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Currystübchen Betriebsausflug: Symmetry Lover, Abriss, Children of Boredom, Kalkavé, We laugh, 18.01.2020 in Dortmund, Rekorder - Bericht von der Redaktion

Currystübchen Betriebsausflug, 18.01.2020 in Dortmund

Zwock: Betriebsausflüge haben ja bekanntlich schon einigen Arbeitnehmer*Innen den Job gekostet. Auf der website www.karrierebibel.de liest Mensch: "Ob Firmenfeier oder Betriebsausflug – beide sind bei Unternehmen ebenso berühmt wie berüchtigt. Es ist gefährliches Terrain für Mitarbeiter, vermintes Gelände, auf dem zahllose Benimm-Fettnäpfchen und Karrierefallen lauern. Häufig liegt das an der pseudo-familiären Atmosphäre auf Betriebsfeiern, die manchen Mitarbeiter dazu verleitet, sämtliche Scheu und Scham fallen zu lassen." Ein dramatischer Abend steht also bevor, alles ist möglich-  also rein ins verminte Innere des Rekorders und sich erstmal in der pseudo-familiären Atmosphäre des stärksten Ladens der Stadt suhlen.
Fö: Will man als waschechter Punk überhaupt Karriere machen? Schließt sich das nicht aus?
Heute spielen 5 Dortmunder Bands im Rekorder, die restlichen 3 im Nordpol. So ausgelastet war die hiesige Musikszene noch nie!
fred: Gestern Rattenloch in Schwerte, heute Rekorder, kann man mal machen.
Zwock: Haha - und letztens bei Rewe an der Kasse meintest du noch, dass du erstmal kürzer treten willst! :)
fred: Manchmal kommt es anders als man denkt, Dinge passieren. 
Zwock: Leider habe ich den Satz "so 8 Uhr vorm Laden" zu wörtlich genommen. Der Rekorder ist zwar schon ordentlich gefüllt - aber noch nicht mit mir bekannten Menschen.
Egal - erstmal mit einem Getränk versorgen und gemütlich mit "We Laugh" in den Abend starten. Die dreschen ganz gut rein und bilden einen guten Einstand für eine hoffentlich legendäre Betriebsfeier der Currystübler.
Fö: Die letzten 10 Minuten von gesehen und damit vermutlich drei Viertel des Sets. Schöner Lärm zum Einstand
fred: Leider verpasst.
Zwock: Puh...es geht Schlag auf Schlag. Fünf Bands am Fließband und ein straff organisierter Zeitplan - ich kann gar nicht so schnell menschliche Grundbedürfnisse befriedigen wie die Nr.2 des Abends die Bühne betritt. Also nicht blöd rumschnacken, sondern wieder ab in den Keller und Aufmerksamkeit!
Fö: Es ist wirklich voll heute Abend! Die meisten Leute befinden sich eigentlich immer auf der Treppe. Ich entwerfe diverse Pläne, von A nach B zu kommen, ohne die Treppe zu verwenden, scheitere aber. Wird wohl nix mit der Karriere und der Treppe nach oben.
fred: Am geilsten sind die Leergut -Kisten vor der Treppe. Top!
Zwock: Children of Boredom haben meine Vorfreude auf diesen Abend stark gesteigert. Das letzte Mal, dass ich die Band gesehen hab war bei deren ersten Mal im Rekorder. Das war einfach nur stark und ne richtig tighte Nummer.
Zwock: Ich bin allerdings kurz irritiert, irgendwie nimmt mich der schnelle Start der Band nicht so richtig mit. Klingt am Anfang nicht so gut eingezockt wie ich das in Erinnerung hatte.
Zwock: ...aber nach spätestens dem dritten Song ist das alles vergessen. Songs wie "Island in the Shadow", "Still Homie" oder "High" machen einfach Bock und lassen mich freudig gegen den Takt nicken. Gute Sache das alles!
Fö: Ja doch, gute Sache, schon, aber irgendwie hab ich mir trotzdem mehr erhofft. Fand die Band zuletzt richtig gut, heute zündet das nicht bei mir. Vielleicht sind sie ja nur so reserviert, weil der Chef da ist? Wer ist überhaupt der Currystübchen-Chef? Ich tippe auf diesen schmierigen Typen in der Ecke.
