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Dry Skin, Tinted House, 06.03.2026 in Görlitz, Kulturkneipe Lüders - Bericht von verSemmelt

Dry Skin, 06.03.2026 in Görlitz

"Bastards bastards- the war begins - bastards bastards - money wins - bastards bastards - the oppressing way - bastards bastards U.S.A." (Rawside). Und an welches Lied aus dem Kinderzimmer denkt ihr so beim Angriff auf den Iran? Und ich dachte eher, es geht schnurstracks auf den Techfaschismus hinzu. Aber durch eine Zeit des neofundamentalistischen Christentums von "Kriegsminister gibt es wieder" (Zitat aus 99 Drohnen von einer unbekannten Künstlerin) mit >Apokalypse yeah< und >Deus Vult-Tattoowierung< müssen wir wohl auch noch durch. Ende offen.
Heut geht es dann mal in eine (für mich) neue Location auf dem sogenannten Rabryka-Gelände. Ich bekomme es auch nur mit, weil in einer Signal-Gruppe der Flyer gepostet wurde. Ich kann immer nur appellieren, alles halbwegs relevante an Konzerten auf sachsenpunk posten zu lassen und nicht auf deren unübersichtlicher Homepage zu verstecken. Mich interessiert tatsächlich ausschließlich Livemusik und fühl mich da unnötig verarscht. Ist doch dann auch schade, wenn nur wenige Leute, wie zu dieser anscheinend existierenden Konzertreihe "Lüders goes Live", kommen. Wer weiß, was ich schon alles verpasst habe...
Nachdem ich etwas rumirre und dann die moderne und vollends barrierefreie Location (inklusive Brailleschrift für Menschen mit Sehbehinderung) gibt es so einzelne Räume, die in einer alten Fabrikhalle reingeklatscht wurden. Neben dem Einlass sprießen schon die Tomatensamen, sodass ich mich fast selbst in Zugzwang sehe. Aber Suchmaschine sagt Mitte März mit der Aufzucht starten. Alles gut. Drinne ist ein sehr hellhöriger Quader mit Sofas, einer Bar mit u.a. tschechischen und polnischen Fassbier und einer trotz alledem sehr guten Akustik. Man beachte im Bild die Form der Discokugel!
Beide Bands heute aus Dresden. Es fangen an die mir völlig unbekannten TINTED HOUSE, die immer mal wieder ihre Momente haben. Im Grunde hat das was von Barmusik, die immer wieder mal ausbricht. In der Mitte des Sets ein fast krawallig anmutender Grungesong. Oft hat es so psychedelische Momente und die stärksten Momente sind für mich die stoischen Songs, die sich langsam immer mehr reinsteigern. Experimente werden auch nicht gescheut - so wird auch mal ein Text aus einer Tageszeitung in einem Song eingebaut. Anspruchsvolle als auch abwechslungsreiche Musik. Muss man mögen.
DRY SKIN hießen bis 2023 "I´m Your Stalker" und ich kenne zumindest John von Nowaves am Synth. Irgendwie ist dann auch Nowave bei Dry Skin dabei, erinnert aber oft auch oft an so britische Indiemusik. Im Mittelteil klingen dann zwei, drei Titel schon fast nach UK-Mainstream der 90er oder so etwas wie Mando Diao. Die Stimme wechselt auch immer ganz cool. Anfangs mit sehr sonorem klaren Klang und dann auch mal etwas verzerrter. Das ist allgemein sehr schöne Musik, die echt mehr Publikum verdient hätte. Hat gelohnt doch nach einigen Absagen noch allein nach Görlitz zu cruisen. Die letzten 3 Songs der neuen EP "Dead Wood" sind einfach nur phänomenal.


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