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Headbutt, I Feel Violent, Astro Groove Collective, 07.03.2026 in Dortmund, Langer August - Bericht von der Redaktion

Headbutt, I Feel Violent, Astro Groove Collective, 07.03.2026 in Dortmund

Burn: Eigentlich hatte ich gar keine Zeit, um mir dieses Konzert anzuhören. Aber wie so oft, passieren Dinge, die ein unvorhersehbares Zeitfenster öffnen, so dass ich mich auf das Rad schwingen konnte, um zum Langen August zu fahren.
Fö: Dritte Kooperationsveranstaltung der Naturfreund:innen Dortmund-Nord und Bierschinken! Nachdem wir die letzten beiden Male im Nordpol gastieren durften, gehen wir nun zwei Straßenecken weiter in den Langen August. Für mich die erste eigene Veranstaltung im Langen August, alleine das schon mal ne Besonderheit! Ansonsten, ja, wie soll ich sagen - den Termin haben wir erst relativ kurzfristig bekommen und hatten erstmal Probleme, überhaupt Bands zu finden. Aber dann ging es doch irgendwie Schlag auf Schlag und schlussendlich haben wir drei Bands. Eine mehr als sonst, aber dafür hatten wir die letzten Male noch nen DJ, warum dann nicht einfach noch ne Band stattdessen?
Burn: Ich bin sehr zeitig zu 19:00 Uhr dort angekommen, und konnte auch noch die letzten Töne vom Soundcheck mitbekommen.
Fö: Wir sind tatsächlich seit ca. 12 Uhr vor Ort um alles um-, aus- und einzuräumen. Tische und Stühle raus, Tanzboden herrichten, Bühne vorbereiten, Anlage aufbauen. War wirklich ein bisschen chaotisch und ich hätte nicht gedacht, dass wir so lange brauchen. Aber pünktlich zum Einlass ist dann auch das meiste erledigt. Auch das Personal für die erste Einlassschicht erfuhr erst 20 Minuten vor Start von seiner heutigen Aufgabe. Hat dann aber doch alles geklappt!
Fö: Jau. Drei Bands, davon eine das ASTRO GROOVE COLLECTIVE, die so tanzbare Improvisations-Musik machen und somit perfekt für den angedachten "Abschluss-DJ-Ersatz" waren. Was aber dann gehießen hätte, eine von den weit angereisten Berliner Bands den Opener machen zu lassen, das war uns auch wieder unangenehm. Also wurde kurzfristig beschlossen, dass sie am Anfang ein kurzes und am Ende ein langes Set spielen, wir das Ganze ein "Musikalisches-Rahmen-Konzept" taufen und einfach mal gucken, wie das angenommen wird.
Burn: Astro Groove Collective hat das gehalten, was versprochen wurde. „Treibender Drum und Bass wechselt sich mit sphärischen Synthies und psychedelischen Gitarren ab.“ (Bierschinken Insta) Also Impro Jazz.
Fö: Ja, ich hab auch auf den Deckel bekommen, dass als Jazz bezeichnet zu haben. Das sei doch Funk! Wat weiß ich denn. Bei "Psychedelic-Disco-Rock Impro Partyband aus Dortmund" (Band Insta) war ich selbst so abgeschreckt, dass mir das arg verkürzte "Impro-Jazz" als Synonym für "Musik die ich nicht verstehe" einfacher erschien.
Burn: Das ganze Set bestand, wenn man davon überhaupt reden kann, aus 4 Songs. Jeder eine gefühlte Ewigkeit lang. So ist das halt, wenn man wie in einer Session einfach mal loslegt. Für mich darf es etwas mehr Struktur sein, da ich sonst in dem Sound verloren gehe.
Burn: Nach einer kurzen Umbaupause geht es weiter. HEADBUTT haben eine andere Energie. Punk-Rock mit einer schönen monotonen und teilweise düsteren Hookline. Das gefällt mir sehr gut.
