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The Dead End Kids, Trümmerratten, 15.11.2025 in Düsseldorf, Ratinger Hof - Bericht von der Redaktion

The Dead End Kids, Trümmerratten 15.11.2025 in Düsseldorf

Johnny Donnert: Ich scheiße auf November Blues, November Rain und GUNS N' ROSES und fahre lieber in die schönste Stadt am Rhein, um den fabelhaften TRÜMMERRATTEN zu lauschen und THE DEAD END KIDS auszuchecken. Bei der Show bin ich dann über Fö und seine fotografischen Meisterleistungen gestolpert und ohne dass ich, noch er, sonderlich aufdringlich waren, sind wir auf den Punkt gekommen, diesen Bericht hier zusammen zu verfassen.
Fö: Immer wenn ich den Namen Guns n' Roses lese, frage ich mich, warum es n' heißt und nicht 'n', wo doch schließlich auf beiden Seiten des n jeweils ein Buchstabe weggelassen wird, oder steht das n' gar nicht für and? Und was ich mich auch frage, sind Guns n' Roses schuld daran, dass viele Leute Rock n' Roll schreiben, obwohl es richtigerweise (sogar laut Duden!) Rock 'n' Roll heißt? Aber egal, das nur am Rande.
Heute ist viel Ausgeh-Angebot und ich eigentlich nach sehr ausuferndem Programm in den letzten Tagen zu kaputt, aber irgendwie hab ich dann doch wieder Bock.
Johnny Donnert:  TRÜMMERRATTEN starten heute den Abend. Ich bin natürlich komplett voreingenommen und erachte die Band als äußerst super und das nicht nur, weil ich dank ihnen hier heute keinen Eintritt zahlen brauche. TRÜMMERRATTEN spielen einfach sehr guten, authentischen Deutschpunk, sind dabei am Puls der Zeit und verbinden Wortwitz mit Cleverness und haben dabei auch noch was mitzuteilen.
Fö: Ich finde den Bühnenaufbau sehr erfrischend, mit dem Schlagzeug vorne. Haben sie laut Tüddel wohl den Dead End Kids zu verdanken. Vermutlich wurde sogar extra ein Laden mit breiter Bühne gebucht, um das möglich zu machen! Danke dafür!
Johnny Donnert: Das Foto habe ich von einer mir unbekannten Person mit meinem Handy machen lassen. Dieser Mensch hat einen langen Arm und steht noch weiter vorne als wir. Danke an der Stelle.
Johnny Donnert:  TRÜMMERRATTEN spielen nur Hits und kommen meiner Meinung nach beim spärlichen Publikum sehr gut an und das völligst zu recht.
Fö: Das sind wirklich alles Hits! Die Lieder dauern zwischen 30 und 90 Sekunden, die Refrains gehen wunderbar ins Ohr und die behandelten Themen gehören an jede Tür genagelt. Zudem wird vor fast jedem Song erklärt, worum es geht. Ein sehr immersives Erlebnis!
Johnny Donnert: Hier mal zur Abwechslung Fö und ich auf einem Foto. Ich halte mir die Augen zu, damit ich nicht so Raum-einnehmend bin, denn wenn ich den Raum nicht sehe kann ich ihn nicht einnehmen und Fö zeigt mir dabei aber an, dass ich bitte leise zu sein habe, da ich auch sprechen kann wenn ich mir die Augen zu halte. Fö hat heute sogar einen echten Bierschinken-Kapu-Zipper an. Der kann echt alles tragen.
Fö: Neenee, ich hab den Finger vor der Nase, das bedeutet dass du gefälligst nicht zu riechen hast!
Johnny Donnert: THE DEAD END KIDS aus dem Hause RILREC habe ich, wenn mich nicht alles täuscht, bislang noch nie live gesehen. Im Vorfeld aber bereits online/auf socialmedia wahrgenommen.
Fö: Das Social-Media-Team der Dead End Kids ist wirklich sehr fleißig! Ich bin da besser vorbereitet und habe die Band schon häufiger gesehen. Also kann ich auch an dieser Stelle nochmal erwähnen, dass ich den Bühnenaufbau heute super finde, mit dem Schlagzeug vorne. Bassist kann nach hinten, interessiert eh nicht.
Johnny Donnert: THE DEAD END KIDS spielen ein grundsolides Set. Ich weiß nicht genau ob's mein persönlicher Zustand, der eher unsympathische Laden oder die Band ist, aber irgendwie will die Mucke bei mir nicht so wirklich zünden. Ich tippe auf die Varianten 1 und 2, denn ich frage mich den Abend über mehrfach, wieso die Show hier nicht etwa im Hinterhof oder im AK47 stattfindet. Raph ich nicht, muss ich aber auch nicht.
Fö: Kleinere Läden sind halt einfach immer besser! Außer man will das Schlagzeug nach vorne stellen. Vor der Tür gab es auch Gespräche, wann wer zuletzt im Ratinger Hof war. Bei mir ist das 8 Jahre her. Seitdem gab es einige Betreiberwechsel und eine positive Änderung: Das Verzehrkartensystem wurde abgeschafft! Aufpassen muss man trotzdem noch, wenn man den Laden verlässt: Ja nicht die falsche Tür (Eingang statt Ausgang) nutzen, sonst gibt es ne Ermahnung! Als Einbahnstraßenfans unterstützen wir das natürlich voll.
Fö: The Dead End Kids mit dem mittlerweile vierten Album im Gepäck. Die Songs sind noch abwechslungsreicher als zuvor (irgendwann wird sogar ein Keyboard rausgekramt) und alles ist immer noch schön spritzig-lebhaft. Ich find auch einfach die gelegentliche Metal-Gitarre immer wieder geil. Auch wenn Metal sonst kein schönes Genre ist. Also, nur manchmal.
Fö: Bei den Ansagen vertiefen sich insbesondere Fatima und Caro immer wieder in abstruse Abgründe. Und sie führen fort, was kürzlich Akne Kid Joe schon vorgemacht haben: sie geben vor, was später im Bierschinken-Bericht zu stehen hat. Heute: zu viele Ansagen. Guter Service!
Fö: Und dazulernen können wir auch noch alle was. Die Band hat heute dank Stadtführer Faf was über Düsseldorf gelernt, und wir erfahren was über den Schulsportunterricht der Dead End Kids: So begann dort die Stunde immer mit dem Ausruf "Sport frei!".
Ich möchte aber an dieser Stelle kurz hinzufügen, dass ich ebenfalls das Vergnügen hatte, Sportunterricht in der ehemaligen DDR beizuwohnen, und bei uns gab es kein "Sport frei!". Militaristisch geprägt war es trotzdem. Naja.
Fö: Ah, das erwähnte Keyboard! Ich weiß nicht mehr, bei welchem Song. Ist ja auch egal.
Johnny Donnert: Gegen Ende des Sets schafft es die Band sogar noch paar Leutchen zum Tanzen zu bewegen. Keine leichte Aufgabe bei einem eher mau besuchten Konzert. Props an die Band. Auch wenn sie mich persönlich heute Abend nicht so ganz abholen, reißen sie sich echt den A auf und spielen eine sehr Energie-geladene Show.
Fö: Es gab sogar Crowdsurfing und eine Polonaise. Aber wir sind ja hier in Düsseldorf, letzteres sieht man vermutlich häufiger hier in der Altstadt.
Fö: "Frieda und die Bomben" als Zugabe, einfach ein Knaller! Geil!
Johnny Donnert: Am Ende bin ich beseelt von dem Abend. Dafür dass das Konzert eher schlecht besucht ist, habe ich viele gute Leute treffen können und einen super Abend.


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