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Healer of Bastards, Batwölf, Rauz, 17.01.2020 in Schwerte, Rattenloch - Bericht von der Redaktion

Healer of Bastards, 17.01.2020 in Schwerte

Zwen: Jedes Jahr dieselbe Scheiße! Wir haben ein neues Jahr und diesmal sogar ein neues Jahrzehnt und gefühlt alle Konzertveranstalter*innen kommen nicht ausse Puschen! Andererseits kann es mir dieses Jahr auch eigentlich egal sein, da ich die erste Zeit von diesem noch in einer mir deutlich zuträglicheren Klimazone verbringe. Als ich dann wieder hier im Ruhrgebiet bin, hat sich die Situation scheinbar auch schon wieder normalisiert und mein erster Konzertgang führt mich mal wieder ins beschauliche Schwerte. Hach, das Rattenloch. Bier für einen schmalen Euro und dazu dumme Gespräche. Läuft.
Peter: Für mich soll es heute auch mein Konzert-Debüt des neuen Jahres, sowie der neuen Dekade werden. Relativ unpünktlich breche ich nach einem bisher anstrengenden Tag mit Herrn Krassberg und Fr. Hirschberger nach Schwerte auf. Dort angekommen, erwarten uns schon einige Leute, die ich bereits ein paar Wochen nicht gesehen habe, somit werden erstmal alle brandheißen News ausgetauscht. Dabei erfahren wir auch, dass noch dringend Zuschauer benötigt werden. Der Herr Lawigator, seines Zeichens Veranstalter, hat es mal wieder etwas mit dem Underground-Konzept übertrieben und nun ist noch ein bisschen viel Platz im Schwimmbecken, sodass auch noch etwas mit dem Beginn des Konzertes gewartet wird.
Zwen: Doch, was ist das?! Nicht nur dieser Schnapper hier ist neu, auch haben wir seit neuestem Friseurstühle (kein Scheiß!) vor dem Tresen stehen. So kann sich jeder wahlweise mit einer Hopfenschorle in der Hand wie Captain Picard oder Janeway fühlen. Abflug!
Peter: Ich für meinen Fall schlüpfe sofort in die Rolle von General Ackbar, nachdem ich Platz genommen habe: "Es ist eine Falle!". Grandios!
Zwen: Den Auftakt machen heute RAUZ aus dem Bochumer Villa-Umfeld und spielen Deutschpunk. Direkt zu Beginn wird gegen so ziemlich alle Bands aus dem Ruhrgebiet ausgeteilt, weshalb mir die fünf sofort sympathisch sind. Ich habe es wohl noch nicht erwähnt, aber der Hauptgrund, dass ich heute im Rattenloch bin, ist, dass Die Lieben Löwen oder sonstige Bands mit "Löwen" im Namen heute nicht (!) spielen. 
Zwen: Musik ist halt Deutschpunk und kann mich somit auch nicht so wirklich fesseln. Meckern kann ich zwar auch nicht, aber das liegt wohl auch einfach daran, dass ich den Großteil des Auftritts am Tresen verbracht habe und mit Warp 8 durch die Weiten des Hans-Universums gedriftet bin.
fred: Jau, kannte RAUZ bis dato nicht, hab mir 10 min angeguckt, hätte mir ein wenig mehr Bums dahinter gewünscht, naja is ja kein Wunschkonzert, nech?! Bin dann mal RAUS.
Peter: Ich verbringe auch die meiste Zeit damit noch immer News und Tratsch auszutauschen und andererseits darauf zu warten, dass Zwen endlich den Sessel räumt und ich wieder General Ackbar sein darf!
Zwen: Auch die erste Hälfte von BATWÖLF verpasse ich aus den oben genannten Gründen. Zum Glück spielen die aber auch recht lange, sodass ich noch die Möglichkeit erhalte, im Anschluss zu meinem Trip nach Beteigeuze, mir ein differenziertes Urteil zu bilden. War nur Spaß! Natürlich hacke ich wie immer völlig unkoordiniert meine ganz persönlichen und 100% subjektiven Gedanken in die Tastatur und falls ich extrem motiviert bin, lese ich als das höchste der Gefühle nochmals drüber. Morgen oder so...
fred: Erste Hälfte angeguckt, war mir zu Rock'n'Roll lastig. Bin dann mal RAUS.
Zwen: Aber zurück zu Batwölf, die müssen wohl nach dem Auftritt noch eine Runde Boule, Poker, Bowling, Snooker oder so spielen. Sorry, ich weiß gerade nicht in welcher Sportart man diese merkwürdigen Hemden trägt. Passend zu den legeren Hemden gibt es dann auch die einzig passende Musik: Skatepunk'n'Roll, immer schön auf die Zwölf und richtig schnell nach vorn. Gitarrengeficke an ausgewählten Stellen natürlich inklusive.
fred: Die zweite Hälfte fand ich ganz geil, ein wenig schneller, Kopf nickt.
Peter: Ey, das mit den Hemden wollte ich schreiben. sieht halt original nach Kegelclub on tour aus. Ich hasse einfach diesen Einheits-Look bei Bands!
