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Liebe Frau Gesangsverein, Pravda, 23.03.2018 in Bochum, Wageni - Bericht von der Redaktion

Liebe Frau Gesangsverein, 23.03.2018 in Bochum

Fö: Heute mal wieder Wageni-Time! Liebe Frau Gesangsverein kommen auf Stippvisite vorbei. Relativ neue Band mit Leuten von Karate Disco und Another Day, was ja nun auch keine so schlechte Referenz ist - zumindest ersteres, Another Day kannte ich nämlich bis dato gar nicht. Ups. Mit im Paket sind Pravda, mit Leuten von Bazooka Zirkus und, äh, Liebe Frau Gesangsverein. Irgendwie also doch alles eine Sippe. Neuwied represents und so.
Thomas: Ich habe das alles erst später erfahren, fand aber den Namen Liebe | Frau | Gesangsverein schon super und bin einfach mitgekommen. Pravda war mir auch nicht wirklich ein Begriff, aber Bochum ist ja n Katzensprung. Dass das dann die Leute von Bazooka Zirkus und Karate Disco sind, hat mir Fö erst vor Ort verraten, da ich zu blöd war, mich ans richtige Gleis zu stellen und erst etwas später ankam...
Fö: PRAVDA legen los. Ich hatte erst kurz vorher erfahren, dass die heute auch hier spielen. Find ich gut! Obwohl ich die Band nicht wirklich kenne, mal irgendwann reingehört und für "okay" befunden. Schauen wir mal, was es mit der Livetauglichkeit auf sich hat.
Thomas: Wie bereits gesagt, sagten die mir gar nix, deshalb bin auch erstmal völlig unvoreingenommen. Also, für Bierschinkenverhältnisse.
Fö: Live auf jeden Fall ne Schüppe mehr Dreck und Vollgas als von den Videos her (siehe z.B. hier) erwartet. Musik, tja, bleibt irgendwie im Punk, wütet aber auch in Postpunk/Indie/Wave/Emo-Gefilden, all das auf ziemlich unpeinliche Art und Weise.
Thomas: Das fand ich auch. Nur Punk wäre viel zu wenig Beschreibung für die verschiedenen Ausflüge der Band in andere Subgenres. Gutes vermischen verschiedener Einflüsse ohne ein gewisses Etwas an Ungeschliffenheit zu verlieren.
Fö: Natürlich bleibt ständig der Vergleich mit Bazooka Zirkus im Hinterkopf, die wirbelnden Tönchen von Michaels Gesangsorgan sind halt einfach unverkennbar. Im direkten Vergleich sind mir Pravda dann doch zu zurückhaltend. Wobei auch ein BZ-Stück gespielt wird: "An den Gleisen". Juhu!
Thomas: Das Stück habe ich gar nicht mitbekommen. Ich war wahrscheinlich von den 2 Hunden abgelenkt, die plötzlich um meine Beine wuselten...Immerhin bleibt das Wageni Punk.
Fö: Wie Basser Sven später erzählt, läuft sich Pravda so langsam aus und viele Möglichkeiten, die Band noch live zu erleben, wird es nicht mehr geben. Schade, wo sie doch grad erst in mein Sichtfeld traten. Aber mal schauen was da noch so kommt.
Thomas: Das ist auch immer dasselbe, da entdeckt mensch mal wieder ne Band und zack, sind se aufgelöst. Naja.
Thomas: Im Anschluss habe ich mir noch ne CD von Pravda mitgenommen, (Platte gabs keine) aber beim Durchhören ist bei mir nicht so viel hängen geblieben. Die hatten live dann doch mehr Energie als auf Aufnahme. Spielfreude war auch zu sehen und Sänger Michael lief auch öfter wie ein wilder Tiger vor der Bühne auf und ab.
Thomas: Am Ende wird dann noch ein bisschen gecovert und bei "Suburban Home" von den Descendents darf auch das Publikum mit ans Mikro. Was in diesem Fall nichtmal dem Gehörgang wehtat.
Fö: Dann die Schwesternband LIEBE FRAU GESANGSVEREIN. Teilen sich Gitarre, Schlagzeug und Familie. Begonnen wird mit ner reichlich verkorksten Interpretation von "Es tut mir leid", bei der Sängerin Ricarda entweder ihre Stimme oder den Text oder den Verstand offenbar irgendwo verlegt hat. Verblüffenderweise erinnert mich genau das wieder an die Liveauftritte von Karate Disco. Ohwei.
Thomas: Jo, beim ersten Song am Anfang habe ich mir auch gedacht: Auweia. Während bei Pravda der Sound echt gut und alles verständlich war, geht die markante Gesangsstimme hier gerade völlig unter.
Fö: Das kürzlich erschienene Album "Nackt" gefällt mir übrigens außerordentlich gut und dürfte vermutlich das Album sein, das ich in diesem Jahr bisher am Häufigsten gehört habe. Das heißt zwar nix weil ich selten Musik höre (ich hasse Musik, schließlich schreibe ich für Bierschinken), aber natürlich freue ich mich, das Liedgut auch mal live zu begutachten.
Thomas: Ab dem zweiten Song gehts dann aber stimmig los, Ricarda entschuldigt sich, dass sie ihre Stimme nicht gefunden hat. Ab hier hat sie diese aber scheinbar wiedergefunden.
Fö: Auch hier wieder, ähnlich wie zuvor bei Pravda: Deutlich schneller und rauer als bei den Aufnahmen. Ich hatte ja im Vorfeld tatsächlich die Befürchtung, die Songs würden live eher zahm und too much Indie rüberkommen, aber Pustekuchen. Glück gehabt. Zwar wünscht man sich hier und da auch mal das Geleckte und Glatte vom wirklich schön produzierten Album, aber besser so als alles zu verwässern. Punk bleibt Punk.
Thomas: Fö hatte mir vor dem Konzert mit den bösen Worten: "Das Album ist schon ein bisschen Indie" Angst gemacht. Dem war dann aber gar nicht so. Ich fand Liebe Frau Gesangsverein eher noch ne Nummer punkiger als Pravda.
Thomas: Besonders der markante Gesang lässt an Karate Disco erinnern. Musikalisch und textlich geht es dann aber doch in eine andere und vielfältigere Richtung.Die Texte erschließen sich mir jedoch nicht ganz, dafür reicht dann die Gesangsanlage doch nicht aus.
Thomas: Auch hier habe ich mir im Nachgang die CD geholt. Da hört mensch wirklich indieeske Parts raus, die Live aber eigentlich kaum wahrnehmbar waren. Insgesamt bin ich begeistert.
Thomas: Der Band ist anzumerken, dass die wirklich Spaß auf der haben. Die Sängerin, nicht an ein Instrument gebunden, bewegt sich auch konstant vor der Bühne durch die nicht ganz so zahlreiche Menge herum.
Fö: Mit einem 10 Stücke enthaltenen Album im Gepäck dauert das Konzert wie erwartet nicht sonderlich lange. Eine Zugabe wird uns aber doch gewährt: "Es tut mir leid", diesmal sogar mit vernünftigem Gesang. Es geht doch!
Thomas: Einen Song zweimal spielen finde ich ja sonst immer doof, aber in dem Fall Ok. Der erste Versuch war ja echt daneben. Fazit: Mal wieder öfter auf ein Konzert gehen, wo ich keine Ahnung habe wer spielt und was da passiert. In diesem Fall ein echt gelungener Abend. Liebe Frau Gesangsverein werde ich mal im Auge behalten. Oder dran kleben bleiben, wie die Band es gesagt hat.

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