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Le Rox, Brickbiter, Keepin' Distance, 11.06.2026 in Leipzig, Plaque - Bericht von alexanderdavide

Le Rox, Brickbiter, Keepin' Distance, 11.06.2026 in Leipzig

Aufm Weg nach Berlin wollte ich unbedingt beim Bachfest vorbeischneien, aber hab mich am Tag vertan – das beginnt erst morgen – also bin ich doch im Plaque gelandet zu 3x Hardcore. Das muss diese Muscle Memory sein. 
Ich muss durch den Konsum...
Eigentlich wollte ich ja ein wenig spazieren, aber das Schicksal entschied anders.
Erste Show von KEEPIN' DISTANCE. Der Hardcore aus Leipzig fackelt nicht lange rum, spielt einen recht deftigen Sound, dem Old School zugeneigt, aber ohne zu schwer oder prollig zu werden. Spätestens bei den Ansprachen – "Im nächsten Song, ja, manchmal läuft's einfach scheiße..." – merkt man, die Inhalte sind kathartischer Natur. Dabei laden einige Parts des Leipziger Quartetts zum Moshen ein. Eine Premiere, die sich sehen lassen konnte.
Der Kachelofen bleibt heute aus.
Dafür ist die Glotze an, über die man das Konzert vom Barbereich aus schauen kann. Vor ganz langer Zeit muss das eine Kneipe gewesen sein. Eintritt war übrigens Spendenempfehlung und Getränke gibt's fast zum Selbstkostenpreis. Soundqualität taugt überraschend gut. Es ist total geil hier.
Novoline sah damals noch so aus.
BRICKBITERs Name war mir schon von der Ankündigung zum Farewell Youth Prefest bekannt. Den Donnerstag werde ich nicht erleben, also gute Fügung hier. Es ertönt roher, melodiearmer Hardcore Punk mit Kreissägenstimme. Des Frontmenschens abgewandte Haltung ist fester Bestandteil, umso statischer das Bühnenbild. Zugabe spielt die Band aus Dresden grundsätzlich keine, aber kann ich heute verkraften.
Den Abend schließen LE ROX, die Punkrock zocken als wäre es Hardcore. Chaotisch und hauptsächlich im Uptempo ballert der Sound aus London, der ordentlich herumkommt. Dieses Jahr gastierten sie zum zweiten Mal beim MPF, später im Jahr spielen sie das Burn It Down und, um das nicht zu vergessen, morgen das Ain't Like You in Torgau. Das Crossover überzeugt mich nicht völlig, aber bestimmt wen anderes. Für ein, zwei Songs muss wer auf dem Lichtpult eingeschlafen sein, denn es gibt eine stroboartige Lichtattacke in grün-rot, die zumindest mich bewegungsunfähig schaltet. Glücklicherweise klärt die Band das ganz charmant.
Noch etwas verweilt, erwische ich gerade so den Bus, wo ich mit drei Hochsympathen einen Absacker beim Kiosk ausmache. Einer heißt tatsächlich Pit, beweist er mit seinem Ausweis. Das war ein rundum feiner Donnerstagabend.


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