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Open Flair Festival: Bad Religion, Graveyard, Linus Volkmann, Hilltop Hoods, Creeper, 12.08.2018 in Eschwege - Bericht von Kabl

Open Flair Festival Tag 5/5, 12.08.2018 in Eschwege

Nach einem spontanen Zeltplatzplenum beschließen wir, nicht wie ursprünglich geplant erst am Montag, sondern bereits heute, am Sonntag, nach BAD RELIGION, abzureisen. Daher werden bereits am Vormittag die Zelte abgebaut und mit enormer Präzision im Auto verstaut.
Noch gar nicht erwähnt habe ich die ganzen Walk Acts und sonstigen lustigen Menschen, die den Festival-Besuchern ein Grinsen auf die Lippen bescheren. Hier zwei Herren, die vor der Waldbühne ein wenig Schabernack mit den Zuschauern treiben.
Ein Blick auf das noch leere Festivalgelände.
Dann erste Band des letzten Tages: GRAVEYARD. Machen sehr entspannten Rock, mal bluesig, mal etwas psychedelischer. Super Start in den Tag.
Der Verstärker des Gitarristen fackelt direkt zu Beginn der Show ab. Es dauert ungefähr 10 Minuten, bis das Problem behoben ist. Währenddessen improvisieren die anderen Bandmitglieder ein Instrumental. Lässig gelöst.
Ich schaue mir GRAVEYARD nicht ganz an, um die Lesung von LINUS VOLKMANN mitzubekommen. GROßARTIG! Er liest mit einer PowerPoint-Präsentation Gründe vor, warum er Festivals hasst. Und seine Pointen zünden überhaupt nicht.
So liest er das Zelt leer. Die Leute verlassen nach und nach die Kleinkunstbühne, weil sie wohl mit dem Humor nix anfangen können. Ich feier diese Lesung jedoch absolut ab, vor allem weil auch der Vortragende merkt, dass seine Anekdoten irgendwie nicht ins Schwarze treffen und er sich vor jedem Witz selber am meisten von allen amüsiert, vermutlich da er weiß, dass gleich eh keiner lachen wird.
Tatsächlich bekommt er beim Dosenstechen den meisten Applaus. Dann setzt er sich wieder hin und liest noch eine Zugabe, die davon handelt, warum die Beatsteaks scheiße sind. Ganz großes Kino! Ich traue es mich gar nicht zu schreiben, aber mein Tageshighlight!
Ich möchte zur Bobs-Bühne laufen und werde von der Seite unhöflich aber direkt angesprochen mit "Warum schreibt ihr eigentlich über uns und die Mangelstraße nie was?". Also gut. Kauft den Bewohnern der Mangelstraße beim nächsten Open Flair etwas ab. Gute Preise, nette Leute, sollte man unterstützen. Ernsthaft jetzt, kannte ich bisher von keinem anderen Festival und finde ich super! Unterstützt das!
Hier spielen gerade die HILLTOP HOODS. Ich erwähnte es bereits, ich kann mit Hip Hop nix anfangen, aber diese Band macht ihre Sache auf jeden Fall gut. Markante Lieder, sehr gute Stimmung im Publikum, unprolliges Auftreten. Gerüchten zufolge wird die Band als die australischen "Fanta 4" gehandelt, wie mir ein Kenner der Materie verrät.
Während der Band schlendere ich über das Gelände. Hier das Kinderland. Großartig, wie auch für die Kleinsten was geboten ist. Generell ein sehr familienfreundliches Festival. Absoluter Pluspunkt.
CREEPER auf der Waldbühne. Ich habe gedacht, die Gattung der Emos ist ausgestorben? Hier wird Emo-Punk gespielt, der exakt wie AFI klingt. Ich finds gar nicht schlecht, nur gleichen sich die Lieder in ihrer Struktur schon sehr. Sie fangen immer schnell an, bis gegen Ende im Midtempo angekommen wird. Recht eingängige Refrains. Obligatorische Powerpunk-Ballade. Komischerweise 15 Minuten zu früh aufgehört. War trotzdem okay.
Letzte Band des Festivals für uns: BAD RELIGION. Ich war tatsächlich nie der Hardcore-Bad Religion-Fan, aber sie spielen heute tatsächlich alle Lieder (außer "You"), die ich kenne. "Sorrow", "Punkrock Song", "21th Century", "I Want To Conquer The World", "Stranger Than Fiction" und "American Jesus". Super Sache, ich gröle lauthals mit. In der Mitte wird das Album "Suffer" komplett gespielt. Kannte ich bisher nicht, fand ich aber verdammt stark. Nur Hits. Super Festivalabschluss, großartige Band.
Als Fazit kann ich sagen, dass das Open-Flair ein richtig schönes Festival ist. Gute Bands, ausgewogene Mischung zwischen Stilrichtungen, humane Essens- und Trinkenspreise, wirklich freundliche Security, etc.. Die einzigen zwei kleinen Kritikpunkte: Das teilweise etwas asoziale Publikum auf dem Zeltplatz und die für mich manchmal fragwürdige Belegung der Bühnen (siehe Samstag, DYSE vs. TERRORGRUPPE). Aber das sind Nebensächlichkeiten. Ich komme gerne wieder.

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