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Wonk Unit, 08.05.2022 in Essen, Anyway - Bericht von der Redaktion

Wonk Unit, 08.05.2022 in Essen

Zwen: Wonk Unit kommen mal wieder ins Anyway nach Essen. Grund genug für uns, dort vorbeizuschauen. Zu Wonk Unit müssen wir hier wohl nichts mehr schreiben. Kürzlich spielten sie ja noch auf der großen Bühne im FZW und haben da ordentlich für Stimmung gesorgt. Heute aber nochmal im kleinen und beschaulichen Anyway. Ich hole mir noch schnell eine Pommestasche und springe zu Fö in den Zug, der vorher noch bei dem Punkrockers-radio.de-Soli-Fest in der Rotunde war.
Fö: Wie, der Zug war auch in der Rotunde?
Zwen: Gute Sache, leider habe ich es dort aufgrund von terminlichen Überschneidungen nicht hingeschafft. Dafür geht es jetzt immerhin in Richtung Essen. Blöd ist nur, dass ich völlig vergessen habe, mir im Vorfeld ein Ticket zu kaufen und heute ist der VVK bereits geschlossen. Egal, vor der Tür sichert mir Alex erstmal zu, dass wir mich schon irgendwie reinschmuggeln können. Tatsächlich kriege ich dann aber doch noch netterweise von der Anyway-Crew ein Abendkasse-Ticket verkauft, die extra für mich den Wechselgeldbeutel zücken. Gar nicht nötig, ich zahle einfach passend.
Fö: Ich hatte schon überlegt, die ganzen Gewinne von der Soli-Tombola irgendwo draußen hinzuwerfen, dann müsste doch genug Platz für Zwen in der Tasche sein! Aber das Glück (oder waren es Zwens Kulleraugen?) ist uns hold.
Zwen: Im Anyway ist es wenig überraschend ziemlich voll. Schön, kuscheliger Auftritt und Fö und ich haben alle Zeit der Welt, uns den Auftritt anzuschauen und müssen uns nicht mit Orga-Kram rumschlagen. Dafür beschäftige ich mich die ersten Songs des Gigs damit, Blickkontakt zum Thekenpersonal aufzunehmen um ein Bier zu ordern. Das geht heute noch schwerer, da Leute auf der Theke sitzen und ich dementsprechend entschlossen an diesen vorbeistieren muss. Irgendwann werden meine flehenden Blicke dann aber bemerkt und mir wird schnell ein Pils in die große Kelle gezapft. 
Fö: Der Laden ist wirklich proppevoll! So ein volles Konzert habe ich wirklich seit Jahren nicht erlebt. Hätte mir zwar gewünscht, wenn alle zumindest ein negatives Testzertifikat hätten vorweisen müssen, aber anscheinend ist da nicht mehr die Zeit für.
Zwen: Ansonsten gibt es ein richtig schön ausgedehntes Set. Ein guter Abschluss einer guten Tour. Natürlich gibt es "Horses", "Johnny Rambo", "I Love My Naggin Wife" und "Kingsroad Sporting Heroes", aber auch ganz viel vom neuen (und sehr guten Album) wie "Strenght", "Disco Fever" und "Green Eyed Monster".
Fö: Ja, wirklich ein sehr gutes Konzert! Die Tour war wohl anstrengend, aber laut Alex könnte es ewig so weiter gehen. Nichtsdestotrotz wird der Tourabschluss im Anyway ausgiebig zelebebriert.
Fö: Die Bandbesetzung schwankt eh auf jeder Tour ein wenig, so erzählt zumindest Drummer Max, noch nie im Anyway gewesen zu sein. Das Anyway ist, wer es immer noch nicht kennt, eine kleine beschauliche Bar in Essen-Frohnhausen, in der sich die Bühne im Scheitelpunkt des L-förmigen Schlauches befindet. Wir befinden uns heute im kürzeren Ast des L, was zumindest für mich ungewohnt ist,aber wir hatten einfach keinen Bock, uns noch weiter durchzudrängen. Dafür ist hier auch die Tür, was ab und zu für frische Luft sorgt, aber auch für Leute, die an uns vorbei drängen.
