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No More Idols, Angerboys, Trashgeflüster, 29.08.2019 in Recklinghausen, AKZ Proberaum - Bericht von der Redaktion

No More Idols, 29.08.2019 in Recklinghausen

Zwen: Es ist Ende August und der Sommer gibt noch mal alles. Bei gefühlt 50 Grad hocke ich in meiner stickigen Dachkammer und zerlaufe so langsam zu einem klebrigen Brei. Via soziales Netzwerk werde ich auf eine Veranstaltung im Proberaum Recklinghausen aufmerksam. Ein bisschen Abkühlung könnte ich jetzt echt gut vertragen. Außerdem wollte ich mich heute eh noch etwas bewegen und was bietet sich da mehr an, als einfach den Drahtesel zu satteln und mal eben 25 Kilometer bis zum Konzert zu fahren?
Mandela: Natürlich sehr schlau gewählt, das Konzert nicht im Wageni, sondern im Proberaum Recklinghausen zu veranstalten. Das Wageni hat natürlich trotzdem auf und somit hat sich das ganze Punkerpunk in zwei Fronten aufgeteilt. Die Bequemen, die in Bochum geblieben sind und die Konzertfanatiker, die den weiten Weg nach Recklinghausen Süd auf sich nehmen.
Zwen: Langsam kühlt es sich sogar etwas ab und so radel ich in einen perfekten Sonnenuntergang. Das Leben könnte echt schlechter sein.
Mandela: Ich weiß nicht, ob es an der guten Herner Luft liegt, aber ein guter Kollege von mir kriegt bereits auf dem Weg, beim Zwischenhalt in Herne, absolute Gleichgewichtsstörungen und Schwindelanfälle
Zwen: Ich komme also am Proberaum an und lasse erstmal ein kühles Hansa Pils in meinen Hals fließen. TRASHGEFLÜSTER beschließen, dass sie jetzt anfangen möchten. Bin ich also genau richtig gekommen. Zunächst muss aber noch kurz der Sound geprüft werden und ggf. etwas nachjustiert werden. Kai ist heute jedenfalls wieder in Hochform.
Mandela: Ich habe früher immer gedacht, Trashgeflüster und die Trashkings wären ein und die selbe Band. Und das obwohl wir mit beiden bereits mehrfach zusammengespielt habe. Und auch wenn die Trashkings jetzt von den Geflüsterboys in Fluorwasserstoffsäure aufgelöst wurden, um endlich nicht mehr verwechselt zu werden, habe ich irgendwie kein einziges Gesicht wieder erkannt. Scheint auch stark zu routieren bei den Jungs, oder sie waren einfach mal wieder beim Friseur.
Zwen: Kai ist heute jedenfalls wieder in Hochform: "Wir haben uns heute versammelt um ein bisschen gegeneinander Musik zu machen.". Außerdem erklärt er uns noch, dass er in der Bahn immer Selbstgespräche führt, ihm aber ständig die Themen ausgingen und er deswegen meist nur "psst! psst! psst!" sagt. Des Weiteren sollten wir unsere Freunde, sobald die nicht mehr klarkommen und von Reptiloiden faseln, zu Trashgeflüster schicken. Diese und viele weitere Lebensweisheiten des großen Mannes werden uns zuteil. Dazu gibt es rotzigen Deutschpunk mit HipHop-Einlagen.
Mandela: Pssst ist auch eine super Band, deren Gesichter ich mir nie merken kann. Ich glaube das nennt man Alzheimer!
Zwen: Ansonsten wird heute gegen so ziemlich alles gekämpft gegen was man auf einer Bühne so kämpfen kann. Nicht nur, dass die Mikros in einer Tour übersteuern, auch macht der Ständer nicht so ganz das was Kai möchte und dann fällt auch noch ein Bier herunter. Zum Glück wird dieses aber wieder aufgefangen, ohne dass Flasche oder Inhalt schaden nehmen. Glück für die Hunde.
Mandela: Ich finde das gehört einfach zum Konzert im Proberaum dazu. Hast du jemals eins Konzert im besagten Proberaum Recklinghausen erlebt, ohne übersteuertes Mikro, Biersuppe und stinkenden Punkerhippys?
Zwen: Du hast den besoffenen Mischer vergessen, der immer auf die Bühne geht und mitgrölt!
Zwen: Heimlicher Star des Abends ist allerdings dieser Hocker. Klar, wenn man in der ersten Reihe steht, sieht man eben einfach nichts.
Mandela: Sehr hilfreich und äußerst unikat!
Zwen: Die Running Order des heutigen Abends. Leider hinken wir mal wieder ziemlich hinterher.
Mandela: Wir mussten auch sehr improvisieren, da Fabi, Johannes & Neigel leider nicht anwesend waren. Scheißegal!
Zwen: Als nächstes dann die ANGERBOYS. Eine noch relativ neue Combo um alte Bekannte. Haben wohl sogar schon mal im Rattenloch gespielt. Das habe ich aber leider nicht mitbekommen. Immerhin erhalte ich ja heute die Chance, mir die Gruppe zu Ohr zu führen.
