Fö: Leider können wir den Lygo-Auftritt nicht so ganz genießen, und das liegt diesmal nicht an den (natürlich ebenfalls vorhandenen) Rauchfackeln, sondern daran, dass wir zu sehr abgelenkt sind von ner Truppe Menschen, die sich mit T-Shirts fragwürdiger Bands übers Gelände bewegen - und sich augenscheinlich auch voll bewusst sind, dass sie damit anecken. Das trübt wirklich den Spaß an einem ansonsten politisch stabilen Festival.
Melle: Wegen oben genannter Menschen bekomme ich von LYGO nix mit. Wohl aber von deren Provokationen. Echt jetzt, Campen in Hain, Menschen in Freiwild- und Onkelz-Shirt auf nem antifaschistischen DIY-Festival, plus eine männlich gelesene Person die sich bedrohlich vor unserer Begleitung aufbaut. Dessen Begleitung wiederum sein Kärbholz-Shirt auf Verlangen wechselt. In ein T-Shirt von Goitzsche Front. Und dann stellt sich diese Gruppe hämisch grinsend vor einer LGBTQ+ Fahne zum Gruppenfoto auf. Ich bin angepisst und überlege, das Festival zu verlassen.
Das teile ich sowohl den Menschen am Einlass als auch dem Awareness-Team mit. Erst will man die Sache aussitzen um nicht zu eskalieren. Erst als sich die Beschwerden häufen, wird schließlich doch noch gehandelt. Danke dafür. Eine der Frauen macht Drohgebärden in unsere Richtung. Die Stimmung ist im Keller. Mein Tipp für kommende Campen in Hains: klärt auf und zeigt auch hier klare Kante - am besten bereits im Vorfeld, da es in dieser Region notwendig zu sein scheint. Damits eben auch Susanne und Wolfgang aus dem Sportverein blicken