Burn: was mir aber noch mehr gefällt ist der Gesang. Sehr erfrischend diese rotzige Art den Text auf die Songs zu schreien. Das mag ich. 
Fö: Voll geil! Kaum zu glauben, dass es die Band erst seit nem Jahr gibt. Ich hatte Caro (Gesang) ursprünglich nach ihrer anderen Band "Pink Wonder" gefragt, aber als sie mir dann Headbutt vorschlug, war ich schon nach kurzem Reinhören Feuer und Flamme. Scheißegal dass die hier niemand kennt, die müssen auf die Bühne!
Fö: In den Ansagen wird vor allem betont dass in Dortmund alle so nett sind, selbst wenn sie beinahe umgefahren werden. Verrückt! Also ja, Musik macht richtig Laune, schön abwechslungsreich, trotzdem immer in die Vollen. Toll!
Fö: Der letzte Song dann noch mit "Stylophon", ein Musikinstrument über dessen Existenz ich mir nie Gedanken gemacht hab, aber nun ist es da und es bereichert den Sound ungemein. Mehr davon!
Burn: Zum Schluss kommt mit I FEEL VIOLENT eine tolle Hardcore Kapelle. Anders als der Opener an dem Abend bekommen wir hier in ca. 30 Minuten etwa 40 Songs um die Ohren geblasen. Was ein Druck.
Fö: Okay, hier dann auch kurz die Geschichte, wie es zum Booking kam: als ich letztens in Berlin war, trafen wir uns ganz freundschaftlich zum Essen, ich klagte mein Leid dass wir noch ne Band für den 7.3. suchen, sie klagten ihr Leid dass sie noch nen Auftritt für den 7.3. suchen, und so beschlossen wir, unser Leid zu teilen.
Burn: Schön schnell, schön laut. Leider war der Gesang nur sehr schwer verständlich. Hat meinen Gesamteindruck aber nicht beeinträchtigt. Ein toller Abend.
Fö: War das so? Oh. Lässt sich ja nachhören und -lesen. Dabei sind die Texte auch sehr direkt und frontal, und alles was Sabrina macht ist wunderbar.
Fö: Ich bin auch total begeistert von der Instrumentenfraktion, wie da so dermaßen konsequent runtergedroschen wird, heilige Kajüte. Ich mag ja eh die Leute sehr und bin von daher parteiisch, aber was die da als Band für ne Wand fabrizieren, sehr amtlich.
Burn: Was mich jetzt irritiert ist, dass hier nochmal Fotos der ersten Band sind. Hat die nochmal gespielt? Ich war da schon weg. Sowas mache ich eigentlich nicht. Wurde aber auch nichts gesagt. Naja, einmal ist immer das erste Mal. 
Fö: Oh, da muss ich mich und uns wohl ganz dick für entschuldigen, wenn das in der Kommunikation unterging. Nächstes Mal doch ne Running Order aufhängen. Wurde von uns vor allem verbal kommuniziert und war ja auch ne eher kurzfristige Entscheidung, das so zu machen.
Fö: Also: Zweites Set ASTRO GROOVE COLLECTIVE. Diesmal noch länger und noch mehr impro und noch mehr Getanze. Ich find die Darbietung tatsächlich cool, weil sich immer wieder Melodien und Arrangements ergeben, die auch immer wieder aufgegriffen werden und so als "Songs" durchaus auch losgelöst funktionieren würden. Zumal das mit der Partyband halt auch irgendwie stimmt, die Leute haben jedenfalls Bock.
Fö: Als Mitveranstalter Ole sie gegen 0 Uhr irgendwann bittet, langsam zum Schluss zu kommen, wird er vom Publikum rausgeschmissen.
Fö: So, das war ein sehr langer, aber auch sehr schöner Abend im Langen August! Danke an das ganze Team und die Naturfreund:innen! Und natürlich an die zahlreichen Gäste. Freu mich auf unsere nächsten Veranstaltungen!


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