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Betrunken im Klappstuhl, BAGKS, Elendshuren, 15.12.2018 in Greifswald, Klex - Bericht von der Redaktion

Betrunken im Klappstuhl, 15.12.2018 in Greifswald

Fö: Als wir letztes Jahr beim Punx Picnic spielten, gab es anscheinend tatsächlich Leute, die uns nicht mit Steinen oder Tomaten bewerfen wollten. Eine Tatsache, über die die Geschichtsschreiber bis heute rätseln. Im Gegenteil, man lädt uns sogar ein, nochmal da irgendwo in der Gegend zu spielen, nämlich in Greifswald! Klare Sache, dass wir uns unverzüglich auf den Weg machen und anderthalb Jahre später dann auch mal vorbei schauen.
Zwen: Da ich der Alex Schwers des kleinen, hart arbeitenden Mannes bin, spiele ich nur die lukrativen Gigs bei Eisenpimmel. Naja, am besten ihr ersetzt "lukrativ" durch "sehr weit im Osten" und "Eisenpimmel" durch "Betrunken im Klappstuhl". Dann stimmt es wohl.
Fö: Abfahrt irgendwann Vormittags. Ulf (hier nicht im Bild) hat eine App entdeckt, in die er eintragen kann, welche Biere er trinkt, und hat sich zum Ziel gesetzt, mehr als 2.300 unterschiedliche Biere zu trinken. Daher trinkt er jetzt nur noch durcheinander.
Zwen: Ich bin derweilen völlig bewusst weitestgehend von Hansa auf Pinkus umgestiegen. Hansa gehört schließlich zur Radeberger Gruppe, während Pinkus ein kleines, feines Familien-Unternehmen ist, wo Biobier gebraut wird. Außerdem kostet das im Rattenloch auch nur 1€. Für den Familienfaktor spricht weiterhin, dass das Bier erstmal drei Wochen nicht geliefert werden konnte, weil der Brauer krank war. 
Fö: Ankunft irgendwann Vormittags. Wir sind viel zu früh und verspielen sämtliche Punker-Ehre, aber wer kann ahnen dass der Gitarrist son Bleifuß hat? Zeit, noch ein wenig Greifswald zu erkundigen. Es gibt einen Hafen mit historischen, aber zugeschneiten Schiffen, einen Weihnachtsmarkt und viele Studenten.
Zwen: Hatte heute die Bestätigung für einen Studienplatz an der Uni in Greifswald im Briefkasten. Fuck!
Fö: Wie, du hast Abitur? Du bist gefeuert!
Fö: Im Klex ist noch nicht viel los, auch die Theke müssen wir selbst besetzen. Gut für Ulf, denn die Bierauswahl ist reichhaltig.
Zwen: So bleibt viel Zeit um ein wenig mit Hauskatze Sterni (Nachfolgerin von Pfeffi) zu spielen bzw. sich von ihr kratzen zu lassen und die Theke ein wenig mit den neuen Rattenloch-Aufklebern zu verschönern.
Fö: Konzertvorbereitung. Da wir seit 2 Jahren nicht geprobt haben, darf jeder mal den anderen zeigen, wie er sich in der Zwischenzeit weiter entwickelt hat.
Zwen: "Ja, du hast tolle Fortschritte gemacht und bringst dich wirklich super in die Band ein, trotzdem: Du bist raus!"
Fö: Selbstverständlich gehört auch eine ausgiebige Stimmübung zur Vorbereitung. Ulf sackt Minuspunkte bei Singstar ab und ist bestens gerüstet für unseren Auftritt.
Zwen: Der Höhepunkt des Mitarbeiter-Meetings: Jeder darf mal gegen Ulf in Singstar gewinnen.
Zwen: Der Erfolgshit! Auf dem Spiel leider nur in der Version von Europe und nicht im Original. Da war wohl die Lizenz einfach zu teuer.
Fö: Irgendwann startet die erste Band: ELENDSHUREN. Laut Flyer "die wohl asozialste Band Greifswald". An dem verharmlosenden "wohl" erkennt man, dass hier ausschließlich Akademiker am Werk sind, die im Jurastudium gelernt haben, dass vergleichende Werbung nicht gestattet ist. Sehr schlau!
Fö: Der Auftritt kann aber erst los gehen, als der Bassist vom Schacht kommt. Kurzfristig überlegen wir, einen unserer Bassisten zu entbehren, haben ja eh genug davon.
