Pest Hole, Victims of Classwar, Ocaso, Zwang, Ensimismarse, 11.04.2026 in Finsterwalde, Leipziger86 - Bericht von verSemmelt
Pest Hole, 11.04.2026 in Finsterwalde
In FiWa selbst war ich noch nie. Aus meiner Gegend kommt man irgendwie auch schlecht dort hin bzw insbesondere wieder weg. Was ich nicht wusste, dass da wohl regelmäßig bei Veranstaltungen so lange durchgezogen wird, bis die Bahn früh in Richtung Leipzig oder Cottbus wieder fährt. Von der L´86 habe ich aber immer schon viel gutes gehört.
In einen naturbelassenen Garten kann man erstmal gezapftes Tschechisches zu 3.666€ verköstigen. Also 3-4€ geben oder man ist verstrahlt wie ich und kauft am Ende 3 Bier zu insgesamt 11€ um fast exakt diesen Preis zu simulieren. Veganes Essen gibt´s, Distro von Angry Voice, später ne Feuertonne.
Auf dem Speiseplan heute 5 härtere Sachen. Es findet sich dazu ein buntes Publikum von Jung und Alt ein.
ENSIMISMARSE habe ich schon das ein oder andere Mal gesehen. Die Sets werden zunehmend länger und spannender. Ich glaube, dass das dieses Neocrust ist. Jetzt so als Opener eines langen Abends durchaus ansprechend.
ZWANG kenne ich schon durch einen obskuren Livestream auf Telegram. Da gibt´s erstma herrlich asseligen D-Beat-Punk auf die Lauscher. Roh und laut.
Beim Metalpunk von PEST HOLE ist es dann so voll, dass ich auf Durchdrängeln verzichte. Publikum ist bei paar Songs teilweise sogar textsicher - das nenn' ich mal Heimvorteil. Ansonsten nicht viel neues was ich erzählen kann. Gefiel mir genauso gut wie zuletzt in Görlitz.
Schönes gestelltes Foto noch. Angeblich sagt der Schwabe 'Tschüss' im Namen einer britischen Künstlerin. So denn: Adele!
Dann wird geglotzt, ob denn die Rauchmaschine noch liefert. Mit etwas Augen zusammenkneifen sieht man da VICTIMS OF CLASSWAR aus Leipzig (ehemals Rochlitz). Und hören tun wir verkrusteten Blackmetal.
Das zersägt ordentlich mein Gehirn und gefällt mir dann auch ausgesprochen gut. Die brauchten anscheinend ewig für neues Material, aber da kam was schönes letztes Jahr auf dem FiWa-Hauslabel Angry Voice raus. Vielleicht mein Tagessieg. Minimanko: Das war ein echt sehr langes Set für meine Aufmerksamkeitsspanne.
OCASO habe ich schon auf dutzenden Flyern gesehen, aber irgendwie dennoch noch nicht live gesehen. Mit den treibenden Gitarren klingen die Dresdner ausgesprochen melodiös. Ist halt sehr krustig - vielleicht wird sich hier Richtung Schweden orientiert?! Da bin ich nochmal positiv überrascht und am Ende kann ich auch einen erstaunlich abwechslungsreichen Abend attestieren.
Dann wird an der Disco gewerkelt und anschließend auch ordentlich abgewackelt. Die Zeit vergeht und vergeht und vergeht und auf einmal stehe ich vor der Option "hier pennen" oder zum ersten Zug wackeln. Ich ziehe ersteres - Warum habe ich sonst auch den Schlafsack mitgejuckelt und scheinbar war 6:06 Uhr Schluss. Zumindest hatte ich da eine Art Foto auf dem Telefon gefunden...


















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