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Wrackspurts, Kackschlacht, 24.05.2019 in Göttingen, T-Keller - Bericht von der Redaktion

Wrackspurts, Kackschlacht, 24.05.2019 in Göttingen

In einer Auflistung von Strukturmerkmalen des Phänomen Punk findet sich auch das Schlagwort "Reisefreudigkeit". "Zwingend notwendig", heißt es dort. Noch deutlicher kann der Imperativ an diesem Nachmittag, nach Göttingen zum 55 Jahre T-Keller Festival zu fahren, nicht sein. Und die Zustimmung hatte ich ja bereits vor einer Woche im Halbschlaf gegeben...
Meine Reisegruppe heißt heute Coco und Hermie. Das oben sind bloß die Orks von Schimmel, die als Symbolbild dienen. Um die Fahrtzeit von E nach Gö zu verkürzen schlage ich mich durch die harten Anmeldebedingungen von Bierschinken.
Das Wetter ist schön, die Tischdecken passen zur Jahreszeit. Ich behalte zwar im Hinterkopf, dass ich heute einen Bierschinken-Bericht schreibe und keine Instagram-Story anfertige - fotografiere aber trotzdem erstmal meinen Cappucino.
Ah, schon besser - Bier im Fokus. Dann kann es ja losgehen: "Das Wetter ist schön" hatten wir schon. Draußen gibt es einen gemütlichen Biergarten, Essen und Getränke - mensch trinkt Premium in Göttingen, und es gibt gleich verschiedene Ausführungen des Flaschen-Etiketts die alle den Anlass "55 Jahre T-Keller" präsentieren. Glückwunsch an dieser Stelle! Und Wrackspurts stehen im Stau. Langsame zwei Stunden vergehen, in denen ich mir schonmal ein Bild von der Location machen kann. Der Raum, in dem heute die Massen zum festlichen Tanze geladen sind, ist eigentlich ein Kino - heute aber unbestuhlt! Noch läuft hier diese Form von Jazz, die allgemein als "Fahrstuhlmusik" bezeichnet wird. Dem Punkrockisten dürfte es schwer fallen, sich hier zurecht zu finden...
Da Kackschlacht schon vollzählig sind, wird die Timeline fix geändert, und schon ab 20.15 dürfen sich Gäste mit Kackschlacht an beliebten Punkmotiven (scheiss arbeit, scheiss bullen, geil dosenbier) im Filmkunst-Theatersaal abarbeiten. Die kollektive Scham während der Zeilen "Das ist mir alles zu sauber hier, ey, verkipp' doch mal dein Dosenbier" war deutlich spürbar. Aber...
Kackschlacht wären nicht die Band, die sie sind, wenn sie nicht auch mit dieser Situation umzugehen wüssten. Richtige Animateure eben! Das Publikum kommt sogar der Aufforderung, eine Scorpions-Pyramide zu machen, nach. Und brüllte ich nicht gerade mit geschlossenen Augen irgendwas gegen Arbeit mit, könnte ich auch von Pogo-Tänzen im Saal berichten.
Die laue Nacht lädt dazu ein, vor dem Haus die Zeit zu verbringen und mit Coco die drölfte Flasche Sekt zu öffnen. Mittlerweile ist es auch ziemlich voll geworden und ich habe inzwischen auch einmal einen Blick in den T-Keller, wo normalerweise abgerissen wird, geworfen. Für das Publikum wirklich vielleicht etwas klein.
Wrackspurts sind inzwischen angekommen, ich eile diesmal leicht verspätet in den Saal. Und da mich DIE musikjournalistische Phrase des 21. Jahrhundert "klingt wie" völligst abturnt sage ich nur, dass es sich hier um Grunge-Schnulzen handelt - Und um eine der wenigen Bands, die mich dazu veranlasst, noch während des Auftritts Empfehlungen an meine Freund*innen per SMS zu versenden - bevor ich es vergesse...
Zwei Bands = potenzierte Bierlängen. So kommt es auch, dass ich mich in der dunkelsten Ecke des Biergartens verquatsche und wieder mal(!) die Kaput Krauts verpasse. Aber die Band nimmt dies als Anlass, weiter zu machen - damit es mir eines Tages doch noch gelingt. Also, harte Fangemeinde: Mir sei zu danken! Der Rest des Abends verläuft normal daneben - Ihr wisst ja wie das geht...

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