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Nasty Rumours, Die Disponauten, 29.04.2026 in Bochum, Wageni - Bericht von der Redaktion

Nasty Rumours, 29.04.2026 in Bochum

Matt Greasejar: "Der Grund dafür ist die Reparatur an einem Signal." Der Grund wofür? DAFÜR, DAT ICH IMMER NOCH 200 PULS HAB'! BALD! Pünktlich Feierabend, rechtzeitig am Bahnhof, und dann bin ich mal eben zwei bekackte Stunden später als geplant in Bochum. Von Duisburg-Rheinhausen. Und hätte ich nicht dank Fahrrad auf den Bus umsteigen und davor/danach ein paar Stationen auf eigener Achse überspringen können, wäre es wohl noch später geworden. Wir können uns halt nicht Steuergeschenke an Besserverdienende, Kapitalgesellschaften und die Fossil-Industrie UND einen funktionierenden ÖPNV leisten. Was machen eigentlich Leute, die mit den Öffis so richtig lange Strecken zu dringenden Terminen zurücklegen? Mehrmals bin ich kurz davor, unverrichteter Dinge die nächste Bahn zurück nach Hause zu nehmen. Aber gute Musik im herrlichen Wageni an diesem wunderschönen Frühlingsabend LASS' ICH MIR NICHT ENTGEHEN; SCHEISSE MIT DER SCHEISSE!
Zwen: Boah, mein Beileid. Ich war zum Glück schon sehr zeitig in Dortmund und konnte mich somit noch bei bestem (!) Wetter in den Westpark setzen.
Fö: Ich konnte bei bestem Wetter arbeiten, aber anschließend auch noch bei bestem Wetter Richtung Bahnhof latschen. War okay.
Matt Greasejar: Eine Vorband gab's auch. DIE DISPONAUTEN aus Bochum/Hattingen, mit Orschäl, Sängerin und diversen aus dem Wageni bekannten Gesichtern. 
Matt Greasejar: Laut Leuten, die rechtzeitig da waren, war's wohl ganz gut und hätte mir wohl gefallen. Hmja, mag sein. Die Bahn hatte halt andere Pläne.
Zwen: Geile Band mit den Kaputten ausm Ruhrpott. Konzept funktioniert aber einfach. Es gibt viel Abwechslung bei Gesang und Formation. Die Band singt auf Deutsch, Englisch und sogar Französisch und das Wageni ist sofort vom ersten Ton an proppevoll. Das ist schön, aber ab jetzt wird um jedes Milligramm Sauerstoff gekämpft. Außerdem sehe ich 90% des Auftritts nicht die Band, sondern den Stromkasten, aber passt, Fö versorgt euch mit Fotos.
Fö: Fotos vom Stromkasten hätten prima zu Fotos von der linken Box (hinter der sich noch ein Gitarrist verbirgt) gepasst!
Fö: Die Disponauten seh ich jetzt zum dritten Mal, aber zum ersten Mal zu fünft! Irre, wie die alle auf die Bühne passen! Ich bin total begeistert von der Orgel, das gibt den Liedern ein angenehm flächiges Fundament. Die Songs sind ansonsten sehr abwechslungsreich, was zum Beispiel auch daran liegt, dass jede*r mal den Hauptgesang übernimmt. Das macht es aber auch schwer, die Band in ne Schublade zu packen, also sag ich mal Punk. Ich finde ja, durch die Orgel kriegt das teilweise so Aeronauten-Vibes, damit kann man nix verkehrt machen.
Fö: Dann NASTY RUMOURS! Waren auch schon öfter hier zu Gast, aber noch nie an nem Mittwoch - oder am kleinen Donnerstag, wie es angeblich in der Schweiz heißen soll. Trotzdem sind sie, ebenso wie wir, überrascht, dass an nem Mittwoch so viel los ist. Ich finde die Theorie, dass die meisten hier gar nicht wissen, dass Mittwoch ist, und es für Donnerstag halten, weil ja Freitag Feiertag ist, ist gar nicht so abwegig.
Fö: Außer Werktagswissenschaften und flotter Musik können Nasty Rumours auch noch sehr amüsant über die Welt und sich selbst fachsimpeln. Heute geht es vor allem darum, dass der Gitarrist seit 2 Wochen krank ist, weil er einen Apfel gegessen hat.
Matt Greasejar: Zu Song Zwei der Nasty Rumors schaffe ich es dann auch mal ins Wageni. Endlich normale Leute, der Punkrock dröhnt, das Bier ist kalt, einfach schön hier. Immer wieder. Ab nach vorne und abfeiern! Die Apfel-Geschichte bekomme auch noch mit.
Fö: Zur Musik: da hören wir sehr mitreißende flotte Tanzfeger-Nummern, viel spät-70er Powerpop mischt sich mit ramonesquer Simplizität. Gefühlt fängt auch jedes Lied mit "I wanna" an, genau wie bei den Ramones! Ist wahrscheinlich gar nicht so, aber ich kann nichts für meine Gefühle.
Matt Greasejar: "Bury Me In My Leather Jacket" ja zum Beispiel nicht. Ich ertappe mich bei dem Gedanken, ob man das 2026 nicht mal vegan umtexten könnte.
Zwen: Am Ende gibt es dann noch "No Punkrock in my car" von den Vanilla Muffins zu hören. Ja, das geht sich aus. Ein schöner Abend. Hat alles super funktioniert und nach dem Konzert verdunstet sich dann auch der Großteil des Publikums.
Matt Greasejar: ...zum Beispiel Zwen, den ich gar nicht mehr zu sehen bekomme. Beim Smalltalk nach der Show beweist Sänger Juli einen über den Powerpop-Tellerrand reichenden Blick und lobt als Kenner von Schweizer Qualitätsmetal meinen Celtic-Frost-Patch. Zu Recht! Der Rückweg verläuft dann deutlich entspannter als die Anreise. Besser is'.


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