Fö: Wonk Unit sind einfach eine Ausnahmekapelle! Nicht nur musikalisch gibt mir das was (zugegeben nicht jeder Song, dafür gibt es aber auch einfach zu viel Material), auch die oftmals skurrilen, aber auch persönlichen Texte eignen sich vorzüglich für ein dezentes Schmunzeln in den Mundwinkeln selbst bei ernsten Themen. Und da wäre natürlich die Band selbst, die Bühnendynamik zwischen den Protagonist*innen und die amüsanten Ansagen, gepaart mit Alex' eigenwilligem Tanzstil. Immer wieder ein Erlebnis!
Fö: Heute wird Gitarrist Ryan feilgeboten, schließlich ist Tourende. So ganz kam aber nicht raus, ob die Band ihn nun mit nach Hause nimmt, wenn er von jemand anderem nach Hause genommen wird, oder ob sie ihn da lassen, aber er bedankt sich sehr für die Aufmerksamkeit.
Fö: Ich kann nicht wirklich sagen, ob der Auftritt großartig anders war als letztens im FZW, da ich dort nur wenige Minuten mitbekam - was auch mit der Grund war, warum ich heute unbedingt hier hin wollte. Aber alleine dass der Auftritt heute doppelt so lange dauert und kein strenges Stagemanagement für Abbruch sorgt, macht die Show natürlich besonders. Gen Ende weiß die Band selbst nicht mehr, was sie überhaupt spielen können - zumindest nicht alles, was sich vom Publikum gewünscht wird, aber immerhin vieles, und nicht immer von der ganzen Band, wie zum Beispiel "Elbows"
Zwen: Gegen Ende des Sets tauschen Vez und Alex dann zwischen Gesang und Keys und Vez singt die sehr guten Lieder "Raise My Glass" und "Bloodstains", welche ebenfalls vom neuen Album kommen. 
Fö: Insbesondere "Raise My Glass" finde ich unfassbar stark, so als Song. Mein Ohrwurm des Wochenendes!
Zwen: Leider sind aber nicht nur coole Dudes im Publikum. So fällt mir direkt am Anfang ein Dude auf, der die ganze Zeit meint, er müsse irgendwo an der Eingangstür pogen und mir dabei immer seine Ellenbogen in den Rücken stößt, Irgendwann schlägt er sich dann nach vorne in Richtung Bühne und nervt die dortigen Besucher*innen und die Bands. Während ich den Stagedive-Versuch (bei dem er nicht aufgefangen wird) noch recht witzig finde, nervt der Rest einfach nur noch. Alex muss mehrere Ansagen (und am Ende recht deutlich werden), damit der Typ endlich ein wenig zur Besinnung kommt. Schade, dass ein oder zwei Typen anderen mit ihrem rücksichtslosen Macker-Verhalten so den Abend vermiesen können. Alex' Statement hierzu könnt ihr übrigens hier nachlesen.
Fö: Das Statement find ich super, auch wenn ich nicht weiß ob es explizit auf diese Situation gemünzt war, es passt aber. In der Situation vor Ort agierte er aber auch sehr souverän und schafft es, die Typen zu beruhigen, ohne dass es Streit oder böses Blut gibt. Muss man ja auch erstmal schaffen!
Fö: So liebe Wonk Unit! Wir wünschen euch eine schöne Rückfahrt back home und natürlich, dass ihr bald wiederkommt. Was gar nicht mehr so lange dauert, im Juli in Oberhausen und beim Back To Future zum Beispiel. Danke auch liebes Anyway, dass ihr so schöne kuschelige Konzerte ermöglicht. Wir jedenfalls müssen erstmal etwas runterkommen, bis wir den Gang zur Bahn zurück antreten. Auf bald!

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Band:
Wonk Unit
Musikstil: Punk
Herkunft: London, UK
Homepage: http://wonkunit.com/
Konzertberichte: 17
Rezensionen: 3

Location:

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