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Nothington, Great Escapes, 27.11.2018 in Münster, Café Sputnik - Bericht von Schlossi & Fö

Nothington, 27.11.2018 in Münster

Fö: Nothington gehen in den Ruhestand und liefern uns noch eine letzte Europa-Tour. Einerseits schade um eine echt gute Band, andererseits hat meine Begeisterung für die Truppe in den letzten Jahren eh ein wenig nachgelassen. Nunja, vielleicht schafft das ja Raum für Neues? So oder so keine Frage, dass wir da noch ein letztes Mal vorbei schauen müssen.
Schlossi: Das erste Mal habe ich NOTHINGTON 2010 im Düsseldorfer AK gesehen. Damals gab es noch MySpace und der Eintritt kostete 7€...vieles hat sich seitdem verändert.
Fö: Boah Schlossi, deine Kunstfotos sind mal wieder ein Traum. Wann ist die Ausstellung?
Schlossi: Ich warte noch auf den Rückruf vom Moma, aber dann bist du natürlich herzlich eingeladen.
Fö: Vorband heute: GREAT ESCAPES. Den Namen kenne ich, die Band eventuell auch, aber der Name ist so beliebig, dass ich mir nicht mal sicher bin, ob ich die schonmal irgendwo gesehen habe. Der Bierschinken-Kalender sagt nein. Hervorgegangen aus der Band Pavement Poetry, aber auch die habe ich, glaube ich, immer ignoriert.
Fö: Aber zumindest weiß man, das sie wohl hier aus dieser Münster-Seilschaft kommen und Punkrock machen, was schon reicht, um nen Stempel aufgedrückt zu bekommen. Schuldenberg hat nämlich kürzlich den Begriff des "Münsterland-Punk" eingeführt. Das sind Bands, die sich unter dem Banner "ach mir geht's eigentlich ganz gut, ich hab Abitur" zusammen fassen lassen - und an genau dieses Zitat muss ich fortwährend denken, als die adretten Jungs da ihre Tönchen trällern.
Schlossi: Das Schuldenberg-Zitat ist auch das erste, was mir bei der Vorband in den Sinn kommt, danach habe ich fortwährend einen Ohrwurm von APOLOGIES, I HAVE NONE.
Fö: Neben den unaufgeregten und netten englischsprachigen feel-good-poppunk-tunes gibt es auch ein paar unaufgeregte und nette feel-good-poppunk-tunes, die in deutscher Sprache feilgeboten werden. Die fand ich besser, vielleicht weil das zumindest ein Stückweit origineller ist als der restliche Kram. Wobei eins davon ein Coverstück von Farin Urlaub war. Aber den zu covern ist, glaube ich, auch originell.
Schlossi: Ist es?
Fö: Hört heutzutage noch jemand Farin Urlaub? Ich kannte den Song nichtmal!
Schlossi: Nette Musik, bestimmt auch nette Menschen, geht bei mir zum einen Ohr rein, zum anderen wieder raus, tut nicht weh, bleibt aber auch nicht hängen. Münsterland-Punk halt.
Fö: Mein Vater ist heute übrigens auch hier und hat uns sogar im Auto hergebracht. Guter Service! Er geht übrigens nicht nur manchmal auf Punkkonzerte, sondern hat früher auch eigenhändig Haifische gefangen. Echt jetzt! Das ist aber auch schon alles, was mir zu diesem Foto einfällt.
Schlossi: Hier Werk 5 aus meinem Zyklus "Menschen, die Dinge abhängen". Demnächst auch im M(useum)o(f)m(ediocre)a(rts).
Fö: Ich freu mich schon auf die Folgeausstellung "Dinge, die Menschen abhängen". Für alle, die sich in dieser modernen digitalisierten Gesellschaft etwas abgehängt fühlen.
Schlossi: Die einen hängen Dinge ab, die anderen hängen Dinge auf, wir überbrücken die Zeit mit dem generieren von fancy content für unsere Social-Media-Accounts. Früher hätte mensch jetzt einfach noch mehr Bier geholt.
Ausverkauf vs. Ghettoromantik.
Fö: Karohemdchen zuknöpfen und weiter mit NOTHINGTON! Übrigens eine Band, auf die ich tatsächlich im Radio aufmerksam wurde, irgendwann vor etwa 9 Jahren in einer BBC-Punk-Sendung nämlich, da traf mich das zu einem Zeitpunkt, als ich auf solcherlei Musik eh grad ziemlich steil ging. Deswegen sind Nothington für mich auch immer irgendwie was Besonderes geblieben.
Fö: Gutes Set aus über einer Dekade Nothington-Historie, wobei es natürlich vor Allem die Stücke der ersten beiden Alben sind, die mich packen, während mich andere nicht ganz so berühren, obwohl die doch aus den gleichen Zutaten ("Whohoho", Reibeisen und Melodiegefrimel) bestehen.
Schlossi: Wir unterbrechen das Programm für eine Werbeeinblendung.
Fö: mhh, Bier!
Fö: Ungefähr der 23. Tourtag, was schon echt ne Hausnummer ist. Vielleicht kommt mir die Band deswegen heute etwas kaputt vor. Wobei ich mir bei Jay nicht sicher bin, ob er nicht schon immer dieselbe angesoffene Krächzstimme hatte.
Fö: Jay fragt auch irgendwann, in welche Bar sie anschließend noch gehen, worauf von Chris nur ein "also ich geh schlafen" kommt. Schöner Dialog!
Schlossi: Auch schön war die Dankesrede von Jay an seine Bandkollegen...bleibt zu hoffen, dass wir die Jungs in dem ein oder anderen Projekt wiedersehen.
Fö: "Thanks for making the last 12 years hell for me"
Fö: Das Konzert soweit ganz schön, nur Ausrasten wollte keiner. Nagut, wir haben Dienstag und wir sind in Münster. Hier geht es allen ganz gut und alle haben Abitur, da hat nunmal auch keiner Grund, auszurasten. Aber das dürfte wirklich die ruhigste Nothington-Show gewesen sein, auf der ich je war. Manche Leute haben immerhin dieses Funkeln in den Augen, das sagen soll "Beim nächsten Song starte ich den Moshpit! ... nee, ach, ich warte noch bis zu dem danach...". Immerhin ist das Funkeln bis zur Zugabe geblieben.
Schlossi: Stimmt. Wo sind eigentlich die ganzen Menschen, die sich in den Armen liegen und bierselig laut mitgrölen, oder vor der Bühne die Faust in die Luft recken? Ich hab mich extra schon in die letzte Ecke verkrümelt, um den ganzen Bierduschen auszuweichen...aber am Anfang ist vor der Bühne tatsächlich sogar ein Anstandshalbkreis.
Schlossi: Als Zugabe gibt's dann erstmal Jay solo mit "This time last year".
Guter Song, tröstet mich aber nicht ganz über das Fehlen von "Stop screaming" hinweg.
Schlossi: Die letzte NOTHINGTON Show.
Schön war's, wenn auch etwas unspektakulär...aber was soll's, sie werden mir in guter Erinnerung bleiben.
Cheers!
Fö: Damit geht die Chance, sie auch mal auf nem Schiff zu sehen, aber ansonsten haben sie mir viele tolle Konzerte gebracht und auch das heutige war doch insgesamt dann auch sehr toll.

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