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Jim LeBob, Annabelle, 13.11.2018 in Bochum, Neuland - Bericht von Zwen

Jim LeBob, 13.11.2018 in Bochum

Nachdem ich mal ein Wochenende ohne Punkrock und dafür am Schreibtisch verbracht habe, starte ich diese Woche das Wochenende ein wenig asymmetrisch. Nämlich an einem Dienstag. Im Neuland ist schließlich mal wieder Punk Goes Acoustic, organisiert vom Punkrock-Mogul Tobi. Also ignoriere ich mal geflissentlich, dass der Wecker morgen um 5 Uhr bimmelt und mache mich auf den Weg in Richtung Bochum, wo auch schon die üblichen Verdächtigen vor der urigen Kneipe herumlungern.
Ich geh also mal rein und schaue mir JIM LE BOB an. Der ist - zumindest was Musik im Ruhrgebiet angeht - ein ziemlich fleißiger Typ. Über Pascal Briggs and the Stokers, Beatmartin, 24/7 Fuck Ups oder beim Rattenpack hat er wohl schon so ziemlich bei allem gespielt, was hier Rang und Namen hat. Höchste Zeit also, dass ich mir das auch mal live gebe.
Musik halt so typisches Singer-Songwriter-Gedönse, hier aber mit einem deutlichen Southern-Country-Touch vorgetragen. Kann man machen, auch, wenn mir die Schnarrstimme ab und an ein wenig zu nuschelig daherkommt und sie deswegen auch teils schwer zu verstehen ist.
Nichtsdestotrotz hat das alles Hand und Fuß und passt gut in einen entspannten Dienstag-Abend.
Zum Ende des Sets wird dann noch die Angry-Bird-E-Gitarre ausgepackt. Ich weiß nicht, mir gefällt dieser immer gleiche, mich an Aerobic erinnernde Schlagzeugbeat nicht so wirklich, den Jim Le Bob da einschleifen lässt. Außerdem fehlt da einfach der Bass. So passiert es dann auch, dass das Iggy and The Stooges Cover von "Search And Destroy" nicht so ganz bei mir zünden will. Da gefielen mir der ruhigere Teil und die eigenen Songs tatsächlich besser.
Dennoch würde ich im Gesamtresümee eine positive Bilanz ziehen. Nette Untermalung, um ein paar Schlegel in sich reinzuschütten.
Aber weiter zum zweiten Teil des Abends. Von ANNABELLE habe ich tatsächlich noch nie was gehört, was aber wohl auf meine Unwissenheit zurückzuführen ist, zumindest scheint Annabelle häufiger in den Kneipen unterwegs zu sein und dort ihre Lieder zu trällern. Hierbei weicht sie ein bisschen vom typischen Singer-Songwriter-Konzept ab. Zumindest von dem, was ich sonst so kenne. So haben hier viele Songs einen Epilog. Diese Epiloge sind meistens kurze auf den Song abgestimmte Gedichte.
Als Einstieg gibt es zunächst ein Cover. "Little Boxes". Ursprünglich von Malvina Reynolds, mittlerweile von unzähligen Interpreten gecovert. Von Pete Seeger über Rise Against bis hin zu Walk Off The Earth. Nun also auch von Annabelle. Auch wenn ich ein Cover direkt als Einstieg ja etwas problematisch finde, ist das heute Abend doch tatsächlich echt gelungen.
Ansonsten gibt es aber auch viel eigenes Repertoire. Songs gegen "Alpha-Kevins", die Scheiße auf Facebook posten und über Abende, an denen man als Frau einfach nur mal in Ruhe in die Kneipe möchte und dort dann die ganze Zeit nur doof angemacht wird.
Soweit also in Ordnung, manchmal angenehm, aber häufig tut die Stimme leider in den Ohren weh. Vielleicht war die PA dann doch etwas zu laut. Außerdem merkte man der Musikerin dann auch ein bisschen Lampenfieber an, so wirken leichte Verhaspler am Gesang und an der Gitarre nicht ganz so souverän wie bei Jim Le Bob gerade. Außerdem wird uns bestimmt 10x eingeschärft, dass es nichts Schlimmeres gebe, als Texthänger, weshalb die Lyrics immer da sein müssen.
Der Höhepunkt des Albums (ich weiß gar nicht, ob das jetzt positiv oder negativ sein soll); ein Cover von "What's Going On" von den 4 Non Blondes, vorgetragen mit deutschem Text. Willkommen beim "Uff!"-Faktor.
Ansonsten warte ich darauf, dass der haarige Begleiter im Hintergrund irgendwann aufsteht, in Richtung Mikrofon schlendert und dort ein paar gut gestreute "Wohoo"s hineinwinselt. Passiert aber leider nicht. Stattdessen verschlägt es ihn zu mir. Ein Knuff in die Seite mit der feuchten Nase und schon darf er eine 10-minütige Streicheleinheit über sich ergehen lassen.
Dann kommt "Tobis großer Auftritt". Alle sind total aufgeregt. Was wird passieren? Wird er sich ausziehen? Nein, er darf Kazoo halten. Schade, da hätte ich mir mehr erhofft. Übrigens fragt mich mein Rechtschreibprogramm gerade, ob ich nicht statt Kazoo viel eher Bazooka meinte. Nun, vielleicht...
Aufgrund der Hundebetreuung läuft es dann bei mir wohl doch auf den späteren Zug nach Hause. Diesen lässt die DB dann auch direkt mal 15 Minuten später kommen, sodass ich dann in Dortmund noch meinen Anschluss verpasse. Na geil, bin ich halt um 23.40 Uhr zu Hause. Das wird ein Spaß morgen!

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