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Wonk Unit, 06.02.2020 in Bochum, Wageni - Bericht von der Redaktion

Wonk Unit, 06.02.2020 in Bochum

Zwen: Wuhu! Wonk Unit, allah! Hatte in der Vergangenheit viele Gespräche mit Leuten, die Alex und die Verrückten nicht so gut finden. Okay, manchmal braucht es etwas Zeit... Aber ist Wonk Unit denn überhaupt noch ein Geheimtipp? Keine Ahnung! Is auch egal! Was nicht egal ist, ist dass die heute im Wageni spielen. Ja, Tatsache! Wonk im Wageni! Eigentlich wollte ich es so wirklich auch erst glauben, als dann die fünf im ehemaligen Tickethäuschen in LA stehen, und selbst da fällt es mir tatsächlich immer noch schwer. Außerdem sind heute noch mehr bekannte Gesichter da, als beim Konzert letzte Woche. Da kommt bei mir trotz der nicht gerade milden Temperaturen fast schon sowas wie Festivalfeeling auf.
Fö: Muss ja zugeben, dass ich auch so meine Zeit brauchte, mit der Band warm zu werden - beziehungsweise sie erstmal live sehen musste. Aber danach war es um mich geschehen! Seitdem werde ich nicht müde, zu betonen, dass ich sie für eine der derzeit besten Bands Europas halte (ja, England gehört immer noch zu Europa). So langsam spricht sich auch rum, dass man die Band nicht ignorieren darf. Endlich ein ausgewachsenes Majorlabel (Kidnap Music) am Start und dieses Jahr spielen sie wirklich sämtliche hochrenommierten Punkfestivals (Bierschinken eats FZW am 24.04. und Punkrockers Radio Fest am 05.09.) - was soll da noch kommen? Ursprünglich angesetzt war für heute ein Auftritt in der Trompete, aber dass sie nun stattdessen im Wageni spielen, passt mir auch sehr gut in den Kram. Ist ja schließlich einer der derzeit besten Läden Europas (ja, Langendreer gehört immer noch zu Europa).
Zwen: Und dann stehen sie tatsächlich da, auf der von Pascal und anderen netten Menschen zusammengezimmerten Bühne und reißen selbstverständlich vom ersten Moment an ab. Muss ich jetzt erwähnen, was alles gespielt wurde. Nee, oder? Jedenfalls bin ich voll auf meine Kosten gekommen: "Johnny Rambo", "Bin Him", "Nan", "Christmas In A Crack House", Day Job Wanker" undundund. Tatäschlich hat mir heute Abend das neue "Cyclists" auch besser gefallen als "Horses".
Fö: Ich hatte anfangs den Eindruck, dass die Band ein wenig gejetlagged in den Abend startet. Haben ja schließlich heute erst mit der Fähre rübergemacht. Aber nach ein paar Schlücken Wasser gibt sich das. Das Wageni gut gefüllt (nicht zu voll, wie vorab befürchtet) und die BesucherInnen gut drauf. Ein Konzertbesucher ist sogar eigens aus England angereist, andere zumindest aus umliegenden Städten.
Zwen: Ansonsten gibt es das übliche Klamauk-Programm, wie man es von den Londonern kennt. Alex beeindruckt mit seinen Deutschkenntnissen, erklärt uns, dass Wasser jetzt der neue heiße Scheiß ist und mobbt dabei noch ganz galant nebenbei ein bisschen Keyboarderin Vez. Die kann sich ihr Lachen jedoch absolut nicht verkneifen.
Fö: Anscheinend hat Daddy Wonk beim Deutschunterricht tatsächlich den Satz "Lumpi ist tot" gelernt, genauso wie es darum ging, Kinder nicht zu Killerfilmen ins Kino zu lassen. Vielleicht wollte England nur aus der EU raus, weil es in der deutschen Sprache nur ums Töten geht? Ich frage mich ja, ob er die Schulbank gemeinsam mit Fraser Murderburgers gedrückt hat, der den Satz "Mein Hund ist tot" ebenfalls verinnerlicht hat. Es gab auch mal ein Shirt von Wonk Unit (ich halte Shirts von Wonk Unit eh für die derzeit besten Shirts Europas) mit der Aufschrift "Lumpi ist tot" und einem toten Hund.
Fö: Das Publikum hat auch Spaß. Mal wird ausgelassen getanzt, mal seelig gelauscht, für beides ist im Wonk-Unit-Kosmos Platz. Für Zwischenrufe und Liebesbekundungen ebenfalls. Manchmal werde ich abgelenkt, weil im anderen Ende des Raumes irgendwo Kai Kasuppke ein weiteres Kalifat ausruft, aber ansonsten kann man den Auftritt gut folgen. Wobei, nee, ich versteh von den Ansagen nur die Hälfte. Aber egal!
Zwen: Ich frage mich tatsächlich, wie das hier wohl für Leute sein mag, deren Englisch weniger gut ist. Die meisten Besucher (zumindest bis auf den Obermufti) wirkten aber insgesamt ziemlich konzentriert oder ließen sich ihr abschweifendes Interesse aufgrund der Sprachbarriere zumindest nicht anmerken. Vielleicht sollten Wonk Unit mal eine Englisch-Lern-DVD rausbringen. Ich glaube das wäre ein großer Gewinn für alle. 
Fö: Richtig langer Auftritt! Würde fast sagen, der längste, den ich je von ihnen gesehen habe. Unter anderem auch deswegen, weil Alex ganz offensichtlich keine Zugabe angedacht hatte, aber einfach zurück zur Bühne geschubst wurde.
  Fö: Musik. Video. Bewegte Bilder! Willkommen im Jahr 2020.
Zwen: Ich mache das ja öfter mal. Nachdem beim GBH-Konzert das Blitzlicht meiner Kamera zerstört wurde, macht diese auch wirklich keine allzu guten Fotos mehr, aber immerhin noch passable Videos. Heute ist aber Fö da und fotografiert. Somit ist es nicht schlimm, dass ich mein etwas professionelleres, aber auch schweres Equipment zu Hause gelassen habe.
Zwen: Zum Schluss führen wir noch eine angeregte Diskussion über den Heimweg und ob denn nun der Ehrenfelder Berg zu dieser Tageszeit und bei den Witterungsbedingungen ein machbares Unterfangen darstellt, kommen nicht wirklich zu einem Ergebnis und teilen uns schließlich auf. Ob das wohl gut geht?
Fö: Reisegruppe Sonnenschein beschließt derweil, die Band RAUZ so richtig ekelhaft scheiße zu finden. Ich kenn zwar die Leute nicht und hab in die Musik nicht reingehört, aber es wird bestimmt so sein. Außerdem bin ich bei Bands, die mit "R" anfangen und mit "Z" aufhören, eh immer sehr skeptisch. Aber das nur nebenbei!
Zwen: Man denke hier nur an Ekelbands wie Rei.Wildz, Röhse Onkelz oder Riss und die Anderenz.

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