fred: Zündet bei mir voll, hab Bock drauf, Kopf nickt.
Zwock: Dann Symmetry Lover, die ich bestimmt an diesem Abend ca. 20 Mal Perfect Symmetry nenne. So hieß mal eine der Lokalmatadore- Band der Kleinstadt im Vorsauerland, in der ich aufgewachsen bin. Sorry - ich glaub die haben so ganz geschwollenen Metal gemacht.
Zwock: Aber zum Glück nix mit geschwollenem Metal oder so. Einfach nur von Anfang richtig gut.
Fö: Bei denen merkt man echt ne kontinuierliche Steigerung. Sind ja auch ganz gut unterwegs gewesen in ihrer bisher kurzen Historie.
Zwock: Die Sängerin hat einfach ne starke Präsenz und drückt das Ganze mit ihrem Gesang ordentlich nach vorne. Gefällt mir noch ein bisschen besser als irgendwann mal in der Pelmke in Hagen.
fred: Kommt gut, gefällt mir besser als der Auftritt im FZW damals. Weltklasse, weiter so!
Zwock: Der Keller ist so voll wie lange nicht mehr und ich muss leider im hinteren Teil des Raumes auf Zehenspitzen verbringen. Starke Songs! melodische und drückende, schnelle Parts ergänzen sich perfekt. Für mich auf jeden Fall das Highlight des Abends.
Fö: Ich stehe weiter vorne, aber direkt vor mir stehen lauter Typen, die noch größer sind als ich! Ich wusste gar nicht, dass Symmetry Lover ne Band für große Typen ist.
fred: Was soll ich denn sagen?!
Zwock: Dann Kalkavé - Nr. 4 und ich hab Rücken und Zehschmerzen. Bier ist auch alle. Verdammt.
Fö: Rücken, gutes Stichwort. Den ganzen Auftritt über kann ich Julians schönen Rücken bewundern. Ein gerade symmetrisch schöner Rücken, konvexe Perfektion in Reinform!
Zwock: Als ich nach den ersten Liedern bemerke, dass mich hier nichts Neues erwartet, entschließe ich mich zu passen und ziehe mich zu 20 Minuten achtsamen Biertrinkens zurück.
Fö: Letzter, also allerletzter, Auftritt für Kalkavé. Der Abschied vor voller Hütte sei ihnen gegönnt. Musikalisch ist das halt Geschrei und Gefrickel, also nichts für mich. Aber an einer Stelle holt Julian eine Ratsche (oder wie das heißt) raus und bringt die Band damit in ganz andere, geradezu orchestrale Sphären.
fred: Muss jedes mal lachen wenn ich an unsere Tour nach Hannover denke. Danke Kalkave! 
Zwock: Verdammt - also doch die von Karrierebibel.de prophezeite Karrierefalle?
Zwock: Dann aber wieder ganz frisch zu Abriss in den Keller. Die machen sich ja auch eher rar. Also 1,2,3,4 los - Deutschpunk ihr Pisser!
Zwock: Betriebsausflüge und Alkohol - auch immer wieder ein Thema, das eindringlich auf Karrierebibel.de besprochen wird. Mannoman - der Abriss Sänger scheint ordentlich was gesüppelt zu haben! Nichtsdestotrotz wird trotz kleiner motorischer Unsicherheiten losgelegt. Eigentlich alles wie immer - von Anfang an gehts ab ins Publikum und die Band zieht durch und drischt auf alles ein.
Zwock: Leider alles ohne viel Gebrüll - das klingt eher schwammig, was da aus den Boxen wabbert. So kann man wohl vom ersten Abriss-instrumental-Set der noch jungen 20er sprechen.
Fö: Ich fand den Kontrast zwischen dem lallenden Gemurmel von Simon und den glasklar verständlichen Ansagen von Maz sehr faszinierend!
fred: Stark!
Zwock: Der Betriebsfeieratmo hat das auf jeden Fall keinen Abbruch getan.
fred: Durch Regen und Licht.
Zwock: Romantisch verschommen. So ähnlich sind meine Erinnerungen an den Rückweg. Alles in allem ein schöner Abend! Für mehr Betriebsausflüge im Punkrock!

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