Whalehunter, Possible Damage, Cryptborn Horror, 06.04.2023 in Münster, Baracke - Bericht von der Redaktion
Whalehunter, 06.04.2023 in Münster
Also erstens: Fotos gibt es keine, weil man eh nix sehen konnte. Die Baracke war mit 140 zahlenden Gästen mehr als ausverkauft. Nirgndwo konnte man stehen, ohne dass sich ständig Leute an einem vorbeischoben und wegdrängelten. Das war ganz schön anstrengend.
Bei der ersten Band CRYPTBORN HORROR aus Dortmund hat dann auch noch jemand einen Rauchtopf gezündet. Drinnen. Und wir durften wegen der Anwohnenden die Fenster nicht öffnen. Die Band selbst fand ich aber sehr gut und auch mein Begleiter, der eher nicht so an Death Metal interessiert ist, fand lobende Worte.
Danach spielten POSSIBLE DAMAGE, die mich zuletzt ja doch noch zu überzeugen wussten. "Die werden mit jedem Gig besser" hab ich allen, die gefragt haben, versprochen. Sag ich ab jetzt nicht mehr, aber tatsächlich hat sich die Band auf einem angenehm hohen Niveau eingependelt.
Zuletzt WHALEHUNTER, die natürlich alles abgerissen haben.
Hab ich was vergessen?
Ja mensch niklas, eigentlich hast du alles schon gesagt. Bemerkenswert war allerdings der Halbkreis aus Kochsalz, der in ritueller Weise von der ersten Sängerin vor der Bühne gestreut wurde. Die stand nämlich nicht auf der Bühne, weil da auch nicht viel Platz war. WHALEHUTNER war echt das Krankeste was ich je gesehen hab auf Gitarre. Da war ich echt beeindruckt. Abgefahren. Blanker Wahnsinn, was die abliefern.




Kommentare:
Du hast ja hoffentlich kein teures Bezahlabo abgeschlossen, daher mein Tipp: wenn dir die Schreibe von jemandem nicht gefällt, lies den Text doch einfach nicht. Oder meld dich an und schreib selbst.
Wieso soll ich die Visions lesen? Wieso so trotzig? Ich mag die meisten Berichte hier und die persönliche Schreibweise. Ich will keine Musikfachpresse und es geht nicht um journalistische Fähigkeiten. Nur zuletzt fand ich die Entwicklung eben subjektiv nicht so toll. Da erschien mir ungewohnt viel lieblos und kurz hingerotzt. Ich schätze es sehr, dass beim Bierschinken die Berichte und die Beiträge aller einzelnen Autor:innen entweder einen hohen Informationsgehalt, was Humorvolles im Ganzen oder auch einfach nur einen hohen Unterhaltungswert haben. Oft auch alles zusammen. Das vermisse ich bei einigen der neuen Autor:innen, die stattdessen im besten Fall ein wenig rumpöblen. Was ist daran jetzt so schlimm, dass ihr so reagieren müsst?
Die Bands, die ihr hier oft durch den Kakao zieht (womit ich, solange es sachlich bleibt, auch kein Problem habe), machen das übrigens auch überwiegend in ihrer Freizeit. Die kriegen trotzdem von euch manchmal ordentlich was ab. Deutlich mehr, als ich es mit meinen paar Sätzen in eure Richtung getan habe. Siehe z.B. Review-Marathon.
Was passieren soll? Das müsst ihr doch wissen, ich habe da keinerlei Anspruchshaltung. Grundsätzlich könntet ihr euch halt mit der Kritik auseinandersetzen und im interer Kreis darüber reden. Vorausgesetzt da passiert nach innen mehr, als ihr das mit eurer Reaktion nach außen vermuten lasst. Und wenn sich dann herausstellt, dass ihr vielleicht selber auch nicht so glücklich mit der Entwicklung seid und der Denkanstoß aus eurer Sicht eine Berechtigung hat, gegenebenfalls Konsequenzen ziehen. Sprich von einzelnen Autor:innen verabschieden. Und wenn ihr der Meinung seid, dass die Kritik unberechtigt sei oder ihr das anders seht, dann macht ihr halt so weiter, wie bisher. Das ist euer Bier, ich bin nicht in der Position Ansprüche zu stellen und will es vor allem auch gar nicht. Was nicht heißt, dass ich als treue Leserin nicht mal meine öffentliche und sachliche Meinung über Bierschinken mitteilen darf.
Ich werde hier auch weiter lesen (und ganz sicher nicht die Visions). Nur werde ich halt zukünftig mehr auf die Autor:innen achten, bevor ich das tue. Das war für mich ganz persönlich bisher nicht nötig und das habe ich an Bierschinken so sehr geschätzt. Aber natürlich ist das subjektiv. Dennoch finde ich es schade, dass ihr, die ja auch richtig gut austeilen könnt, offensichtlich Probleme mit dem einstecken habt. Wobei ich ja nicht einmal wirklich ausgeteilt habe.
Für die Zukunft dennoch weiterhin alles Gute und überwiegend weiter so.
Natürlich haben wir das intern besprochen, aber wir sehen da keinen Handlungsbedarf. Bierschinken war schon immer sehr offen ausgelegt, im Grunde kann sich hier jede*r ohne große Hürden anmelden und drauf los schreiben, ohne dass wir da irgendwelche "professionellen" Maßstäbe anlegen. Damit werden wir jetzt nicht plötzlich anfangen - es würde wohl auch das, was Bierschinken ausmacht, ein Stück weit kaputt machen.
