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Sepultura, Jinjer, Obituary, Jesus Piece, 22.11.2024 in Berlin, Columbiahalle - Bericht von schengül

Sepultura, Jinjer, Obituary, Jesus Piece, 22.11.2024 in Berlin

Happy 1-Jahres-Jubiläum, liebes Sepultura-Konzert! Das nehme ich zum Anlass, endlich mal diesen Bericht hier fertigzustellen, der mich seit genau 354 Tagen vorwurfsvoll anschaut. Und zu Recht tust Du das, werter Bericht, zu Recht...

Also: Sepultura hören auf und sagen mit einer ausgedehnten achtzehnmonatigen Abschiedstour "Tschökes" *. Eine Station ist die Columbiahalle, die sowas um die 3.500 Menschen fasst. Das erste und letzte Mal hatte ich Sepultura 2022 im vergleichsweise muckeligen Astra gesehen, wo 1.500 Leute reinpassen. Bin ja mal gespannt, wie das so wird unter so vielen Metaller*innen. Die Vorfreude ist auf jeden Fall groß!

* Letztens wurde mir allerdings gesagt, dass sie 2026 auch auf dem Wacken spielen. 
Das ist das meistfotografierte Objekt an diesem Abend und da will ich natürlich mithalten. Wir klagen an, dass die Vorbands namens JESUS PIECE, OBITUARY und JINJER nicht gelistet sind und die "1" bei der Uhrzeit viel zu groß ist. Niemand hört auf uns.
Erste Band ist JESUS PIECE. Wir sind viel zu sehr damit beschäftigt, uns zwischen die Menschenmassen zu schieben, um die Stationen Klo, Bar und Garderobe zu schaffen, als uns mit der Musik zu beschäftigen. Es wird auf jeden Fall fleißig gegrunzt, also auf der Bühne. Was bleibt ist: "No shirt, no merch!"  
Als nächstes dann OBITUARY. Jemand hatte mir zu Schulzeiten mal die "World Demise" ausgeliehen, und ich konnte mal so gar nichts damit anfangen. Aber jetzt, so ein paar Jahre später, bin ich bereit, amtlich angeschrien zu werden und finde es schön, so eine Art Flashback zu haben. Alleine schon der Blick aufs Bandlogo katapultiert mich in alte Metal-Hammer-Zeiten zurück.
Von OBITUARY kenne ich nur "Slowly we rot", und das auch nur, weil es mir dieser lebensbejahende Titel bei meiner Vorkonzertrecherche angetan hat. Der Auftritt zeigt auf jeden Fall Wirkung, zieht mich in seinen Bann und zaubert mir ein leichtes Grinsen auf die Lippen. Natürlich nur innerlich, weil man muss ja metalmäßig ernst gucken. 

Ansonsten ist es so dermaßen voll, dass es egal ist, wo man steht. Hier haben wir es mal irgendwohin geschafft, wo mal keine Durchgangsschleuse ist. Ansonsten quetschen sich überall die Menschen durch und lang. Ich glaube, so viel Nahkontakt zu stattlichen Plautzen hatte ich noch nie und brauche ich auch nicht unbedingt mehr. Trotzdem sind die Allermeisten entspannt und wohlwollend. Wir haben die Vermutung, dass der beste Ort vorne vor der Bühne sein wird, der erscheint uns gerade aber unendlich weit weg. 
Also denken wir antizyklisch, gehen kurz vorm Ende von Obituary an die Bar, um dann weiter vorne und entspannt bei JINJER zu stehen. Ich habe überhaupt keinen Plan, was uns da erwartet. Und bin dann mehr als positiv überrascht, als auf einmal eine FLINTA*-Person als Frontmensch auf die Bühne kommt (die erste und letzte an diesem Abend). Zweite Überraschung ist die krasse Stimmgewalt von ihr: Von einer hohen Stimmlage, die mich an Fear Factory erinnert, wechselt sie die Stimme sofort in eine sautiefe Growl-Stimme und wieder zurück. Ich bin schwer beeindruckt. Leider ist die Musik zu Linkin-Park-esk und auf Dauer eher eintönig, deshalb ziehen wir uns strategisch zurück, um uns für den letzten Auftritt von Sepultura in Berlin zu wappnen.
Durch die sehr große Konzertdatum- und Berichtveröffentlichungsdatum-Schere verschwimmen die Erinnerungen an Details vom SEPULTURA-Auftritt zu einem Brei aus riesiger Leinwand mit einer krass ausgefeilten Videoshow und Musikanten, die "für ihr Alter" noch sau schnell spielen. Alle Hits dabei, aber auch vieles, was ich nicht kannte. Macht's gut, Sepultura, vielleicht macht ihr ja doch noch weiter!


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