La Dispute, Pijn, Vs Self, 13.03.2026 in Stuttgart, Im Wizemann - Bericht von Horace
La Dispute, 13.03.2026 in Stuttgart
Wir sind zwar pünktlich vor Ort, allerdings sind heute mal wieder drei Konzerte im Wizemann und alle fangen gleichzeitig an. Bedeutet also Schlangestehen bis fast zum Ende der Straße. Das Publikum ist hübsch gemischt, so gibt es doch Mittelalter-Folk (Metaller), "Robin" (nach dem Publikum aus Eltern mit Kindern wohl so n Influencer pipapo) und eben LA DISPUTE Fans bunt gemischt in der Schlange. Wenigstens bekommen Metalheads einen eigenen Eingang und so kommen wir dann doch verspätet aber wenigstens überhaupt in den prall gefüllten Club des Wizemanns.
Hier seht ihr die letzten Minuten von PIJN. Wieso nur die letzten Minuten? Siehe oben - sie wurden ein Opfer der Schlange (und unseres Hungers bzw. Bedarfs nach einer Sportzigarette). Ich kenne die Band nicht, ist im Genre aber wohl bekannt. Das was wir mitbekommen ist rein instrumental und ziemlich mächtig. Ziemlicher deprimierter Postrock von der Band aus Manchester. Nach fünf Minuten nehme ich auch die Cellistin wahr. Interessant - aber dann auch schon vorbei.
Nach kurzer Pause gehts mit VS SELF weiter. Emo/Screamo aus den USA und stilecht wird im Button Down Hemd mit Schellenkranz geschrien was das Zeug hält. Die Band hat keinen Bassisten, dafür aber einen Gitarissten mit (nach Gehör) acht Händen. Auf den Sound mit viel Gitarren-Gegniedel muss mensch Bock haben, aber die Performance war einfach beeindruckend. Wird langsam auch hübsch warm hier drin.
Es war schon bei den Vorbands erfreulicherweise recht voll, aber als LA DISPUTE die Bühne entern, ist auch der letzte Platz besetzt. Das Konzert ist wohl schon länger ausverkauft. Wir haben im Vorfeld noch ein Ticket gebraucht, welches in letzter Sekunde per Kleinanzeigen und viel Vertrauen noch in unsere Hände gelangt. Vielen Dank Dario an der Stelle! Vor der Halle war echt nix zu holen und online gabs fast nur noch Gesuche.
Sorry für die (gewohnt) schlechten Bilder, aber ich hatte eigentlich gar nicht vor nen Bericht zu machen. Ich als La Dispute Neuling befinde mich ganz klar in der Minderheit, denn die Leute sind ab dem ersten Ton sowas von angeknipst. Das steigert sich bei jedem Song. Der Großteil der Leute ist sehr textsicher und für uns La Dispute Noobs echt beeindruckend anzusehen. Sound ist hervorragend und ich kann ohne Vorkenntnis sogar den Großteil der Texte verstehen und das in der Schuhschachtel vom "Club". Sänger Jordan Dreyer steht keine Sekunde still und wahrscheinlich sind jetzt Trampelpfade in der Bühne, weil er dermaßen Kilometer zurücklegt. Auch das Publikum ist ständig in Bewegung und auch emotional voll dabei. Bei den wenigen ruhigen Momenten kann man eine Stecknadel fallen hören und wenn es heftig wird, ist der Raum bis zur Bar in Bewegung.
Beim Vorhören hatte ich schon gemerkt, dass die Band eine ganz schöne Bandbreite zwischen laut und leise mitbringt, aber live kommen sogar ruhigere Stücke deutlich energetischer rüber. Auch geht manchen Menschen der Gesang von Jordan Dreyer latent auf den Geist, aber a.) ist das bei mir nicht der Fall und b.) ein gängiges Thema im Post-Hardcore und halt oft einfach Geschmackssache. Wir erleben auf jeden Fall ein unglaublich intensives Konzert, welches (erwartungsgemäß) in der Performance von "King Park" gipfelt und die Energie bis zum Schluss hochhält. Uff, das ist schon heftig und echt ein Abend zum Zunge schnalzen. Ich zieh mir jetzt erstmal das aktuelle Album "No One Was Driving the Car" rein - bin echt angefixt.
Beim Vorhören hatte ich schon gemerkt, dass die Band eine ganz schöne Bandbreite zwischen laut und leise mitbringt, aber live kommen sogar ruhigere Stücke deutlich energetischer rüber. Auch geht manchen Menschen der Gesang von Jordan Dreyer latent auf den Geist, aber a.) ist das bei mir nicht der Fall und b.) ein gängiges Thema im Post-Hardcore und halt oft einfach Geschmackssache. Wir erleben auf jeden Fall ein unglaublich intensives Konzert, welches (erwartungsgemäß) in der Performance von "King Park" gipfelt und die Energie bis zum Schluss hochhält. Uff, das ist schon heftig und echt ein Abend zum Zunge schnalzen. Ich zieh mir jetzt erstmal das aktuelle Album "No One Was Driving the Car" rein - bin echt angefixt.








