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Todeskommando Atomsturm, Malatesta, 01.11.2019 in Köln, Limes - Bericht von der Redaktion

Todeskommando Atomsturm, 01.11.2019 in Köln

Fö: Ausflug nach Köln! Das Todeskommando Atomsturm spielt die letzte Tour (letzte Tour des Jahres hoffe ich doch mal, Freunde!) und Köln ist ja eh ungefähr nicht ganz so weit weg. Warum tun wir uns das eigentlich an, für anderthalb Stunden Konzertspaß die doppelte Zeitmenge für An- und Abfahrt zu verschwenden? Die Frage tauchte irgendwann im Laufe der Zugfahrt auf. Aber eigentlich finde ich die Frage ziemlich überflüssig, denn das hieße ja, dass es "gute Zeit" und "schlechte Zeit" gäbe und diese sich gegenseitig aufheben können. Damit will ich übrigens nicht auf diese Daily Soap anspielen, gibt's die eigentlich noch? Egal. Genauso wenig wie besagte Daily Soap eine mathematische Studie ist, lässt sich das Freizeitverhalten des Menschen auf eine algebraische Formel bringen. Funktioniert einfach nicht. Jetzt gerade, aktuell, indem ich diesen Bericht schreibe, verschwende ich ja auch ca. 35 Minuten "schlechte Zeit" (weil: ist Arbeit) dafür, dass du, liebe*r Leser*in, 3 Minuten "gute Zeit" - ...oder, hm, da will ich dich natürlich nicht bevormunden, wer weiß ob diese 3 Minuten wirklich "gut" sind. Genauso wenig wie 80 Minuten Zufahrt "schlecht" sind. Summa Summarum: Konzerte vom Todeskommando Atomsturm sind eh mit Grundschulmathematik nicht zu erfassen.
Thomas: Ich habe am Tag schon angefangen zu kränkeln, aber Karten waren ja schon gekauft! Der Limes ist halt einfach nicht so groß und es war zu erwarten, dass das Konzert ausverkauft wird. Umso schöner, dass die lange Zugfahrt stilecht mit 20 Minuten Verspätung anfängt. Wir können uns auf jeden Fall die Zeit gut mit Philosophieren übers Bahnfahren und Konzertausgehverhalten vertreiben.
Fö: 2 Bands, ergo ergibt sich: Eine fängt an. Dass es sich dabei um TODESKOMMANDO ATOMSTURM handelt, ist etwas überraschend, aber irgendwie auch fair, schließlich gibt es beide Bands schon gleich lange, außerdem muss sich Malatesta-Sängerin Franzi noch etwas ausruhen.
Thomas: Ich bin ja nur wegen Todeskommando hingefahren, die andere Band kannte ich gar nicht. So war zumindest die Option da, abzuhauen, falls die zweite Band scheiße ist.
Fö: Also, volle Kanne Todeskommando! Das Limes gut gefüllt (ausverkauft, glaube ich) und in Feierlaune, die Band auch gut aufgelegt, läuft doch!
Thomas: Jau war ausverkauft. Auf meine Anfrage, 5 Karten zu reservieren, hatte das Limes mit 5 Tagen Verspätung geantwortet (inzwischen hatte Maks schon welche besorgt), die wurden wieder freigegeben und so gab es 5 Karten an der Abendkasse.
Fö: Konzert soweit cool, gutes Set. Viele Lieder vom aktuellen Album "Hunger der Hyänen", mehr ältere hätte ich auch ganz gut gefunden. Aber mit "Heul doch Roboter" immerhin was ganz altes. Da war auch ein Lied, das mir gar nix sagte, was war das denn?
Thomas: Der Limes ist vollgestopft mit Menschen und das nasskalte Wetter draußen vergessen. Ich stehe etwas weiter hinten, was sich als Fehler herausstellt, da dort im Limes nicht nur der Sound schlechter ist - ich sehe auch einfach nicht so viel.
Fö: Insgesamt schönes Konzert, aber mir irgendwie auch zu "gewöhnlich", vielleicht doch zu oft gesehen oder bin ich einfach nur kaputt heute? Nuja.
