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Jaya the Cat, 26.12.2022 in Sittard (NL), Poppodium Volt - Bericht von fehlnavigiert

Jaya the Cat, 26.12.2022 in Sittard

Eigentlich hatte ich für 2022 kein Konzert mehr geplant, meine Freundin allerdings hatte da andere Pläne und so lagen am Heiligabend JAYA THE CAT Tickets unterm Baum. Ich hatte sie recht verdutzt angesehen, weil mir der Ort so überhaupt nix sagte und das Datum hab ich auch nicht kapiert. Übermorgen. Sittard. Wo ist das? Keinen Plan. Wir sind gerade in der Pfalz den Familienverpflichtungen nachkommen und damit sind es nur 350km nach Sittard. Ich sage ja schon immer, dass alles unter 1.000km faktisch vor der Haustür liegt, aber dass sie nun auch so tickt, ist mir neu.
Wir jedenfalls fahren am 25.12 nachmittags nach Holland, kommen nachts an und checken im Hotel ein. Erstmal pennen, am Morgen frühstücken, weiterpennen und mittags wagen wir uns nach Sittard. Es windet und regnet, also bleibt‘s bei einem Spaziergang durch die Stadt und anschließend wieder Ablegen. Bisschen Entspannung zu den Feiertagen schadet gar nicht.
Am Abend wackeln wir dann rüber ins „Poppodium Volt“. Netter Laden, Schließfach-Garderobe kostenlos und nettes Personal. Nervig: Getränke müssen mit Wertmarken bezahlt werden. Diese kann man nur mit EC-Karte erwerben. Kreditkarte geht nicht. Bier im Einwegbecher (0,25l meine ich) 2,80€. Jack-Cola und Wein kostet dasselbe. Eigentlich kostet fast alles eine Wertmarke (2,80€). Wirkt etwas wirr, nach ein paar Bieren hab ich aber den Durchblick. Als ich irgendwann später alle Wertmarken versoffen habe, wollte ich Nachschub holen. Am Verkaufsstand keiner da. Es gibt auch Automaten. Habs versucht - hat nicht geklappt und so bleibt mir morgen auf jeden Fall ein Kater erspart. Auch okay.
Auf Jayas Homepage stand, dass wieder Riskee & The Ridicule als Vorband dienen. Dem ist aber leider nicht so - echt schade. Hatte sie im Herbst schon gesehen und war wirklich begeistert. Nun stehen zwei DJs am Pult, legen Ska, Blues und anderem Kram auf. Sie beweisen ganz guten Geschmack, aber Stimmung und freudiger Tanz kommen so leider nicht auf. 
Nun starten JAYA THE CAT. Es dürften etwa 250-300 Leute anwesend sein, was mich etwas verwundert. Ich meine, dass zwei Mitglieder der Band aus Sittard stammen und die Band ja längst in den Niederlanden lebhaft ist, sodass ich mit einer vollen Bude gerechnet hätte. Stimmung ist aber jetzt schon super und Geoff beginnt das Set mit „Rebel Sound“.
Erst zum dritten Song („Nobodys Fault“) kommt richtig Bewegung im Publikum auf und auch ich halte es nicht lange aus, verschwinde dann im Moshpit und bestehe schon schnell nur noch aus Bier und Schweiß. Apropos Bier und Schweiß! Ganze zwei Iros konnte ich zählen und überhaupt haben wir ein tollen Publikumsmix. Sogar alle Altersklassen sind vertreten und hin und wieder stagediven Kids vorbei.
Stimmung inzwischen am Höhepunkt - wird sich auch bis zum Ende halten. Auch am Sound gibt es fast nichts zu meckern, mir fehlte nur etwas der Druck. Machte auch keinen Unterschied, wo man stand. Wurde dann nach dem halben Set besser und eigentlich wars ohnehin egal.
Ich verstehe heute irgendwie keine seiner Ansagen. Ich rätsel noch, ob es an den vielen Dosenbieren von Geoff liegt oder an meinen vielen Bieren? Keine Ahnung. Ich weiß auch nicht, wieso er da ewig auf der Bühne liegt - kann es aber generell gut verstehen.
Karl ständig am Posen - steht ihm aber auch einfach richtig gut. Im letzten Drittel haben sich ein paar Ekel-Dudes in den Pogo gemischt, aber es war gerade noch so erträglich. Meine Highlight ist aber ganz klar: Band geht von der Bühne und irgendein Typ aus dem Publikum geht auf eben jene, setzt sich ans Drumset und legt los. Irgendwer von der Crew fegt ihn dann relativ schnell von der Bühne. Ich bin völlig begeistert. Hat er mit einer absoluten Selbstverständlichkeit gemacht, dass das Zusehen eine Wohltat war.
Die Zugaben gibts im Weihnachtsdress und wie es Usus ist, geht das Publikum zu „Here comes the Drums“ auf die Bühne. Gemeinsamer Tanz und Grölen. Toller Abschluss eines tollen Konzertes. Ich bin zwar etwas traurig, dass es keine Vorband gab, aber JAYA THE CAT haben sich ja gut um uns gekümmert.
Setlist. Nach dem Konzert wackeln wir zügig ins Hotel, gönnen uns ne Mütze Schlaf und schon um 05.30 Uhr geht es auf die Autobahn. 600km stehen auf dem Programm und mittags noch die Maloche. Super Geschenkidee (also wirklich!) und auch ein würdiger Jahresabschluss. Konzert Nr. 113 in 2022 und tatsächlich mein erstes in den Niederlanden.

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Band:
Jaya the Cat
Musikstil: Reggae, Punk
Herkunft: Amsterdam (NL)
Homepage: https://www.jayathecat.nl/
Konzertberichte: 29
Rezensionen: 5

Location:

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