Punkrock BBQ Day 1: Acidez, Pete Bernhard, 04.06.2026 in Bochum, Wageni - Bericht von der Redaktion
Punkrock BBQ Day 1, 04.06.2026 in Bochum
Los geht's open air im Außenbereich des Wageni, für den das Wort "Bier-Garten", wenn es das nicht schon gäbe, erfunden werden müsste, mit Pete Bernhard.
Der ist in den Staaten nicht nur mit seiner Band The Devil Makes Three, sondern auch solo eine ziemlich große Nummer und macht, wenn er nach Hause kommt, erst mal den Support auf der nächsten Tour der Stray Cats! Ja, auch solo. Nach Europa ist er primär gekommen, um beim Berlin String Bash zu spielen. Aber weil Pascal neben Hinz und Kunz auch Pete kennt, macht er ebendem noch mal schnell eine Show klar. Im Vorprogramm der musikalisch ein gaaanz kleines bisschen anders orientierten Mex-Thrasher. Pete findet das amüsant, und mir gefällt's. Ich mag halt alle Arten von Musik: Country UND Western.
Später erzählt mir Pete, dass er wegen der anstehenden Stray-Cats-Tour schon 'n bisschen nervös ist. Völlig unnötig. Wer in Langendreer mit seiner kraft- und seelenvollen Interpretation von Outlaw-Country die Crustpunker für Hank Williams begeistert und zum Squaredance animiert, dem werden die Rockabilly-Rentner in den Staaten aus der Hand fressen!
Blöderweise habe ich Internet-Regel No. 1 missachtet: Essen IMMER fotografieren! Dabei hätte sich das heute wirklich mal angeboten, denn die Wageni-Crew nimmt das BBQ im Veranstaltungsnamen ernst. Und so gibt es im lauschigen Garten ziemlich geile Gemüsespieße und Vegiwurst vom Grill. Und Pommes, weil Ruhrpott, da geht dat nich ohne. Mindestens für Zwen ist der Grillstand heimlicher Headliner, denn der Hallodri hat zuhause mal wieder nix im Kühlschrank, entgeht so aber doch noch dem verdienten Hungertod. Das setzt doch völlig falsche Anreize! War aber auch echt lecker!
Wat soll ich sagen?! Ich besitze ja nicht mal einen Kühlschrank! Dementsprechend ist da auch nichts drin.
Wat soll ich sagen?! Ich besitze ja nicht mal einen Kühlschrank! Dementsprechend ist da auch nichts drin.
Dann ACIDEZ. Wageni ist mal wieder gut gefüllt, wobei vorne eigentlich noch Platz ist, da es sich aber hinten arg staut bekomme ich das zunächst gar nicht mit. Aus diesem Grund verfolge ich auch die erste Hälfte des Konzerts von meinem Lieblingsplatz aus, welcher sich hinter dem Sicherungskasten befindet. Irgendwann bewegen sich aber ein paar Leute nach draußen um ein paar Atemzüge zu tätigen.
Vorne wird von den fünf Thrash-Punkern nicht nur die Luft weggeatmet, sondern auch ordentlich Druck bis vor die Tür geliefert. Das Set ist ein ordentliches Brett und natürlich dürfen Songs wie "Sin Control" oder "Camino Al Infierno" nicht fehlen.
Was es heute nicht gibt, ist der Motto-Song "In Punk We Thrash", der einfach mal perfekt auf den Punkt bringt, wo die Jungs ihre musikalisch/kulturelle Heimat haben. Dass Sänger Fober erst seit 2025 dabei ist und die Ansagen heute alle von Basser Soti kommen, lässt vermuten, dass englisch nicht Fobers Kernkompetenz ist, weshalb dann auch einer wenigen nicht-spanischen Songs hinten rüber fällt.
Warum ich mich an solchem Kleinkram abarbeite? Na ja, hier is' Bierschinken, über irgendwas muss ich meckern. Und bis auf den fehlenden Song gab's da nix!
Die Mexikaner geben mehr als eine Stunde durchgehend Gas, was nicht nur für Drummer Abner schweißtreibende Schwerstarbeit ist.
Auch vor der Bühne ist reichlich Bewegung, und ja, selbst euer mehr oder weniger werter Berichterstatter hat mal wieder seinen aufgedunsenen Leib geschüttelt. Weil: war halt geil.
















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