Thomas: Die Band war echt gut drauf. Viel Bewegung und Einsatz auf der Bühne. Es rumpelt wunderschön. Es gibt ihn also doch noch, den guten Deutschpunk. So richtig mitreißen tut es mich heute aber auch nicht. Vielleicht stehe ich einfach nicht nah genug an der Bühne.
Fö: Zugabe: Lea wechselt an den Bass und Pölle an den Gesang, was soll das nur werden? Gespielt wird dieser eine Hit von Schleimkeim, das einzige Lied das ich von denen kenne. Ein Glück dass Bands immer nur das covern, sonst würd ich's gar nicht erkennen.
Thomas: Wat is mit "Schläger bedrohen unser Leben". Kennse nicht?
Fö: Ach stimmt! Aber auch nur als Coversong, "Jäger bedrohen unser Leben" von Schleim (ohne Keim).
Fö: Anschließend MALATESTA! Den Beginn verpassen wir beim Luft schnappen vor der Türe, also denn mal rein. Kommen ebenfalls aus München, musikalisch aber in etwas anderen Sparten unterwegs, nämlich mehr so düsteres Hardcore-Crust-Gepolter. Musik also, für die ich allein zuhause selten Böcke habe, mir live aber immer gut geben kann.
Thomas: Ja, beim draußen Rumstehen den Anfang verpasst. Gut, dass heute nur eine Crust-Band spielt. Ich kann mir das immer nur portionsweise anhören, danach werde ich schnell gelangweilt.
Fö: Seit einiger Zeit mit Franzi am Mikrofon, die vorgibt, heute ein wenig angeschlagen zu sein, was sich aber im Gesang nicht wirklich erkennbar macht. Texte auf deutsch, verstehen tu ich trotzdem nix, lässt sich aber auf Bandcamp nachlesen (und -hören).
Thomas: Von der Angeschlagenheit höre ich nix, aber immerhin höre ich jetzt alles besser, denn ich habe mich jetzt fast direkt vor die Bühne gestellt. Die Inhalte der Texte verstehe ich aber ebensowenig.
Fö: Kommt auf jeden Fall ganz gut, Futter für die Schwarze-Kapuzenpulli-Kopfnicker-Bande. Gab eine etwas längere Ansage über, hm, wie fass ich das zusammen, zum Thema Frauen in der Punk- und Hardcore-Szene und Identifikationspotenzial Schrägstrich Rolemodels, wichtiges Thema also, nicht nur jetzt und heute.
Thomas: Kopfnickend kann ich da zustimmen. Die poltern richtig gut und Melodien sind auch noch dabei. Das Organ der Sängerin hat auch Abwechslung zu bieten, so dass nicht nur in einer Tonlage durchgeschrien wird. Gefällt mir echt gut. Die Ansagen sind ehrlich und passen zu dem Rest. Und wichtig sowieso. Malatesta überzeugen mich heute Abend sofort!
Fö: Anschließend machen wir uns schon alsbald auf den Weg zum Bahnhof, um weitere spaßige gute 80 Minuten Zugfahrt über uns ergehen zu lassen. Leider sind wir ziemlich dumm, verlaufen uns in Köln-Mülheim und müssen schließlich einen Zug später nehmen. Schlechte Zeit war das trotzdem nicht!
Thomas: Irgendwie war es doch nicht nur "einfach geradeaus gehen". Aber glücklicherweise sind wir ja in Köln, wo nachts an jeder Ecke ne vegane Falafelbude und n Kiosk auf hat. So konnten wir uns die Zeit wenigstens noch gut vertreiben. Die Rückfahrt war so schön exemplarisch für Freitag nachts. Neben uns ein Typ, der die ganze Zeit kotzen muss und sein Kumpel, der nach nem Beutel fragt. Wir schwadronieren über die Sinnhaftigkeit des Abends und spätestens ab Essen Hbf schlafe ich ein, um von Fö in Dortmund geweckt zu werden.

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