Beast, Necroknight, High Warden, 06.03.2026 in Dortmund, Hirsch Q - Bericht von Fö
Beast, 06.03.2026 in Dortmund
Erste Band: NECROKNIGHT. Schon irgendwie alles geil an dieser Band. Die sind natürlich metal-mäßig geschminkt im Gesicht, keine süße KISS-Katzen-Optik sondern so gefährliche schwarze Streifen wie einmal Grillkohle über die Fresse gezogen. Dann kommt der Sänger natürlich mit nem Schwert in der Hand auf die Bühne. Ehrensache! Und schon der Name ist so Klischee: Wie viele Metal-Bands mit "Knight" im Namen mag es wohl geben? Und wie viele mit "Necro"? Gibt es mehr Horrorpunk-Necro-Bands oder mehr Metal-Necro-Bands?
Ich weiß nicht genau, welche Spielart des Metal das so ist, laut Internet soll sich das "Epic Death Metal" schimpfen und klar, das passt schon. Gleichzeitig episch-hymnisch und dämonisch-böser Krächz-Gesang, viel Gitarren-Fideldidü. Das weckt schon viele Mittelalter-Fantasy-Assoziationen, was alleine schon witzig ist, weil es im Mittelalter meines Wissens keine E-Gitarren und Verstärker gab, aber der Fantasy-Aspekt macht halt einfach alles möglich. Easy!
Das Publikum jedenfalls ist angetan, zwischendurch wird sogar mal gepogt und es riecht wunderbar beißend nach Schweiß und ungewaschenen Kutten. Einfach klasse!
Dann HIGH WARDEN. Glaube da steckt auch wieder viel Fantasy drin, musikalisch ist es aber eher die bekiffte Variante von Metal. Alles zieht sich ewig. Ein bisschen wie Metallicas "Master of Puppets", aber in halber Geschwindigkeit und auf Doom getrimmt, also eigentlich wieder komplett anders.
Kann man machen ist für einen Song (der so lange dauert wie ein komplettes HC-Konzert) auch ganz spannend, aber irgendwann auch sehr redundant, wenn man nicht gerade Fan dieser Musik ist - was, sag ich jetzt mal so ganz unter uns, bei mir bezweifelt werden kann.
Dann BEAST! Torben hat mir im Vorfeld gesteckt, dass uns da "klassischer Metal" erwartet, was auch immer das sein mag - jedenfalls keine Klassik-Musik. Ist aber tatsächlich die Band, die mir heute musikalisch am meisten zusagt.
Klassischer Metal scheint zu bedeuten, dass es alles ein bisschen nach Iron Maiden klingt! Aber leider nicht zu sehr. Zumindest wünsche ich mir an vielen Stellen etwas mehr Geflirre und Gejaule - aber vielleicht ist es auch einfach bodenständiger, das nicht zu sehr ausarten zu lassen.
Jedenfalls bringen BEAST die Metal-Herzen vor der Bühne zum Brennen. Da sieht man sie alle: Die Headbanger, die Luftgitarrenspieler, die Pommesgabeln, die "ich habe eine unsichtbare Orange in der Hand"-Theatraliker. Toll!
Insgesamt spielen BEAST gefühlt kürzer als die anderen Bands, was etwas schade ist, aber alles ist besser als Bands die zu lange spielen. Daher auch hier Daumen hoch!













