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The Sensitives, El Fisch, 08.04.2022 in Essen, Don't Panic - Bericht von der Redaktion

The Sensitives, 08.04.2022 in Essen

niklas: Dieses Konzert stand irgendwie unter keinem guten Stern. Ich hab mich richtig lange darauf gefreut und schon seit Monaten (?) ein Ticket hier rumliegen. Dann verbreitet sich die erste Hiobsbotschaft (heute hab ich es aber mit Bibelanspielungen...): Das Bier im PanicRoom wird teurer! Und als wäre das nicht schlimm genug, sagen einen Tag später auch noch die Angerboys ab. Also die Band, wegen der ich so unbedingt nach Essen wollte. Etwas später schließen sich Supabond, die ich mal aufm Untergang entdeckt und für richtig richtig gut befunden habe, an und verkünden ihre Absage. Egal, das Ticket ist bezahlt und von den Sensitives hab ich mal ne 7'' gehört, die mir gefallen hat. Doch dann die Wendung: El Fisch wird als Ersatz für die ausfallenden Bands angekündigt. Den hab ich in gar nicht guter Erinnerung. Und da ich am gestrigen Tag auch schon Saufen war, überlege ich kurz ernsthaft, mir den Weg zu sparen. Natürlich fahre ich dann doch los und der geplante Zug braucht auch nur unwesentlich länger als erwartet. Man kann die Verspätung noch guten Gewissens in Minuten angeben...
Mandela: Bei mir war etwas anders. Ich bin einfach schön gemütlich durch die Innenstadt geschlendert, um meine Freundin zu besuchen und nichts ahnend stand dort ein netter Herr Fisch unmittelbar vor dem Panic. Ich hatte schon gelesen, dass das Konzert von den beiden Vorbands ausfällt und die Band The Sensitives hatte ich ehrlich gesagt gar nicht so auf dem Schirm. Nach einigen Überredenskünsten und einer Freikarte haben wir uns dann schließlich noch einmal aufgerafft, um den Don't Panic aufzusuchen.
Zwen: Ich will hier eigentlich gar nicht so wirklich was schreiben. Lest doch lieber meine undifferenzierte Meinung zu den Sensitives, welche ich bereits hier und hier herausposaunt habe. Den heutigen Konzertbesuch hatte ich jedenfalls schon Monate im Voraus geplant. Genau wie alle anderen Konzerte der Sensitives, die dann bis vor zwei Wochen alle wegen Corona ausgefallen sind. Soweit so unüberraschend.
niklas: Diese Foto ist zwar nicht von mir, aber auch ich bekomme in Essen erst mal hektische Cops zu sehen. Ganz anders im PanicRoom: der Einlass verzögert sich. Bier schmeckt aber schon wieder.
Zwen: Auf dem Weg in Richtung Viehofer Platz frage ich mich, was die Sensitives denn diesmal wieder ausgefressen haben, dass gleich drei Bullis anrücken müssen. Der Bandbus der Sensitives soll dann aber erst wenige Tage später Ziel der (Nord-)Deutschen Polizei werden. Interne Quellen berichten, dass weder Schusswaffen noch Kim Jong-Un im Fahrzeug ausfindig gemacht werden konnten. Was für Poser!
Mandela: Oder die persönliche Polizeieskorte!
niklas: Irgendwann gehts dann endlich los und El Fisch gibt so Singer-Songwriter-Akustik-Punk zum Besten. Die ersten beiden Songs finde ich sogar überraschend gut. Dabei geht es ums Älter werden und sowas mach ich persönlich ja gar nicht!
Mandela: Solange man es noch ohne fremde Hilfe bis nach Essen schafft, ist man auch noch nicht alt!
niklas: Seh ich auch so! Ich bin schließlich jung, wild und gefährlich!
niklas: Auch der Advert-Klassiker "Gary Gilmores Eyes" gefällt mir ausgesprochen gut. Ist halt auch ein toller Song.
Mandela: Und das Zitat danach "ein sehr schöner Song von mir der garantiert nicht geklaut ist" herrlich
Zwen: War meiner Meinung nach auch einer der stärksten Songs. Tatsächlich hatte ich mir vorgenommen, El Fisch heute richtig zu verreißen. Vor dem Hintergrund, dass er heute aber eine große Lücke zu füllen hat und mit dieser Verantwortung sehr souverän umgeht, wäre dies aber wohl doch etwas billig.
Mandela: Die Begrüßung: "Hallo ich bin El Fisch ich bin die beiden Vorbands."
niklas: Wenn ich mich recht entsinne, hat er sich auch noch dafür entschuldigt, den FLINTA-Anteil des Konzerts zu senken. Ich rechne noch mal kurz nach: Angerboys müssten 3/4 Männer sein. Supabond glaub ich auch. rechnen wir mal konservativ sind die Sensitives zu 2/3 männlichen Geschlechts (oder zur Hälfte, wenn die Keyboarderin/Mercherin mitspielt). Kommt noch jemand mit?