Mandela: Die Truppe durfte ich tatsächlich bereits in der Pelmke in Hagen und an selber Ort und Stelle genießen. Was die Städteauswahl betrifft, ist definitiv noch Luft nach oben.
Zwen: Jedenfalls ein Auftritt, der es in sich hat. High-Pitched Gekeife am Gesang, Gesichtskirmes an der Gitarre, ballernde Drums und elegantes Gezupfe am Bass.
Mandela: Die Gesichtskirmes hast du mir vorweggenommen, aber dem kann ich mich nur getrost anschließen. Saugeile Show. Und Benny drückt sich konsequent davor, den Backgroudgesang mit zu pflegen. Das Mikro steht wohl nur aus dekorationstechnischen Gründen am Bass. Die Folge; das eine oder andere Stimmband droht zu reißen, aber scheißegal es wird das ganze Konzert durchgepowert!
Zwen: Hits spielen könne sie auch: Von "Paradise City" bis "Cut Your Throats (take me home)" bekommen wir alles, was wir brauchen. Letzteres sogar zwei Mal. 
Mandela: Immerhin einen deutlichen Schritt weiter als die Steckbeckenzecken. Auch wenn die Axel Rose freie Version doch etwas von der alten abweicht.
Mandela: Unsere guten Proberaumnachbarn. Hurper dachte erst, das wäre die neue Band von Janine (Bicahunas) und ich muss sagen, gewisse Ähnlichkeiten sind vorhanden, auch wenn die Truppe deutlich mehr powert und dafür die melodische Komponente etwas vernachlässigt, aber dat is halt Punk oder so. 
Zwen: Soundtechnisch finde ich es eigentlich auch ziemlich fett, nur der überkritische Kai ist mal wieder nicht komplett begeistert und klettert auf die Mischer-Kanzel. Immerhin hat er dort wohl nichts kaputt gemacht.
Mandela: Und natürlich habe ich das einzige Lied, deren Titel ich mir merken konnte "Make Fascist Afraid Again" an richtiger Stelle erraten können und trotzdem hab ich nicht gewonnen "heul", aber ich glaube wir können uns noch auf ein paar sehr schöne Momente mit der Truppe freuen.
Mandela: So und der kaum zu erkennende Headlinder des Abends NO MORE IDOLS frisch aus Kroatien.
Zwen: Für mich auch zu Beginn das nachhaltigste Argument für mein heutiges Erscheinen. Exotenbonus halt. Aber vom Reinhören hat es mir auch gefallen. Halt so Singalong/Streetpunk. Nichts besonderes, aber kann man sich immer gut geben.
Mandela: Ich habe zugegebener Maßen erst gar nicht erkannt, dass es auf den Flyer 3 Bands sind. Es sah auf den ersten Blick danach aus, dass die Veranstaltung den Namen "No More Idols" trägt.
Mandela: Dennoch eine geile Show. Leider schade, dass heute nicht so viel los ist. An der Band lag es auf jeden Fall nicht. Der Stimmung tut das jedoch nichts zu leide, da wir beschließen, einfach zu 5. den Laden auseinander zu nehmen.
Zwen: Ich fand es auch gut, was der Band an Eigenständigkeit fehlt, wird mehr als ausreichend durch Eingängigkeit ausgeglichen.
Mandela: Da Fabi es vercheckt hat anzureisen, durfte ich noch schöne Grüße an den Sänger bestellen, da diese wohl mit SS-Kaliert mal in Zagreb gespielt haben. Schön wäre, wenn die Truppe mal in Bochum oder Essen auftreten würde. Egal, auf jeden Fall direkt mit gebrochenem Englisch ein paar Freundschaften geschlossen. Es sei denn ich habe es einfach nur nicht verstanden, was die Jungs genau von mir wollten.
Zwen: Jaja, die Sprachbarriere. Als die Band auf ihren Merch aufmerksam macht, springt eine Besucherin auf die Bühne und entreißt dem Basser das angepriesene Shirt, zieht es über und reckt begeistert den Daumen nach oben, worauf dieser nach einige Zeit sagt: "I think there was a misunderstanding. You still need to pay for it." Antwort: "Jaja, passt super, danke!"
Mandela: Spontan springt sogar der Soundmann ein, um die Stimmung weiter anzuheizen.
Zwen: Das war, nachdem No More Idols eigentlich fertig waren, Matze auch schon auf dem Heimweg ist und der Bassist der Truppe sich entschließt, uns sein Solo-Projekt vorzustellen. Aufgrund des nun wirklich endgültig völlig eskalierenden Sounds, der einem wie eine Wand die Nase ins Gesicht drückt, verziehe ich mich aber nach draußen. Das ist echt nicht auszuhalten und das unrhythmische Gegrunze des Mischers macht es nicht gerade besser.
Zwen: Stattdessen entschließe auch ich, mich wieder auf den Rückweg zu machen und muss auf dieser Reise noch die Lektion lernen, dass man im dunklen und mit ein paar Bier intus lieber nicht durch eine Baustelle brettern sollte.

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Zwen
(Zwen)
02.09.2019 14:34
*Bassistin

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