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Birds in Row, Coilguns, Bellrope, Shitshifter, Blank, 30.03.2018 in Wuppertal, AZ Wuppertal - Bericht von der Redaktion

Birds in Row, 30.03.2018 in Wuppertal

Fö: Was macht man eigentlich Karfreitag, wenn man Musik hören will? Schließlich herrscht ja ganz offiziell Tanzverbot! Suchen wir uns doch einfach ne Veranstaltung mit Musik, zu der man einfach absolut nicht tanzen kann. Sowas wie Sludge und Noise und sowas.
Thomas: Ich hatte nur was von Birds in Row gehört und da Karfreitag ja wirklich nix anliegt, warum nicht nach Wuppertal, ne!
Fö: 5 Bands stehen heute auf dem Programm, könnte ein langer Abend werden. In den Abend starten BLANK aus der Gegend, genauer gesagt aus Solingen.
Thomas: Oh mensch ey. 4 Vorbands...und die erste fängt erst weit nach acht an...Das kann ja was werden heute. Immerhin gibt es günstig Kaltgetränke.
Fö: Nunja, hm, muss sagen: Da hab ich mehr von erwartet. Angekündigt als "Negative Hardcore", gibt es eben so Hardcore-Gebolze, recht solide aber auch recht gewöhnlich. Von musikalischer Seite gar nicht so verkehrt, aber Gesang und Gebahren des Sängers nervt mich doch irgendwie.
Thomas: Ich seh da nix von Negative Hardcore. Eher true till bored to death. Ne, geht gar nicht. Ich gehe was essen und kriege somit nicht alles mit. Sauber gemacht.
Fö: Du siehst das alles zu negative.
Fö: Anschließend SHITSHIFTER aus Bielefeld. Angekündigt als Crust/Hardcore/Sludge/Grind. Mir bis dato kein Begriff, knallt aber ganz ordentlich. Gute Steigerung zur vorherigen Band.
Thomas: Von Null auf Fünf war auch nicht so schwer. Musikalisch bewegt sich's irgendwo zwischen den genannten Begriffen, weiß jedoch in keinem davon irgendwie herauszustechen.
Fö: Hardcore, druckvoll, ziemlich böse bis bedrohlich. Tanzen kann man dazu nicht. Der Gesang klingt stellenweise sehr fies und antichristlich, das mag ich.
Thomas: Das schreibst du doch nur, weil Karfreitag is...Ja, gut. Besser als die Band davor waren die. Was aber noch lange nix heißt.
Thomas: Bei dem Foto erinnere ich mich daran, dass die zumindest ultra-professionell im Abbauen waren. Die trugen alle Arbeitssicherheitshandschuhe!
Fö: Weiter mit BELLROPE. Noch ne Band, die ich bisher nicht kannte. Scheinen aber gar nicht soo unbekannt zu sein. Kommen aus Mannheim und lassen sich unter Doom/Sludge/Noise kategorisieren. Passt
Thomas: Aus welchem Ärml ziehst du eigentlich die ganzen Namen der Bands? Hießen die wirklich so oder nutzt du den Punkname-Generator? Ich konnte mir nix davon merken...
Fö: Das waren die, deren Namen sogar auf der Box stand. Wenn man schon keinen Banner hat...
Fö: Wir machen im Vorfeld noch Scherze, dass Sludge-Bands ja eh nur maximal 3 Songs in ein Set packen können, so vong Länge her. Aber dann trifft tatsächlich genau das ein. 15minütige zehrende, suppende Tieftonkost. Irgendwie ganz geil, wenn es nicht so ermüdend wäre.
Thomas: Der Rest des Trüppchens und ich begeben uns nach draußen frische Luft schnappen. Wir machen Witze darüber, dass wir bei denen nichtmal nen Song verpassen. Egal wie lange es dauert.
Fö: Erinnert mich teilweise sogar an die Frühwerke von Smoke Blow, so zu "777 Bloodrock"-Zeiten, nur eben noch wabernder. Und direkt mit zwei Bässen aufgetrumpft, wie evil!