Also ich komme auf 8 Männer und 3-4 Frauen (hoffentlich behaupte ich hier nix Falsches). Der FLINTA-Anteil beträgt ohne Fischi also 0,273 bzw. 0,333 (die Mercherin/Keyboarderin,...ihr wisst schon!). Mit ihm 0,25 bzw.0,4 (habt ihr jetzt vesrtanden warum?). Also genau genommen, hat er der FLINTA-Quote sogar was Gutes getan, solange die Mercherin am Keyboard steht und ich alter Grundkurs-Schüler mich nicht verrechnet habe. Vom eigentlichen Ziel, eine paritätische Repräsentation auf den Bühnen des Punks hinzukriegen, sind wir aber leider immer noch erschreckend weit entfernt...
niklas: Doch dann kommen Songs über irgendwessen Schwestern und es wird mir einfach zu aufgesetzt prollig. Aus Protest und weil es grade gut passt, gehe ich pissen. Als ich wiederkomme, spielt Fisch grade "It's expensive being poor" von TV Smith auf deutsch. Kann mich ein bisschen versöhnen. Nur kommen danach wieder alte Sauflieder. Nix gegen Sauflieder an sich, die find ich super, aber die Geschlechterrollen, die hier besungen werden, waren auch schon in den 80ern ganz schön verstaubt.
Zwen: Sehr richtig, erste Sethälfte top, danach gab es dann nur noch Scham. Auch dieser Song mit dem polnisch-deutschen Akzent war furchtbar.
niklas: Ich mecker hier natürlich auf höchsten Niveau. Ich hab auch schon aufm Ruhrpott Rodeo lauthals "Viva Lokalmatador" und "Fußball, Ficken, Alkohol" gegrölt. Und ich fand das damals auch super. Nur würde ich das heute nicht mehr machen oder mich gar damit auf eine Bühne stellen. Anderen Anwesenden scheint das aber zu gefallen und den Moralapostel kann heute mal jemand anders spielen.
niklas: Insgesamt doch ein überraschend guter Auftritt. Nicht ganz meine Songauswahl, aber im Angesicht der Tatsache, dass wohl viele Lokalmatadore-Fans im Publikum sind okay. Bier ist immer noch lecker.
Mandela: Gab es nicht nur ein Lokalmatadorecover? Wenn es mehr waren, war ich an den Stellen jeweils Bier holen.
niklas: Das sind dann wohl die Sensitives. Im Vorfeld schon ein paar wohlwollende Worte über die gehört. War ja wohl untertrieben.
Mandela: Direkt ab den ersten Song fetzt die Band richtig
Mandela: Der Laden ist mittlerweile auch sehr gut gefüllt
niklas: Nach anfänglichen Berührungsängsten springt der Funke schon bald aufs Publikum über und es wird getanzt. Die Musik geht gut nach vorne, ist schön rotzig und schnell. Gefällt mir! Und das Bier schmeckt immer noch!
Zwen: Eigentlich verbietet mir der Anstand, auch nur noch einen Satz zu dieser Band zu schreiben, aber musikalisch wie menschlich einfach nur einen absolute Ausnahme-Kombo. Einfach klasse Menschen!
Mandela: Zwen, wieso lädst du vier mal das gleiche Foto hoch? Nach feiner König-Alkohol-Manier?
Zwen: Der Chef war begeistert, als er am nächsten Tag sah, dass ich gegen 5 Uhr morgens nicht nur diesen Bericht angelegt, sondern auch alle Fotos hochgeladen hatte. Mitarbeiter des Monats!
Mandela: Ein sehr schöner Wechselgesang
niklas: Mir hat besonders der Mitgröl-Hit "It's vegan to eat the rich" gefallen! Geiles Statement! Sollte man als Graffiti an jede Hauswand malen!
niklas: Leute haben Spaß! Bier schmeckt noch immer! Für die Sensitives hat sich die Fahrt auf jeden Fall gelohnt.
Mandela: Abschiedsgruppenfoto darf nicht fehlen. Allein schon, weil ich die "Lovesongs for Haters"-LP massiv runter handeln konnte.
Zwen: Ist schon okay, dafür haben die Sensitives die Leute bei ihrem Gig in der Schweiz raufgehandelt. Somit wäre alles im Gleichgewicht. 
niklas: Rückfahrt hat natürlich nicht so geklappt, wie es soll. Deshalb hier an dieser Stelle noch mal viele Grüße an die Dortmunder Bahnhofs-Punks, das gutgekleidete Geburtstagskind und an meine Lieblings-Pizza-Schmiede in Münster! Aber am Kiosk schmeckt dann das Bier irgendwann auch nicht mehr,...
Zwen: Die DB gönnt sich gerade mal wieder überall ganz merkwürdige Bauarbeiten (sind ja auch Ferien!). Ich jedenfalls muss deswegen heute irgendwie in Gelsenkirchen umsteigen. Allein beim Gedanken bekomme ich schon Schweißausbrüche. Am Ende ist aber alles halb so wild und ich manage den Umstieg souverän und schaffe es sogar noch, in einem der Züge ein entspanntes Powernap einzulegen. Zu Hause angekommen werden erstmal alle Fotos des Konzerts ohne Rücksicht auf irgendwas in diesen Bericht geladen. Da kann sich ja dann irgendwann Zukunfts-Zwen oder -Mandela oder -niklas drum kümmern. Thank you, sorry!

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