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Krank, Bijou Igitt, ZilpZalp, SKRTS, 24.03.2018 in Dortmund, Rekorder - Bericht von der Redaktion

Krank, 24.03.2018 in Dortmund

Der Gaar: Rekorder richtig gut gefüllt, dazu fettes Programm: Für die krankheitsbedingt ausfallenden CONTA springen gleich 2 Bands ein - SKRTS und ZILP ZALP. Bei SKRTS ist der Sound anfangs leider ziemlich unerträglich, der Bass dröhnt einfach alles weg, sodass ich die eigentlich sehr guten SKRTS heute nicht so richtig genießen kann. Einzig Benta versteht man heute ziemlich gut, und mensch, die hat echt ne super Stimme, das schmeichelt meine Gehörgänge.
Peter: Endlich mal wieder ein Punk-Konzert in Laufweite. Das letzte ist gefühlt schon wieder eine Ewigkeit her. In Wirklichkeit  bestimmt nur wenige Tage oder Wochen. Wer weiß! Wir kommen früh, fast schon überpünktlich und trotzdem verpasse ich durch ausgedehntes "Hallo"-Sagen den Opener SKRTS.
Fö: Ich verpasse ebenfalls SKRTS. Das aber durchaus bewusst, denn von Grunge krieg ich schlechte Laune. Heffs Expertise beim Züchten von künstlichen Tulpen ist da schon spannender.
Thomas: Bei SKRTS stehe ich auch noch vorm Tresen oder vorm Rekorder. Hallo sagen dauert dann doch ein wenig länger hier.
Der Gaar: Was ich an SKRTS sehr schätze, ist, dass die nicht so'n 0-8-15-Grunge abliefern wie ALLE anderen Grunge-Bands, die sich entweder a) wie Nirvana oder b) wie Pearl Jam anhören. Ohne Scheiß, ich kenne bis auf SKRTS keine andere Grunge-Band, die es in diesem (scheinbar) limitierten Genre schaffen, einen eigenen Sound zu erschaffen. Da der Gig heute aber zu 50% aus Soundcheck besteht, kommt das leider nicht so zur Geltung.
Der Gaar: Für mich die Endeckung des Abends: ZILP ZALP!
Peter: Zunächst fürchte ich mich etwas, habe ich doch gerade Thomas zugesagt beim Bericht mitzuschreiben und da ich Gitarrist Mick mag, aber voraussichtlich nicht seine als "Screamo" angekündigte Musik, sind das ganz schlechte Voraussetzungen für einen Bericht. Doch im Keller angekommen merke ich schnell, alle Furcht war unbegründet, so schlimm ist es gar nicht.
Fö: Ist echt gar nicht so schlimm. Ich wollte mir die Band eigentlich gar nicht lange geben, dieses vertrackte Gefidel geht mir in letzter Zeit einfach zunehmend auf den Senkel. Aber irgendwie, ja, irgendwie hat das was.
Thomas: Ich freue mich dass ZilpZalp kurzfristig spielen. Auch die Ansagen seitens der Band, dass alle eigentlich schon zu betrunken fürs Spielen sind, trüben meine Vorfreude nicht.
Der Gaar: Dürre Milchbubis mit vertrackter... Punkrock-Mukke?
Peter: Zeitweise, soll heißen in den harten geschredderten Parts, nimmt mich das ganze ein Stück weit mit. Auch der deutschsprachige Kreischgesang fügt sich gut ins Gesamtkonzept ein. Bei den leicht verträumten Dudel-Parts bin ich allerdings raus, da geht jedes Mal schon nach kurzer Zeit meine Aufmerksamkeit flöten.
Fö: Irgendwann sagen sie sowas wie dass jetzt noch 2 Songs kommen und ich denke so, ach super, 2 Songs ist genau die richtige Länge bevor ich ne Reizüberflutung kriege. Aber entweder ich hab was falsch verstanden oder die Band hat nen Jux gemacht oder die Musik ist so vertrackt dass ich Songpausen wahrnehme wo gar keine sind - es gab jedenfalls noch deutlich mehr zu hören.
Thomas: ZilpZalp haben, seitdem ich sie das letzte Mal gesehen habe, einen neuen Basser und neue Songs im Gepäck. Das fetzt insgesamt und bietet noch mehr Abwechslung in den Songs. Vertrackt, ja, aber der rote Faden wird nie ganz verloren.
