Rock'n'Wagon Warm Up: Schlimm, Easy Living, Alaska Pipeline, Brickbiter, 18.04.2026 in Sandförstgen, Jugendclub - Bericht von verSemmelt
Schlimm, 18.04.2026 in Sandförstgen
BRICKBITER aus Dresden haben scheinbar tags zuvor ihr erstes Werk "Look Inside" veröffentlicht. Die Musik ist so Post-Hardcore und gefällt mir schon mal ziemlich gut. Die SängerIn zeigt dem Publikum ganz langsam die blanke Schulter, schaut permanent auf Charlie Chaplins Portrait hinten auf der Bühne und schreit sich die Seele aus dem Hals. Daneben machen die anderen Bandmitglieder übelst Alarm. Dazu ist alles schon ziemlich facettenreich und daher auch erste Überraschung des Abends.
EASY LIVING kommen aus Cottbus und nennen ihren Stil "Yogaviolence". Zu vielen Audioschnipseln gibt´s weitgehend sehr kurze Klopper von 5 (?) bis etwa 100 Sekunden mit deutschen Geschrei. Motto "Hardcore muss hässlich bleiben". Ein kurzweiliger Spaß.
Wo wir gerade bei Spaß sind: ALASKA PIPELINE. Mit Sturmhaube bestückt werden dem anwesenden Publikum die Ohren gewaschen. Blastbeats, Gedresche, aber alles gut zusammengesetzt. Wenn die mal live irgendwo zu sehen sind: Es lohnt.
Bei SCHLIMM dachte ich ganz anfangs das wird schlimm hinsichtlich - das trifft nicht so meinen Geschmack. Es groovte sich aber recht schnell für mich ein. Wir hören (ich würde sagen) unbequemen deutschsprachigen (Hardcore)Punk. Der Sprechgesang gibt so einen melancholisch wütenden Ton an. Cold Summer nannte ihre Musik Schlechtwetterpunk. Hier passt der Begriff auch. Anschließend werde ich wieder "Schlecht" mit "Schlimm" mit "Schutt" mit "Schmutz" und anderen Bands verwechseln á la "Welche war das noch mal - aha - ja - kenn ich ja doch."










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