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ok.danke.tschüss, Joules the Fox, 06.04.2024 in Dortmund, FZW - Bericht von flatterbuchse

ok.danke.tschüss, 06.04.2024 in Dortmund

Die Mannheimer Einhorn-Rockband spielt eine Tour quer durch Deutschland und hat in den letzten Monaten immer mehr Fans erschlossen. Videos gehen auf Instagram viral und sorgen für einen meiner Meinung nach völlig verdienten Erfolg: die meisten Shows der Tour waren restlos ausverkauft. Im FZW war noch ein wenig Platz und ich durfte die ersten beiden Songs in den Graben. Cool, hier auch mal Wellenbrecher zu sehen. :-)
Eva von ok.danke.tschüss stellt Joules the Fox als Vorband vor und geleitet sie auf die Bühne.
Mit ihrer Stimme, der Gitarre und ihrem Geständnis, dass Dortmund ein riesen Publikum für sie sei, schafft Joules es in dem großen Raum im FZW ein Gefühl von Intimität aufkommen zu lassen.
Sie gibt außerdem noch zu, dass Piano spielen ihr schwer falle, sie dies aber nun angehen werde. Ich find das mutig vor einer so großen Halle mit rund 300 Gästen zu seinen Schwächen zu stehen. Die am Ende gar keine sind - zumindest nicht für mich erkennbar. Ihre lustig bis schweren Songs sorgen für Erheiterung, was den perfekten Aufwärmer für das darstellte, was nun kommen sollte.
Nach der kurzen Umbaupause kommen nämlich ok.danke.tschüss auf die Bühne und Eva startet in den ersten Song des Abends.
Der Mann am Bass hielt sich auf der Bühne eher im Hintergrund, hat aber mit coolen Licks und sehr songdienlichem Spiel echt Eindruck auf mich gemacht.
Mit Liedern wie "Das neue Normal" besingen die Mannheimer dass Frauenfeindlichkeit und Rassismus hinter uns liegt - und das, ohne diesen Begriffen in ihrer Vision Raum zu geben.
Stattdessen wird hervorgehoben, wie unterschiedlich wir Menschen sind und dass die besungene Vision ganz normal ist. Hat mir sehr gefallen, wenngleich die Musik nicht 100% meins ist. Echt coole Riffs und flotte Rhythmen!
Die jungen Musiker schaffen es, mit einem modernen Mix ihrer Instrumente...
 ...und ihrer sympathisch immer-in-Bewegung-seienden Frontfrau das Publikum zu verzaubern. Kann man nicht blöd finden!
In Liedern wie "Soldat" geht es, wie der Name schon andeuten will, um die Ausnutzung von menschlichem Leben für Krieg, welcher für Politik geopfert werden soll. Das macht die Band, indem sie den Mann im wehrfähigen Alter direkt anspricht und sagt:"Soldat, du schuldest keinem was, weder Land noch Reich noch Staat, Soldat lass uns älter werden und nicht vor unser'n ältern sterben." Das ging mir unter die Haut - meine beiden Opas haben mit Glück überlebt.
Nicht alle Songs sind politisch motiviert: in "Joel" wird ein One-Night-Stand besungen und irgendwie ist das hängen geblieben. Eine Frau, die einem Mann sagt, dass er wunderschön ist, hab ich... seltsamerweise vorher nicht gehört.
Über Krebs wird auch gesungen - die Sängerin gibt zu, dass sie 2021 Leukämie besiegt hat und macht Werbung für die Knochenmarkspende. Man sieht, dass Eva vielleicht auch aufgrund ihres Weges einfach unendlich Spaß auf der Bühne hat. Dieser Spaß hat sich heute auf jeden Fall auf das Publikum übertragen. Die Menschen machen am Ende sogar die genreuntypische Wall of Death. Metal!
Als Zugabe wird "Zu laut in der Disco" gespielt. Ein Favorit vieler Fans, wie ich merke. Stimmt ja auch - ich hab in solchen Schuppen immer Gehörschutz drin. Nebenbei geht's auch um rumgrabende Männer, teure Gläser, K.O.-Tropfen,...
Wenn wir das nächste Mal das Vergnügen haben, bin ich sicher, dass ok.danke.tschüss noch mehr gewachsen sein wird. Die Wortspiele, die Texte und das gesamte Auftreten sprechen dafür, dass sie mehr Fans anziehen und dabei weiterhin produktiv und kreativ bleiben werden. Ich freue mich auf die nächsten Veröffentlichungen und Konzerte!

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