Fö: Die Elendshuren machen pöbelnden Deutschpunk und machen gar keinen so asozialen Eindruck, aber vermutlich gibt es in Greifswald einfach nicht so viel Asozialität. Hier studieren alle Soziale Arbeit und wer mal einer alten Dame nicht über die Straße hilft, wird ausgewiesen.
Zwen: Das war okay, ich denke, die könnten auf jedem asozialen und von Akademikern organisierten Punkfestival den Opener machen. Die Gitarre suggeriert uns, dass sie dreckig und übersteuert klingen würde, aber eigentlich kommt das alles vom Rechner.
Fö: Neuer Verkaufsrekord: Phil verkauft zwei Platten! Vermutlich an Ahnungslose, die denken, das wären Platten der Elendshuren.
Fö: Nächste Band: BAGKS alias BEI ALDI GIBTS KEIN STERNBURG, was ein großartiger Bandname ist. Und so wahr! Überhaupt steckt die Band voller wahrer Aussagen. "Jede Band muss ein Lied gegen Bullen haben" zum Beispiel. BIK haben noch keins, aber wir werden uns das zu Herzen nehmen.
Fö: Zu hören gibt es Punk mit Metal-Kante, größtenteils englische Texte plus ein paar deutsche - ganz geil! Bei dem Namen hätte ich echt was anderes erwartet.
Zwen: Die absolute Überraschung! Wie geil ist das denn bitte!? Eigentlich hatte ich ja auch aufgrund des Namens und der teils deckungsgleichen Besetzung mit der Band von gerade nicht so viel erwartet, aber das hier reißt einem ja den Zahnstein aus der Kauleiste. Megageiler Mix aus Distillers, Motörhead und F*cking Angry! Inklusive Hans-A-Plast-Cover. Geil! Geil! Geil!
Fö: Danach die fünf lustigen Drei alias BETRUNKEN IM KLAPPSTUHL. Wir fahren heute den progressiven Ansatz, entwickeln gemeinsam mit dem Publikum einen halben neuen Song und beenden den Auftritt mit einer 10minütigen Scifresh-Jazz-Session, die in dem Genre neue Maßstäbe setzt. Bei der anschließenden Besprechung sind wir uns einig, alles richtig gemacht zu haben.
Zwen: Wohl der professionellste Auftritt von BiK. Zumindest der professionellste, den ich je erlebt habe. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass Ulf total müde war und sich deswegen lieber beinhart aufs Spielen konzentriert hat. Performance und vor allem Labern blieb da wohl ein bisschen außen vor.
Fö: Das Schwierige bei BiK-Auftritten ist ja, den Zeitpunkt für Ulfs optimalen Pegel auszuloten. Heute sind wir anderthalb Stunden drüber, aber es wird trotzdem kein komplettes Desaster. Ich versteh die Welt nicht mehr.
Fö: Zwen fordert einen Konzertbesucher zum Kickerspielen auf. Der Verlierer muss eine Platte von uns Kaufen. Zwen verliert.
Zwen: Ist schon okay, ich habe mir das Geld durch mein GEMA-Seminar, welches ich zu noch etwas späterer Stunde aus dem Bett heraus gehalten habe, wieder rein geholt.
Zwen: Ulfs Plan, Michi so schnell wie möglich abzufüllen, damit er früh ins Bett geht und wir morgen früh loskönnen, wird leider nur ein Teilerfolg. Also, der Part mit dem Alkohol hat natürlich gut geklappt. Als ich aufwache sind wir auch zunächst bis auf ein paar "Juso-Kids" (O-Ton Ulf) alleine im Klex. Auch die Leute, die sich über Nacht so angeregt vor unserer Tür unterhalten haben, sind nicht mehr aufzufinden und müssen wohl ca. 10 Minuten bevor ich aufgewacht bin gegangen sein. So bleibt dann noch etwas Zeit für ein Frühstück bei Junge(!) und dann treten wir auch schon wieder den Rückweg an.
Fö: Schokofranzbrötchen. Geil! Greifswald ey, das hat Spaß gemacht.

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nachwuchsmisanthrop

20.12.2018 16:35
Wie könnt ihr den Namen der App nicht verraten?! Wäre perfekt für die Weihnachtstage :(

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