Der Gaar: Muss man sich auf jeden Fall drauf einlassen können, geht halt nicht so einfach rein wie Drei-Akkorde-Ufta-Ufta-Punkrock, aber ich find das groß. Ein bisschen irritierend-verstörend, genau wie der Bandname.
Peter: Nach ein paar Songs muss ich mich nach hinten verziehen und büße dafür meine gute Sicht auf die Bühne ein. Hier hinten ist der Sound dafür aber wesentlich erträglicher. Vorne stand ich mit einem Ohr genau vor Micks Gitarre und dem sich darüber befindlichen Lautsprecher, so dass ich mich einem Hörsturz mit großen Schritten nähere. Zudem muss ich jedes Mal ein Gesicht machen als hätte ich auf eine Zitrone gebissen, wenn der Gesang einsetzt, da dieser auch arg übersteuert.
Thomas: Das Einzige was ich immer schade finde ist, wenn da drei Leute durcheinander schreien, kann mensch trotz relativ gutem Sound leider gar nix von den Texten verstehen. Dafür hatte die Band am Merch aber Textblätter ausliegen!
Der Gaar: Der Bassist wiegt etwa 30 Kilogramm, drückt aber Töne raus wie die dicke Frau in der Oper. Nice!
Der Gaar: BIJOU IGITT machen auch irgendwie vertrackte Musik mit hervorragendem Textwerk.
Peter: Vertrackt passt hier ganz gut. Jedoch wesentlich eingängiger als ihr Vorgänger. Obwohl, hinter mir gibt Maxx aber immer wieder inkompetente Kommentare ab und meint sogar "da lässt der Pop-Punk grüßen". Ich schüttle vehement mit dem Kopf! Pop kann ich hier beim besten Willen nicht mal im Ansatz raushören. Ich ziehe hier hingegen immer den Vergleich mit den KAPUT KRAUTS.
Thomas: Für Pop-Punk ist das Ganze hier viel zu krachig.
Der Gaar: Heute stört mich lediglich dieses ständige Herumgespiele mit der Lotusflöte, wirkt affektiert und holt mich nicht ab.
Peter: Ach ich finde das eigentlich ganz nett wie der Schlagzeuger mit dieser Flöte treffsicher Vögel aus aller Welt imitiert. Wie ich später erfahre ist der Plan hierbei, die D.I.Y.-Szene mit dieser Lotus-Flöte nachhaltig zu prägen. Ob sich das hingegen so verwirklichen lässt, bleibt fraglich.
Fö: Ich fand das super. Besonders die Reaktionen vom Publikum à la "Hört hört", "Recht hat er!", "Genau!" auf die verflöteten Ansagen.
Thomas: Ich hoffe, dass der Plan, die (irgendeine) Szene damit zu prägen, niemals eintreffen wird.
Der Gaar: Ansonsten aber gute Show, ich drücke "Gefällt mir".
Peter: Gut gefällt mir auch: die Frisur des Sängers! Wat würd ich für so herrlich sexy Locken geben!?
Thomas: Rundes Ding, auch leider hier kriegt mensch wieder sehr wenig von den Texten mit. Auch meine Versuche, mich an verschiedenen Stellen im Raum zu positionieren, führen zu keinem besseren Ergebnis.
Der Gaar: "I can't relax in Deutschpop" ist jetzt schon ein Klassiker.
Peter: So isses. Ist auch der Song der heute gefühlt am meisten abgefeiert wird! Auch nicht weniger geil ist "Stromlianen". Obwohl ich mir gerade gar nicht sicher bin ob sie den gespielt haben.
Fö: "Scheiße in the end" kickt mich am meisten. Der hat wenigstens Pop-Appeal.
Thomas: Ich hab mir keinen Namen gemerkt. Wie macht ihr das?
Der Gaar: Hier setzt bei mir gerade die Wirkung verschiedenster Stimulanzien ein, ich erfreue mich des Augenblicks und sende mental die Botschaft "Boahisdasgeilhierheute" in den Raum.
Peter: Ich freu mich einfach dass ich trotz meines Vorhabens früh nach Hause zu gehen und trotz zwei neu dazu gekommenen Vorbands noch ins Vergnügen komme, eine der "Hauptbands" zu sehen. Hatte ich trotz des pünktlichen Beginns nicht mehr mit gerechnet. Außerdem lag mein Hauptinteresse an Bijou Igitt, die ich ja letztens erst bei der Rezi des neuen Albums abgefeiert habe.
