der Gitarrist, damit ich nicht so verwirrt bin, immer das gleiche gestreifte Shirt zu Auftritten an. Ich hoffe er wäscht das auch nie.
Fö: Der Auftritt beginnt ziemlich stark mit nem kurzen schnellen Kracher namens "Pissed" - schön wütend, dem Bandnamen entsprechend. Danach wird das Tempo aber wieder zurückgenommen, schade. Also doch nicht so "angry"? "Youth" sind sie ja auch nicht mehr wirklich, "elite" mag ich nicht beurteilen.
Zwen: Ansonsten wird heute ungewohnt viel gelabert, das finde ich aber eigentlich ganz gut. Kenne die Musik ja schon, da mag ich das, wenn die Protagonisten auch einfach mal etwas Blödsinn reden.
Irgendwann wird dann auch fachgerecht der Bass mit ordentlich Gaffa umklebt. Echte Profis also, diese Angry Youth Elite.
Fö: Beste Ansage war aber eigentlich der Röchelhusten von Drummer Markus. Wenn er den Schleim an die Decke spuckt, würde dieser bei der Festigkeit sicherlich noch ewig da kleben bleiben, meint er noch.
Fö: Zur Musik hat Zwen ja in vergangenen Berichten schon was geschrieben. Melodycore, Skatepunk, you name it. Eigentlich also kein großer Unterschied zur Vorgängerband Phoney 14, oder? Schnell und Midtempo halten sich die Waage, auch ein wenig Offbeat wird gen Ende eingestreut, soweit bleibt man im Klischee.
Fö: Die Lieder sind angenehm kurz ohne allzu viel überflüssiges Geplänkel und die oft mehrstimmig vorgetragenen Refrains gehen auch gut rein. Ein whohoho hier und da darf natürlich auch nicht fehlen.
Fö: Insgesamt mangelt es für meinen Geschmack ein wenig an Eigenständigkeit, aber die ist in diesem Genre eh rar gesät. Dafür lässt das mit ner halben Stunde schön kurz dimensionierte Set gar nicht erst sowas wie Langeweile aufkommen.
Zwen: In der Umbaupause fällt mir dann erstmal diese Gitarrenbox ins Auge. Gut, dass ich mit Fö und nicht Schlossi hier bin, die wäre jetzt wohl amoklaufend nach Hause gefahren. Witzig ist aber immerhin, dass nicht Dan, sondern der andere Gitarrist, der nicht bei Zebrahead spielt, über diese Box zockt. Wahrscheinlich wurde die Box unerlaubt aus dem gemeinsamen Proberaum entwendet oder so.
Zwen: Sei es wie es sei, DEATH BY STEREO fangen an und reißen ab dem ersten Song bis zum letzten Ton einfach nur brutal ab. Das Don't Panic ist indes angenehm gefüllt. Also, es ist lange noch nicht voll und vor allem am Anfang gibt es noch einen kleinen Respektabstand zur Bühne, aber für einen Donnerstag-Abend kann man sich da wohl echt nicht drüber beschweren. Vor allem, weil Efrem den Abstand sofort überwindet, als wäre es gar nichts und direkt wie ein außer Kontrolle geratener Berserker in die Menge stürmt.
Zwen: Sofort habe ich Efrems Gesicht vor meiner Nase und darf mit ihm zusammen die Strophe von "I Think About Killing You Everyday" ins Mikro brüllen. Dieses Brett wird direkt als zweiter Song in die Ohren des Publikums gepustet. Definitiv einer der besten Songs aller Zeiten! 
Fö: Wahnsinn, was die Band da so an Elan und Vollgas raus lässt. Dieses Jahr feiern sie ihr 20-jähriges Jubiläum, aber alt sind sie noch lange nicht. Auch wenn Efrem was anderes behauptet.
