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Smierfäst Vol. II Tag 1, No Shelter, Great Escapes, Lost In Decay, 23.11.2018 in Greven, Kesselhaus - Bericht von Zwen

Smierfäst Vol. II Tag 1, 23.11.2018 in Greven

Eye, Münster, du mieses Stück Scheisse! Ich hatte diese Stadt gar nicht so ätzend in Erinnerung gehabt, aber vielleicht liegt das auch einfach daran, dass ich bei meinem letzten Besuch hier vom Peter-Jenni-Taxi gefahren wurde. Das war schön. Heute muss ich mich selbst um meine Anreise kümmern und lege deswegen mein Schicksal in die Hände der Deutschen Bahn. Zum Glück muss ich in Münster aber nur umsteigen (schlimm genug!) und starte dann weiter durch nach Greven. Dort findet heute nämlich das Smierfäst statt, veranstaltet von Christoph von Snareset. Soweit zumindest der Plan. Leider steige ich in Münster in einen Zug, der zwar auf dem richtigen Gleis steht und auch die richtige Nummer hat, dummerweise aber in die falsche Richtung fährt. Ihr blöden Pisser! Immerhin merke ich das noch halbwegs rechtzeitig und steige in irgend so einem Vorort-Kaff von Münster aus. Hier kommt immerhin in 10 Minuten wieder ein Zug Richtung Hauptbahnhof und dort weitere 10 Minuten später der Zug nach Greven. Dort klappt dann auch diesmal alles. Somit verpasse ich aber ANGRY YOUTH ELITE, was aber jetzt auch nicht so unendlich schlimm ist. Die wurden in diesem Medium schließlich schon oft genug erwähnt und werden es wahrscheinlich in Zukunft auch noch ziemlich oft. Vorausgesetzt sie spielen weiter immer an Orten, wo sich Bierschinken-Redakteure aufhalten.
So fängt der Abend für mich heute an mit einem kleinen Pils für 2,50€ und LOST IN DECAY. Die machen so melodisches Pop- und Post-Hardcore-Gebolze. Die Location scheint wie für sie gemacht, schließlich muss der Sänger hier gar nicht erst von der Bühne runtersteigen, sondern einfach nur einen Schritt nach vorne machen und steht schon direkt im Publikum.
Das nutzt er auch voll aus und macht ordentlich Action. Zumindest, wenn er mir nicht gerade den Rücken zudreht.
Die Sache mit dem Rücken zum Publikum scheint irgendein Hardcore-Konzept zu sein, welches ich noch nicht so ganz geblickt habe.
Ansonsten ist das alles sehr fein anzusehen, aber einfach nicht so wirklich meine Musik. Dafür ist mir das einfach zu wenig zielgerichtet. Zwar hat ein Song ein richtig, fettes und schnelles  Intro, diese Power verliert sich dann aber häufig wieder in endlosen Breakdowns, Midtempo-Parts oder Schreigesang.
Trotzdem machen sie ihr Ding an sich eigentlich ganz okay.
Auch GREAT ESCAPES machen Musik, die ich mir wohl so niemals im stillen Kämmerchen anhören würde. Zumindest handelt es sich hier um wirklich stark verdünnten Pop-Punk mit manchmal deutschen, manchmal englischen Texten. Immerhin nehmen sich die Protagonisten selbst nicht so ernst und machen sich darüber lustig, dass sie mit einem Farin-Urlaub-Cover auf dem "Schlachtrufe BRD GmBH"-Sampler vertreten seien und dort ja soooo super reinpassen würden.
Besagtes Cover wird dann auch zum Besten gegeben. Ich muss zugeben, dass mir die Musik live eigentlich ganz gut gefällt. Klar, es pustet mir jetzt nicht die Nebenhöhlen frei, aber immerhin kommt das Ganze live doch relativ druckvoll rüber und auch der mehrstimmige Gesang ist gut arrangiert.
Nur der Sound ist ziemlich anstrengend. So übersteuert ständig irgendwas. Das ist gerade bei poppiger Musik, die jetzt nicht unbedingt so steil auf die Fresse nach vorne sein soll, schon sehr anstrengend.
Ich schaue mal eben schnell in die DB-App um noch mal zu checken, wann ich mich denn hier auf den Weg machen muss und stelle mit Schrecken fest, dass die DB meine Heimreise mal eben von gut einer Stunde auf ganze drei Stunden verlängert hat. Der Grund dafür ist eine schier endlos dauernde Schienenersatzverkehrsodyssee. Ich glaube echt, dass die mich heute verarschen wollen. Für mich hat die Geschichte aber ein Happy End. So werde ich kurzerhand im Tourbus von Angry Youth Elite mitgenommen. Vielen Dank dafür!
Am Ende sollen dann eigentlich noch zwei Songs gespielt werden, aber da man für den eine G-Saite am Bass gebraucht hätte und diese sich soeben komplett verabschiedet hat, wird dieser kurzerhand gestrichen. Finde ich gut, ich habe auch alles gesehen.
Nächste und auch schon letzte Band: NO SHELTER. Auch hier gibt es wieder doppelt so viel Rücken als beim ganzen Rock Am Ring zusammen.
Das gleicht die Band dann aber schnell wieder aus durch eine richtig schön energische Hardcore-Show. Hier fliegen ziemlich schnell die Körperteile durch den Raum. Dazu gibt es fieses Double-Bass-Gewitter, gepaart mit bretterndem Gitarrensound.
Gerne hätte ich noch etwas mehr Zeit bei der Band verbracht, würde ich diese doch zum heutigen Tagessieger küren, doch mein Taxi will los. Einen Bericht zu Tag 2 wird es übrigens nicht geben. Genug Abenteuer für ein Wochenende!

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