Ich freu mich über jede einzelne Person, die sich entscheidet, hier was beizutragen und kann auch bisher in jedem Artikel einen Mehrwert finden. Auch hier, das mit dem Rauchtopf ist doch ein Riesenbrüller oder nicht?
Wenn ich mir meine ersten Texte anschaue - die waren auch richtig scheiße. Hätten wir damals irgendwelche Qualitätskriterien gehabt, würde es uns gar nicht geben.
Ich halte es gerade für wichtig, dass hier nicht von oben herab irgendein Anspruch festgelegt wird, sondern die Schreibenden selbst entscheiden, ob sie ihre Artikel für veröffentlichungswürdig halten oder nicht.
Hier schreibt nicht irgendne eingeschworene Elite, hier ist viel Platz für Meinungsvielfalt und eigene Entfaltung - auch wenn das von außen oft nicht so wirkt ;-)
Nichts für ungut, dein Kommentar ist völlig okay. Ich fühle mich auch nicht von jedem Bericht angesprochen, bin aber der Meinung, dass Bierschinken für jede und jeden zugänglich sein sollte. Ist ja irgendwie auch eine der Grundideen von Punk. Für mich zumindest.
danke für die ausführlichen und aufschlussreichen Rückmeldungen. Wieso denn nicht gleich so? ;) Da kann ich auch sehr gut mit leben. Es war mir tatsächlich nicht bewusst, dass hier jede:r mitschreiben kann. Ich war davon ausgegangen, dass es zumindest ein Kreis von Menschen ist, der sich schon länger persönlich kennt und der durch neue Konzert-Bekanntschaften, aus denen dann interessierte Mitschreiber:innen werden, immer größer wird. Umso erfreulicher, dass das so gut klappt und die noch immer meisten Artikel so lesenswert sind. Unter dem Gesichtspunkt "offen für alle" stehe ich den subjektiv empfundenen Ausreißern nach unten auch unkritischer gegenüber. ;) LG
ersteinmal sorry für meinen flapsigen Kommentar "dann lies die Visions".
Das war ein Pöbelreflex und vermtl. an der Stelle nicht so angebracht (wobei es eher auch ein Visisons-Diss ist).
Schlossi und Fö haben mehr oder weniger alles gesagt, ich möchte nur auf zwei Punkte kurz eingehen:
1. Ich schätze es sehr an bierschinken, dass ich hier die Freiheit habe, so zu schreiben wie ich es kann und mich nicht verbiegen muss - gleiches gilt für meine Podcasts. Auch dass meine fehlende Rechtschreibqualität hingenommen wird. Kann gut sein, dass sich Leute hier anmelden und dann nur pöbeln wollen (tu ich manchmal auch gerne), aber (und das bringt mich zu
2. Ich finde der Umgang mit den besprpochenen Bands, Veranstalter*innen etc. ist hier sehr respektvoll und die wenigstens Bands werden grundlos schlecht geschrieben, außer sie haben es verdient wie z.B. Nazis, Grauzonenmist, Sexisten (absichtlich nicht gegendert)und Deutschrocker*innen. Darauf wird geachtet und das ist mir und ich glaube auch vielen anderen sehr wichtig.
Und manchmal gibt es auch kontroverse Diskussionen über den Umgang mit Bands, die dann aber nicht unbedingt öffentlich ausgetragen werden.
Ich lese sehr selektiv auf bierschinken und meistens nur die Kommentare von Schlossi und Thrun. Wenn dazwischen jemand was schreibt, was mich langweilt, dann lese ich es nicht. Deswegen lese ich schon lange keine Visions mehr.
Viele Grüße
Ja, ich finde auch nicht jeden Bericht gut gelungen. Manchmal weiß man das beim Anlegen aber noch nicht. Für mich selbst ist es oft ein Problem, dass ich die Berichte erst ein paar Tage später schreibe und dazwischen schon viele Details verloren gehen.
Bei diesem konkreten Bericht wussten wir aber schon vorher, dass er nicht der große Wurf wird. Während des Konzerts wurden Paul und ich von mehreren Musiker*Innen und Zuschauer*Innen gefragt, ob wir einen Bericht schreiben würden. Nach anfänglicher Zurückhaltung (keine Fotos gemacht, Ablenkung durch Gespräche, Unaufmerksamkeit wegen Alkohol) wurden wir bzw. ich aber weiterhin gefragt und auch ausdrücklich gebeten, einen Bericht zu verfassen. Dieser hingerotzte Bericht ist also eher als Gefallen gedacht gewesen und sollte hier niemandem an der Qualität der sonstigen Berichte zweifeln lassen. Sorry dafür!
Allgemein finde ich es manchmal schade, dass man hier sehr wenig Rückmeldung zu den Berichten bekommt. Insbesondere nicht zum Schreibstil. Stattdessen wird man als völlig Unwissender beschimpft oder mit einem einfachen "der Bericht ist scheisse" abgespeist. Und solange das so ist, finde ich Beschwerden über einen allgemeinen Qualitätsverlust sehr schwer einzuordnen. Vielleicht ist ja auch einfach nur mein Musikgeschmack scheisse?
Vielleicht können wir das ja mal bei einem Kaltgetränk an einer Theke deiner Wahl diskutieren?