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Gehacktes: Fensterputzer, Pänther Piss, 21.03.2026 in Witten, Werk°Stadt - Bericht von der Redaktion

Fensterputzer, Pänther Piss, 21.03.2026 in Witten

Zwen: So, Freunde auf geht's nach Witten. Schließlich spielen The Destruents und die sind sehr gut und werde immer besser! Außerdem gibt es seit sehr langer Zeit mal wieder ein Konzert im Treff/Werk°Stadt-Konglomerat. Also, treffe ich mich mit Fö und Hasky vor dem Gasthaus in Dortmund und muss erstmal ziemlich doll pissen. Zunächst überlege ich hierfür einfach in den Westpark zu gehen. Als mir Fö jedoch erzählt, dass wir heute IC fahren, halte ich noch ein bisschen ein.
Fö: Ich geb's zu - natürlich freue ich mich auch darauf, The Destruents zu sehen, aber der wahre Grund, nach Witten zu fahren, ist, dass die Strecke derzeit von einem IC bedient wird, der für das D-Ticket freigegeben ist! Als Bahnfahr-Fans dürfen wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. 5/5 Sterne.
Zwen: Ich will nicht zu viel verraten, probiert es am besten selbst aus aber die Pissung im IC war absolut genüsslich und eines meiner absoluten Jahreshighlights.
Fö: in der Werkstadt findet heute "Gehacktes" statt. Das ist ein Livemusik-Format, bei dem über Genre-Grenzen hinweg insbesondere neue Bands auftreten. Schöne Sache! Hab ich tatsächlich schon häufiger von gehört, erfahre aber heute, dass es das schon seit 13 Jahren nicht mehr gab und wir heute einem Neuanfang beiwohnen. Wow! Aber zunächst heißt es, Stille aushalten. Anscheinend wird im Nebenraum ein Theaterstück zum Thema "Stille" aufgeführt, da würde Giarrenlärm nur stören. Na das fällt denen ja früh ein! Entsprechend verzögert sich der Beginn.
Zwen: Diese Ansage seitens der Veranstaltungsleitung ist so bescheuert, dass ich zeitweise denke es handelt sich hier eher um ein Sozialexperiment oder Versteckte Kamera. Also ich dann aber einen Stand der Lebenshilfe sehe, werde ich schnell eines besser belehrt.
Fö: Dann schließlich! Zunächst begrüßt uns der Veranstalter mit der Frage, ob der Veranstaltungsname "Gehacktes" denn noch zeitgemäß sei und wir dürften gerne Vorschläge zur neuen Namensfindung einreichen. Mir ist das alles wumpe, aber folgende Vorschläge vergaß ich in das Katzenschwein zu werfen: Geshreddertes, Gemachtes (mit den Spinoffs "Eingemachtes" für alte Bands und "Nachgemachtes" für Coverbands), Gelacktes, Genatztes. Oder vielleicht etwas gemüsiger, ich mag zum Beispiel das Wort "Wirsing" und plädiere für "Wirsingsfreude". "Kompott" fänd ich aber auch schön. Oder ganz ehrlich einfach nur: "Konzert mit Bands". Oder "Bier4Euro" (mit der low-budget-Variante "Mitgebrachtes"). Oder, um einfach alle zu verwirren, "Remscheider Talentbühne".
Fö: So, nu aber zur ersten Band! FENSTERPUTZER kommen aus ebendiesem Witten, und das lassen sie uns in jedem zweiten Song wissen. Wischt man diese Lokalromantik mal beiseite, ist der Auftritt aber durchaus unterhaltsam. Könnte weitestgehend unter Funpunk laufen, musikalisch durchaus abwechslungsreich, aber eben Punk.
Zwen: Ist dieser "Woooohooohoo Witten Annen"-Song eigentlich im Original von Brigade S oder geht das auf so eine uralt UK-Band zurück?
Fö: Gerüchteweise sind Fensterputzer hervorgegangen aus der legendären Band "Rally-V", die vor 13 Jahren mal beim Bierschinken eats FZW spielte und an die ich mich kein Stück erinnere, außer dass Härp bunt trug. So auch heute. Für Fensterputzer ist es indes erst der zweite Auftritt. Richtig nervig fand ich nur den einen Song, der so nen Tote-Hosen-Whohoho-Teil hatte. Bester Song hingegen ein Anti-Nazi-Song, trotz Ska.
Fö: Mittlerweile haben wir spät und mir fällt auf, dass um 4:30 mein Wecker klingelt. Gleichzeitig lassen Zwen und Hasky durchklingeln, dass sie auch nicht bis zum Ende aushalten werden. Jetzt stehen wir vor der schwierigen Situation, dass wir doch eigentlich wegen der Band da sind, die als letztes spielt, jetzt aber erstmal die Band spielt, auf die wir am ehesten verzichten könnten (also, zumindest auf ihren Bassisten). Ach, schwer sowas! Naja, ein paar Töne erhaschen wir noch von PÄNTHER PISS.
Zwen: Kurz vor Pänther Piss entweicht jeglicher Lebenswille aus meinem Körper und ich muss mich tatsächlich mit Sonnenbrille (weil Licht zu hell) ins Foyer setzen. 
Fö: Zu hören gibt es so ne räudig-melodische Punk'n'Roll-Geschichte. Sehe ich nicht zum ersten Mal, weiß also was mich erwartet, ich erkenne sogar ein paar Songs wieder, das spricht für die Schmissigkeit. Den ganzen Auftritt geben wir uns dann trotzdem nicht, danke Theater!
Zwen: Ich bin ein bisschen enttäuscht, hätte ich doch gerne The Destruents gesehen, aber mein Körper signalisiert mir gerade sehr deutlich, dass hier und jetzt Schluss ist. Am nächsten Tag wache ich dann natürlich auch mit komplett verschleimten Lungen und Nebenhöhlen auf und fühle mich als hätten Pänther Piss gestern 48 Stunden ohne Pause meine Gehörgänge malträtriert. 


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