Thomas: Wir kommen nach 15 Minuten zurück und es läuft immer noch der erste Song.
Fö: Zu solcher Musik zu tanzen ist ebenfalls schwer. Bis der zweite Ton angeschlagen wird, ist Ostern eh schon vorbei.
Thomas: Wir machen nochmal Pause draußen. Als wir wiederkommen, fragt die Band ernsthaft gerade die Technik, wie viel Zeit sie noch haben. Antwort Technik: Ach, noch ne Viertelstunde. Band: Schade, dann spielen wir nur noch einen...Kein Aprilscherz.
Fö: Dann die Überraschung des Abends: COILGUNS! Kommen aus der Schweiz und die Ankündigt schiebt sie in die Schublade "categorisation: difficult". Passt wie die Faust aufs Auge.
Thomas: Auf der Hinfahrt haben wir noch Witze darüber gemacht (Wie auch über die anderen Beschreibungen). Aber hier trifft's zu.
Fö: Wobei hier das Augenmerk mehr auf der Show liegen muss. Alles wirbelt rum, der Sänger beklettert und bestürmt alles und jeden, dazu ziemlich wilde und durchgedrehte Musik, die zu beschreiben mir echt schwer fällt. Irgendwie so wie At The Drive-In auf Hardcore getrimmt, so zumindest meine Assoziation.
Thomas: Auf jeden Fall ne Menge Krach und Noise. Mal n Blastbeatgewitter, Soundkulissen aus Rückkopplungen. Ich frage mich, ob das auf Album hörbar ist?
Fö: Echt mal ein Erlebnis. Bin mir nicht sicher ob das auf Platte auch so ne Wirkung entfaltet (und kann es mir eigentlich nicht vorstellen), aber live war das einfach der Wahnsinn. Immer ein schönes Gefühl, von bis dato nicht bekannten Bands derart umgehauen zu werden.
Thomas: Jau, hab das ganze Konzert mit offenem Mund dagestanden. Show-mäßig echt Wahnsinn. Die Musik war passend dazu, ohne Show wäre das aber auch harter Tobak geworden. Die Band lebt ihr Zeug auf jeden Fall.
Thomas: Ob der Keyboarder passend zum Tag die zwischendurch Jesuesk wirkenden Einlagen einstudiert hat, bleibt allerdings Spekulation. Soll ja Kunst bleiben.
Fö: Anschließend BIRDS IN ROW, Hauptgrund unserer Anwesenheit. Angekündigt als Blues/Hardcore, was nunja, vielleicht nicht verkehrt ist, aber den dichten Sound und den entfaltenden Druck nur schwer umschreibt.
Thomas: Ja, für Blues echt zu schwer und irgendwie unpassend. Die einzige Band, die ich vorher kannte und weswegen ich mich hauptsächlich nach Wuppertal geschleppt habe.
Fö: Für mich nach Coilguns aber irgendwie ein kleiner Downer. Klingt dann einfach doch wie erwartet. Sehr souverän und stilsicher, aber eben ohne Überraschungen.
Thomas: Definitiv. Den Druck und die Atmosphäre von Coilguns schaffen Birds in Row dann nicht, aufzubauen. Was nicht heißen soll, dass das nicht gut war. Aber im Vergleich dann echt viel weniger intensiv.
Fö: Na doch, Überraschungen gab es: Als das Mischpult (ein Ungetüm von der Größe eines mittleren Schwertransports) seinen Geist aufgab und spontan improvisiert werden musste - gut, läuft der Gesang eben über diese spontan herbei geschafften Boxen. Klappte erstaunlich gut.
Thomas: Das muss an dem Mischpult mit den 38.000 Reglern gelegen haben. Ich bin leider schon zu durch, um dem Rest aufmerksam zu lauschen. Es ist auch schon gegen zwei. Getanzt hat niemand. Also alles bestens. Den Rückweg in der Bahn schaffe ich, komplett zu verschlafen.

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