Peter: Ich weiß nicht, ob ich mir das einfach nur einbilde, oder es am Sound liegt, aber waren die Gitarren nicht leicht krustig, sodass man schon fast von Crust Punk'n'Roll sprechen könnte? An sich ist der Auftritt ganz ordentlich, mir in der Gesamtheit auf Dauer jedoch etwas zu eintönig! Weil wir heute ja schon so dermaßen mit Infos um uns werfen: Lawi meinte die Band sei das dritte oder vierte Mal im Rattenloch. Ich habe leider nur vergessen, ob er sagte, es sei genau jene Band gewesen, oder ob er von den Bandmitgliedern allgemein sprach, die mit verschiedenen Bands bereits mehrfach hier spielten. Ich könnte dies natürlich nun recherchieren, dies würde aber vollends gegen die Prinzipien dieser Seite verstoßen und anderseits bin ich heute viel zu faul dazu. Wer mehr Interesse hat informiere sich selbst hier:
https://batwolf.bandcamp.com/releases
Zwen: Beim letzten Song darf dann noch irgendwer anders an der Gitarre rumfrickeln und der Sänger macht sich auf seine Reise durch den Pool. Dies zwar nicht in einem der Friseurstühle, aber immerhin.
Zwen: Kommen wir also zur letzten Band: HEALER OF BASTARDS. Ich kann im Nachgang gar nicht mehr sagen, wie viele uneheliche Kinder beim heutigen Konzert waren (ausgehend von den Besucherzahlen insgesamt dürften es nicht so viele gewesen sein) und kann somit auch nichts über die heilenden Kräfte dieser Truppe sagen. Musikalisch können sie jedenfalls ganz schön ballern.
Zwen: Zu hören gibt es Hardcore-Punk, wie man ihn aus dem kalten England oder dem kalten Portland ziemlich gut kennt. Man denke hier nur an so Bands wie Defiance, Blatoidea oder Casual Nausea. Bei Healer Of Bastards fehlen vielleicht ein bisschen die Iros, ansonsten steht das Trio oben genannten Bands aber in nichts nach. Zum Glück, so fand ich nämlich noch die Alben ein bisschen belastend, da hier der Gesang überhaupt nicht gut rüberkommt. Live spielt das Wechselgebrülle zwischen Drummer und Gitarristen aber in einer komplett anderen Liga.
fred: Skatepunk der 90er, klingt ein wenig nach Lagwagon und Pennywise, geht gut nach vorne.
Peter: Ich schließe mich den anderen mal an. füge den Genres Hardcore-Punk und Skate-Punk aber noch ein bisschen Crust und Metal hinzu. Hört sich nach etwas viel Durcheinader an aber ich finde es für den Moment ganz geil. Das Tempo ist durchweg sehr hoch, hier und da gibt es einen kurzen Mosh oder Groove und die Gitarren brezeln ordentlich. Textlich zeigt man sich dabei durchweg gesellschaftskritisch und politisch.
Peter: Reinhören geht hier:
https://healerofbastards.bandcamp.com
Peter: Sehr fair wird auch der Bandmerch der Engländer vertickt, der mal wirklich die Bezeichnung "Schnäppchen" verdient hat. So viel Vertrauen, den Merch unbeaufsichtigt stehen zu lassen und dabei dazu aufzufordern , dass die Käufer ihre Kohle einfach in der bereit gestellten Box abwerfen sollen, finde ich bewundernswert, würde ich allerdings niemals aufbringen können.
Zwen: Eigentlich wollte ich ja den frühen Zug um 0:20 Uhr nehmen, damit ich im Anschluss keine Nachtbusfahrt mehr über mich ergehen lassen muss, dennoch schafft es der Abend, mich von einem längeren Bleiben zu überzeugen. So handeln wir im Anschluss an kurze diskriminierende Handlungen der Kontrolleurin mal eben alle wichtigen politischen Themen schnell und präzise ab. Nur die Frage nach dem nächsten Bier sollte (vielleicht für immer) im Dunkeln bleiben. 
Peter: Am Ende hab ich dann doch wieder viel zu viel getrunken und nehme einen Zug später als ich es mir vorgenommen habe. Der Fremdscham bei den unangenehmen Diskussionen voller Fettnäpfchen vom nach drei Bier allwissenden Herrn Krassberg geben mir dann den Rest. Beim Schuhe ausziehen vor der Wohnungstür drifte ich kurz gedanklich ab und schlafe dann im Sitzen ein. Memo an mich selbst: "Stell den verdammten Stuhl da weg!". Als ich aufwache sind 30 Minuten vergangen, das Licht im Flur ist mittlerweile ausgegangen und die Uhr zeigt 2:45 an. Ich bin zudem verwirrt, orientierungslos und mein Kopf brummt jetzt schon. Auweia, dass wird gleich ein ganz fieser Morgen.

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