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Fuck Armageddon this is Hell Fest #2: Hell & Back, Überyou, Helmut Cool, Arterials, Beginnings, Hingsen, Pity Party, Alderson, Dave Collide, 11.05.2019 in Stuttgart, Jugendhaus West - Bericht von Horace

Fuck Armageddon this is Hell Fest #2, 11.05.2019 in Stuttgart

Nachdem ich letztes Jahr das erste Hellfest urlaubsbedingt verpasst hatte, wollte ich mir dieses Schmankerl dieses Jahr nicht entgehen lassen. So sind DIY Festivals im "schönen" Stuttgart leider etwas rar gesät. Auch wenn man einen zunehmenden Trend über die letzten Jahre spürt.

Leider schaffte ich es familiär bedingt erst gegen Abend, im Juha einzutrudeln. Weshalb mir leider Pity Party, Alderson und Hingsen durch die Lappen gehen Ja sorry, so wars halt....

Fotos von Lars Bildgudt und Sascha Stütz
Das Hellfest in geprägt von familiärer Atmosphäre, feiern die local heroes Hell&Back an diesem Tag ihr 8jähriges Bestehen mit befreundeten Bands. Abgerundet wird dies mit einem schönen Rahmenprogramm rund ums Juha West. Neben einer Akustik-Session von Dave Collide im nahen Cheap Trash Records (auch sonst sehr empfehlenswert), gab es dieses Jahr für den motorisch begabten Punkrocker eine Yoga-Session zum Aufwärmen. Der ganze Spaß kostet dann auch nur 18 EUR und geht schon am frühen Nachmittag los.
Nicht fehlen durften auch die Pizzapunks aus Ravensburg. Ist saulecker und schafft die dringend benötigte Grundlage für alles was noch kommen soll. Wetter ist scheiße, weshalb sich alle Raucher schön unter dem Vordach einkuscheln.
Meine Begleiter lassen noch auf sich warten, weshalb ich mir die Zeit mit Biertrinken vertreibe.Hier der einzige Downer des Abends: Im Juha hat man nur die Wahl zwischen Kotz und Würg (Hofbräu und Wulle). Schweren Herzens entscheide ich mich für Heslacher Pisse und lasse mich vom Zauberer Martin Weber unterhalten.
Hat ein bisschen was von Punkrock Kindergeburtstag, ist aber sehr spaßig und kommt auch gut an. Außerdem werden Spenden für nen guten Zweck gesammelt und der gute ist auch noch den kompletten Abend unterwegs - Respekt.
So, schnell rüber, denn Beginnings haben schon angefangen. Für den Anfang genau richtig. Melodiöser Punkrock, der mich in ein paar Momenten sogar an die Killers erinnert. "Solitary" und "Now I know" sind direkt hängen geblieben. Leider ist der Sound im "großen" Raum vom Juha oft sehr mittelprächtig, wie auch heute. Gitarre und Gesang müssen zum Teil ganz schön leiden. 
Ist auch noch recht luftig, viele gammeln noch beim Merch draußen rum.
Dort gibts auch allerlei feines Zeug zu kaufen. Außerdem läuft auch noch eine Tombola, gegen Spende gibts vegane Muffins und ich stöber mal durch die Plattenkisten. Endlich trifft auch meine Verstärkung ein und ich muss nicht mehr alleine Bier trinken.
Nach nur einer Viertelstunde geht's im Keller schon mit Helmut Cool weiter. Der Raum hat die Größe eines Schuhkartons und es ist pickepacke voll. Allerdings bewegt sich so gut wie keiner. Schwaben-Gene in Verbindung mit zu niedrigem Pegel verhindern wohl ausufernde Tanzbewegungen - schade.Wenigstens ist der Sound hier deutlich besser als oben. 
Die Band hat sichtlich Spaß, Ex-Basser Bernd darf für ein Lied auf die Bühne und ein paar neue Songs werden auch gespielt, die sich nahtlos ans bekannte Material anschließen. Besonders gut hat mir das Lied über das beschissene Kiss-Konzert gefallen. Chris der Berg ist halt auch ein Entertainer.
Die 15min Pausen gestalten sich geradezu stressig. Pissen gehen, neues Bier holen und sich nen Muffin reinstopfen geht gerade so. Oben starten gerade die Arterials. Die Hose vom Sänger macht schon klar, dass jetzt Bewegung angesagt ist. Tolle Mucke zum Rumhüpfen, was zumindest auf der Bühne auch schön zelebriert wird

Live auf jeden Fall einen Zacken härter als Platte. Gefällt mir gut und erinnert mich stark an Leatherface. Gibt schlechtere Bands, mit denen man verglichen werden kann. Der Spaß ist  leider nach ner halben Stunde auch schon wieder vorbei..
Denn langsam wirds Zeit für die Gastgeber und jetzt ist es endlich mal richtig voll und die Stimmung erwartungsgemäß gut. Hell & Back lassen sich auch nicht lumpen und legen zackig los. Die Stimmung ist klasse, jeder der Anwesenden sichtlich gut gelaunt. Das ganze Festival zeichnet sich eh durch die Abwesenheit von irgendwelchen Posern und Deppen aus - sehr angenehm!
Sänger Vuki bedankt sich zwischendurch bei allen Bands und Helfern, Chris der Berg steht irgendwann auch am Mikro und ein Turn Away Cover mit Original-Sänger wird auch noch geliefert. Dann gibts zum Schluss noch "True Believers" und ich bin selig. Hätte für mich ewig so weitergehen können. Ich warte immer noch auf mein erstes schlechtes Hell & Back Konzert.
Was zur Hölle hat man Überyou heute ins Bier gekippt? Die Schweizer fangen die euphorische Stimmung perfekt auf und werden sofort gefeiert. Was nun folgt, ist der totale Abriss, wahrscheinlich hat das Stuttgarter Publikum deshalb bis zum Auftritt von Hell & Back seine Reserven geschont. Band und Crowd stacheln sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Zum Schluss feuern die Wahnsinnigen auch noch "Don't stop believing" ab und alle drehen druch.
Ein äußerst gelungener Abschluss und einer der schönsten Auftritte die ich in letzter Zeit sehen durfte. 
Zum Schluss erholen wir uns noch im Bar-Raum bei schöner 80er Rausschmeiß-Musik.

Ein toller Abend, der auch seine Spuren hinterlassen hat. Der einzige kleine Minuspunkt (neben dem Bier!) waren die kurzen Pausen zwischen den Bands und die etwas knappe Spielzeit ebenjener. Ich denke aber, dass das auch den Schließzeiten vom Juha und der Menge an Bands geschuldet ist. Ich verpasse gepflegt meine U-Bahn und torkel dann zur nächsten S-Bahn Station.

Hellfest, see you next year!

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Horace
(Horace)
15.05.2019 15:17
Kleiner Nachtrag: Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut und im Vorfeld köstliches "Hopfenwunder" angekarrt. Leider war dieses aus genannten Gründen schon weggesoffen als der Autor eintraf.
Arterials "klangen härter" als auf Platte, da sie ein Kid Dynamite Cover-Set gespielt haben. Fragt nicht, warum mir das nicht aufgefallen ist, öhöm...

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