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This is Flingern not LA Tag 1: Kaput Krauts, Die Dorks, Input Kinks, Harries '89, Fucking Virgins, 06.09.2019 in Düsseldorf, AK47 - Bericht von der Redaktion

This is Flingern not LA Tag 1, 06.09.2019 in Düsseldorf

Fö: Endlich mal wieder Kaput Krauts gucken! Dafür fährt man doch gerne nach Düsseldorf. Also, sonst natürlich auch, aber heute eben wegen Livemusik. Flingern-Fest, Ausgabe 21(!!), dat is schon ne Hausnummer.
Zwen: Wuhu, Kaput Krauts, auch schon länger nicht gesehen! Außerdem spielen noch Die Dorks. Die spielen zwar am nächsten Wochenende auch bei mir beim Bunt Statt Braun, aber geschenkt! Also geht es mit der bestechlichen Schlager-Reise-Gruppe auf in Richtung Rheinland. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof dann Diskussionen ob wir laufen oder mit der Bahn fahren sollen. Da wir wie die Lemminge hinter den Fußfaulen herlaufen, läuft es auf U-Bahn hinaus. Immerhin geht's schnell und schmerzlos.
Fö: Der pünktliche Beginn um 20 Uhr wird nicht ganz eingehalten, aber damit hat auch eigentlich niemand gerechnet. Und auch nur aufmerksame Facebook-Stalker haben damit gerechnet, dass DIE DORKS, oder, wie ihre Fans sie nennen, DIE ORKS, den Opener machen. Ist es doch eine von gerade mal zwei Bands die ich heute kenne, und allzu unbekannt sind sie ja auch nicht.
Zwen: Da ich vorher noch auf einer Fortbildung war und bereits jetzt einigermaßen müde bin, hatte ich auf einen pünktlichen Beginn und vor allem auf ein pünktliches Ende gehofft. Schließlich sollen ja heute ganze fünf Bands spielen und Kaput Krauts spielen selbstverständlich ganz zum Schluss, weshalb ein vorzeitiger Rückzug sicherlich schwer fallen dürfte.
Fö: Wegen diverser sozialer Aktivitäten gehen wir trotzdem erst zu den letzten paar Songs rein. Anscheinend haben sie nen neuen Gitarristen, sind ansonsten engagiert wie immer, und man muss einfach anerkennen, dass sie so ihre Hits haben, wie "System der Schande" oder "Dreckige Saat". Warum man als Opener unbedingt Zugaben spielen muss verstehe ich nicht, und auch das Motörhead-Cover hätte ich nicht gebraucht, aber anscheinend ist das so drin. War vielleicht nur, um zu zeigen, dass sie nicht nur Punk sondern auch Metal können? Aber das hat doch eigentlich dieses ganze Gitarrengewichse schon gezeigt. Naja.
Zwen: Mir gefällt das, ich kenne auch ansonsten nicht viele Deutschpunk-Bands, die so intensiv an den Klampfen herumwichsen. Leider fand ich, dass der Sound dem Ganzen nicht so ganz gerecht wurde. Immerhin wurde das aber im Laufe des Abends besser.
Zwen: Das mit den Zugaben war so eine Sache, vor allem wenn man eh schon zwei Stunden (zu diesem Zeitpunkt ist es gerade mal eine gute Stunde) hinter dem Zeitplan herhinkt und dann noch so Sperenzchen bringt wie "wir haben noch zwei" und dann einfach noch vier Songs spielt. Ich vermute, dass sich heute jede Band als Headliner gesehen hat, unabhängig von der Position im Timetable.
Fö: Nächste Band: HARRIES '89. Noch nie von gehört, dabei gibt es sie bereits seit, man höre und staune, 1989. Kommen aus den Niederlanden und haben einen Düsseldorfer für die Gitarre akquiriert: Volker (Schwarze Schafe/Vageenas) darf mit in die Saiten dreschen.
Zwen: Vor dem AK wird in der Umbaupause gescherzt, dass sich hinter Harries '89 vermutlich die Schwarzen Schafe verbergen. Naja, fast! 
Fö: Zu hören gibt es ziemlich coolen Midtempo-Punkrock mit UK-Punk-Einflüssen, gut gelaunt vorgetragen und durchaus eingängig. Stark! Hatte bei dem Namen eher so Altherren-Krückstock-Rock erwartet, aber das hatte wirklich was.
Im Vorfeld haben wir übrigens auch noch Witze gemacht, ob die vielleicht auch noch auf die Idee kommen, Motörhead zu covern. Und sie tun es tatsächlich! Also, zumindest angespielt/zitiert wurde "Ace of Spades". Sind wir hier auf nem Lemmy-Tributabend gelandet?