Der Gaar: Die Hamburger Fraktion zündet dann auch eine Konfetti-Bombe nach der anderen - das ist wohl gerade total hip bei Bands aus der Hansestadt, genau wie Pfeffi saufen. Pfeffi Pfeffi Pfeffi.
Der Gaar: Über Konfetti freut sich nicht jeder Veranstalter, den Scheiß findest du noch Wochen später in jeder Ritze und in behaarten Ausschnitten.
Peter: Kann ich auch ein Liedchen von singen, nach einem Gig von Knastparty im Rattenloch, die es auch für dringend nötig hielten, mit Konfetti-Kanonen rumzuballern, konnten wir selbiges wochenlang aus den Abdeckungen der  Monitor-Boxen pulen. Is nun 4 Jahre her, wenn man gut hinguckt dürfte man aber immer noch was finden. 
Thomas: Ich finde es auch immer schön, am nächsten Morgen in der Wohnung Konfetti-Reste an allen unmöglichen Orten zu finden.
Der Gaar: Es ist Zeit für KRANK - lange nicht mehr gesehen, und heute zündet das bei mir nicht wirklich. Das liegt vielleicht am Sound, aber irgendwie ist das heute nicht so kräftig wie sonst.
Peter: Für mich ist es hingegen leider Zeit, den Nachhauseweg anzutreten. Leider konnte sich das EU-Parlament noch nicht dazu durchringen, die Winter- oder Sommerzeit abzuschaffen. Daher wird mir / euch heute Nacht eine Stunde geklaut, die ich nun vernünftig und erwachsen wie ich bin, durch zeitiges zu Bett gehen wieder reinholen werde. Tschüss!
Fö: Schonmal irgendwann letztes Jahr in Düsseldorf gesehen. Davon gab es keinen Bericht, weil ich einfach zu kaputt war. Heute neuer Versuch. Ich kenn nicht wirklich was von der Band. Sie geben ganz gut Gas, der Sänger tigert schön umher, kann sich hören und sehen lassen. Irgendwie fehlt nur noch das gewisse Etwas. Oder ich bin einfach mal wieder konzertmüde.
Thomas: Ich habe den gleichen Eindruck. Schon tight gespielt und selbst bei dem Gesang hier verstehe ich die Texte...Aber insgesamt reißt es mich dann doch nicht wirklich mit. Dafür meine Müdigkeit und ich begebe mich nach Hause...
Fö: Irgendwann steckt dann aber doch die Begeisterung an! Ist total erfrischend, hier in Dortmund mal zu erleben, dass eher unbekannte Punkbands total abgefeiert werden. Sind doch sonst immer alle so reserviert! Oder sind Krank etwa doch bekannter als gedacht? Der Rekorder ist jedenfalls gut gefüllt heute, irgendwas mit 80 Leuten sagt man sich.
Der Gaar: Doch doch lieber Fö, Krank is' schon keine kleine Nummer mehr, die sind für mich mehr oder weniger die erste Band am Platz dessen, was ich gerne die "Neue Hamburger Schule" nenne.
Der Gaar: Heute ist einer dieser ganz, ganz seltenen Fälle, bei dem mir eine Band besser auf Platte als live gefällt - für Krank hab ich immer einen Platz im schwarzen Teerklumpen, welcher mein Herz ist, aber heute kriegt mich das nicht. Mir fehlt da heute so ein bisschen was und Jans Stimme entfacht gar einen schmerzenden Flächenbrand in meinem Kopf. Dabei gefällt mir das sonst sau gut! Für heute reicht's mir, ich geh raus und lass' mich volllaufen.
Der Gaar: Nach der Show müssen sich alle mein verballertes Gelaber geben - sorry, not so sorry. Dabei komme ich noch mit den netten Menschen von CONTA ins Gespräch, auf die ich mich heute eigentlich am meisten gefreut hatte. Find ich richtig gut, dass die Band trotz Ausfall nach Dortmund gekommen sind um die restlichen Bands zu supporten, ich klicke innerlich wieder "Gefällt mir". 
Der Gaar: Das Thema es Abends: Vertrackte Musik. Muss man abkönnen, ich fands echt geil. Das Ganze steht im schönen Kontrast zu den üblichen Punk-Konzerten, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Gute Bands, guter Laden, gute Zeit.
Fö: Kommt "vertrackt" eigentlich von "Traktor"?

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