Zwen: Aber auch sonst ein Hammer-Set. Alle Hits gespielt, so wie "I Sing For You", "Entombed We Collide" oder "Growing Numb". Für mich bleiben demnach auch keine Wünsche offen. Ansagen beschränken sich auch auf ein Minimum. Finde ich gut, so wird auch kein bisschen Power rausgenommen und das extrem schnelle Schlagzeug, die krassen Frickelgitarren, der Bollerbass und Efrems Vocals, welche zwischen melodischen Singalongs und aggressiven Shoutings wechseln, einfach für sich sprechend gelassen.
Zwen: Apropos Frickelgitarre, also das was dieser Dan Palmer da an seiner Klampfe zauber ist einfach nur noch unrealistisch! Auch wenn ich dem Rest der Band auch wirklich gerne mehr Aufmerksamkeit geschenkt hätte, bleiben meine Blicke einfach immer öfter auf Dans Griffbrett hängen. Logisch, ist ja auch der absolute Gitarristen-Porno, der sich hier abspielt. Ich meine, wie kann man denn bitte so cool solche fiesen Riffs und Soli rausschrauben und dabei dann noch rumposen als wäre das gar nichts?! Vor allem das Wechselsoli von "Neverending" bringt mich völlig aus der Fassung. Was ist da los?! Wie machen die das?!
Zwen: Außerdem lerne ich heute einen neuen Rockstar-Move, den ich wirklich noch nie gesehen habe: Beim Gitarre zocken einfach mal noch ganz lässig den Fuß auf den Hals legen. 
Okay, habe ich mir mal notiert und werde das demnächst selbst mal üben. Sollte ich das jemals auch nur annähernd so lässig hinkriegen, wisst ihr ja jetzt wo ichs geklaut habe.
Fö: Auf den Gitarrenhals oder auf den eigenen Hals? Ich will mehr Details! Warum gibt es kein Foto?
Fö: Son bisschen meckern muss ich aber auch mal, ich fand den Sound stellenweise ziemlich broffelig, gerade das Gitarrengefrickel hätte ich mir etwas differenzierter gewünscht. Aber vielleicht sollte ich mich nicht direkt vor die Box stellen.
Fö: Efrem rennt immer mal in die Massen und heizt die Stimmung auf, die sonst, werktags-typisch, wohl definitiv etwas länger gebraucht hätte um sich zu entfalten. Die Band kann sich derweil aber auch entfalten: "four musicians, four solos", kündigt Efrem an, und anschließend spielt tatsächlich jeder ein Solo - gleichzeitig. Sowas hab ich dann auch noch nicht gesehen.
Zwen: Auch geil ist dann der Moment, als sich die beiden Gitarristen und der Bassist überlegen, dass jetzt wohl mal Zeit für einen Runde Kurze ist. So geht dann 3/5 der Band einfach mal während des Songs von der Bühne, spielt einfach mal lässig an der Bar weiter und bestellt sich Schnaps. 
Die aufmerksame Don't-Panic-Crew bringt dem Drummer dann sogar noch einen hinter seine Schießbude. Was eine coole Aktion!
Fö: Das war doch der Mercher, oder?
Zwen: Ich glaube übrigens es war Jägermeister, zumindest irgendwas bräunliches.
Fö: Der Basser sagte noch "Thanks for the Whiskey" - aber ich glaube,  das war bevor er getrunken hat.
Zwen: Gestärkt kann es dann auch wieder zum Grande Finale gehen.
Zwen: Nach deutlichen Zugaberufen gibt es diese dann natürlich auch und es entsteht sogar ein ganz kleiner Pogo vor der Bühne. Schön!
Fö: Da kann man auch ruhig mal Slayer anspielen.
Zwen: "Homer, du bist völlig überdreht. Schütte schnell ein paar Bierchen rein und dann ab mit dir ins Bett!"
-"Juhu! Bier, Bier, Bier, Bett, Bett, Bett.
Zwen: Ich scheine ja ziemlichen Spaß gehabt zu haben oder ich wollte einfach Efrem in seinen Finger beißen, während ich gerade eine Boeing 747 über die Landebahn lotse.
Fö: Super Konzert, mega Bock gemacht! Anschließend steigen wir in unsere bequeme 747 und machen uns auf den Heimweg.

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