Zwen: Klar, oder Kabl und ich durften die Setlist schreiben.
Zwen: Immerhin bringen die Harries zuvor ihre Mikrofone in die einzig legitime Position für ein Motörhead-Cover. 
Fö: Danach FUCKING VIRGINS. Was könnte sich unter diesem Namen anderes verstecken als alte weiße Männer! Auch ne Band, die ich zuvor nicht kannte, auch aus den Niederlanden und auch schon seit ungefähr 30 Jahren aktiv. Manche Sachen gehen eben einfach an einem vorbei. Und schlecht war auch diese Band nun wirklich nicht.
Zwen: Wie ein alter weißer Mann lasse ich mich auf die Treppe, die nirgendwohin führt, fallen und schlafe fast sofort ein. 
Fö: Überraschenderweise gibt es Punkrock zu hören, etwas stärkere Hardcore-Kante und dadurch auch nicht ganz so eingängig wie die vorherige Band, aber trotzdem nett. Dezent genervt bin ich höchstens vom etwas zu selbstfixierten Publikum, da stellen sich einige Gestalten nun wirklich gerne zur Schau. Ich glaube ja immer noch, dass in Düsseldorf irgendwas im Trinkwasser ist, das Egomanie fördert. Aber egal.
Zwen: Im Gatz scheinen heute jedenfalls Schlaftabletten zu sein *gäähn*. Somit versuche ich auch die Gruppe zu überreden JETZT den Absprung zu finden. Klappt tatsächlich! Am Bahnhof in Düsseldorf gibt es dann noch eine Pizza (1. Tageshighlight), serviert von einer irre netten Verkäuferin (2. Tageshighlight) und dann wird im RE weitergeschlummert.
Fö: Nach langem Überlegen komme ich zum Entschluss, mit halb zugefallenen Augen hierzubleiben. Als nächstes sollten eigentlich auch endlich die Kaput Krauts spielen, aber naja, als nächstes sollte es ja auch eigentlich erst 23 Uhr sein. Naja, stattdessen ist es kurz vor 1 und die Krauts haben den Slot getauscht mit den INPUT KINKS. Ächz, noch länger warten. Nun, denn mal gucken was die so können. Kannte ich nämlich auch nicht.
Fö: Hier bin ich dann doch etwas überrascht, was wir da serviert bekommen. Ist eher so die 90er Crossover-Alternative-Richtung. H-Blockx in gut, meint der Captain später. Ja doch, kommt hin. Kommen wohl aus Düsseldorf und gibt es vermutlich auch schon länger.
Fö: Als ich das letzte Mal beim Flingern-Fest war, hatte ich ein ähnliches Erlebnis mit Small But Angry, und hier sind nicht nur musikalisch einige Parallelen nicht von der Hand zu weisen. Bis hin zum Gastauftritt vom Sänger der eben erwähnten Band.
Fö: Der eigentliche Sänger wagt indes aber auch mal den Gang ins Publikum und durch die schwingenden Leiber. Besser fand ich aber seinen Move am Ende des Konzertes: Schulterte einfach den Rucksack und ging raus.
Fö: Phasenweise hab ich mich ja im Verlaufe des Abends öfter mal über meine Entscheidung geärgert, nicht den frühen Zug genommen zu haben und doch noch bis zu Kaput Krauts zu warten. Aber hey, es war doch klar, dass ich nichts bereuen werde. Also, KAPUT KRAUTS! Mittlerweile ist es kurz vor 2 und meine Hoffnung, heute Nacht doch noch etwas Schlaf zu bekommen, längst vergraben.
Fö: Die Kaput Krauts habe ich übrigens erstmalig gesehen vor dreizehneinhalb Jahren an genau dieser Stelle. Stark! Und noch immer sind sie frisch und munter wie eh und je. Gerüchteweise arbeiten sie ja auch an einer neuen Platte, die eventuell schon nächstes Jahr erscheinen könnte, wenn sie denn aufgenommen wird. Geil! Dat sind doch mal frohe Botschaften.
Fö: Ansonsten, ja, wat soll ich noch groß schreiben, ihr wisst ja hoffentlich alle wie großartig diese Band ist. Dementsprechend werden auch nur Hits gespielt und alle feiern artig, am Ende können nochmal alle so richtig dancen. Das war sehr schön!
Fö: Abschlussfoto: 3/4 Knüppelrosi beim Betriebsausflug. Nix wie weg!

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