Punkbar: Wrecked Culture, Guilty Pleasure, Get Lost, 18.07.2026 in Münster, Baracke - Bericht von niklas
Punkbar, 18.07.2026 in Münster
Am Ende des Tages werde ich am Warendorfer Bahnhof abgesetzt und versuche, dort Bier zu finden. Leider hat der Kiosk zu, sodass ich auf dem Trockenen sitze. Im Zug schlafe ich dann auch noch fast ein und zu Hause wartet eine bequeme Couch auf mich. Aber nein, es ist ja Punkbar, da muss man hin. Ob man will oder nicht...
Heute stehen zwei Hardcore-Bands auf dem Flyer, deren Namen mir erst mal nix sagen. Ich komme ein bisschen später als gewohnt und draußen sitzen schon diverse Bekannte. Kaltes Bier gibt es auch schon nicht mehr, aber wer hätte das auch erwartet?
Die erste Band beginnt und es gibt, wer hätte das gedacht, Hardcore. Nette Ansage: "Kommt mal nach vorne, hier bewegt sich eh keiner außer mir!"
Ansonsten ist aber keine weitere Ansage zu verstehen, weil die Saitenfraktion zwischen den Liedern auch immer rumlärmt. Das ist etwas unpraktisch, weil der Sänger augenscheinlich viele und recht lange Ansagen macht. Vielleicht hat er sogar verraten, wie die Band heißt...hab ich aber alles nicht verstanden. Pluspunkte gibt es für den zweiten Coversong: "Grüne Haare" von einer Kapelle namens Knochenfabrik.
Als nächstes GUILTY PLEASURE, die auch so Hardcore spielen. Vielleicht ein ganz klein bisschen Metal-lastiger als die erste Band. Gefällt mir auf jeden Fall ganz gut.
Der Sänger rennt die meiste Zeit vor der Bühne rum, wo zwischenzeitlich schon sehr wild rumgeschubst wird. Ein paar Typen packen auch krasse Cage-Fight-Skills aus, aber niemand kommt zu Schaden.
Nach dem recht kurzen Auftritt komme ich auf dem Weg zwischen Klo, Theke und Außenbereich auch am Merchstand vorbei und stelle fest: Dieses T-Shirt kenne ich! Die Band hab ich tatsächlich schon mal live gesehen und doch nix wiedererkannt.
Nach dem recht kurzen Auftritt komme ich auf dem Weg zwischen Klo, Theke und Außenbereich auch am Merchstand vorbei und stelle fest: Dieses T-Shirt kenne ich! Die Band hab ich tatsächlich schon mal live gesehen und doch nix wiedererkannt.
Die Sängerin flitzt auf der Bühne rum, als wäre es ne Sportstunde der siebten Klasse der Albert-Einstein-Gesamtschule und zeigt uns dabei beeindruckende Tanzmoves inklusive High-Kicks. Auch vor der Bühne kommt Bewegung auf, der man sich nicht immer entziehen kann.
Musikalisch kann mich die Band, die sich ebenfalls nicht vorstellt, zumindest für heute Abend überzeugen. Das klingt alles schon sehr schön.
Nach der Band startet die übliche Punkbar-Aftershow-Party und nach ein paar Minuten Verschnaufpause an der frischen Luft begebe ich mich auf die Tanzfläche. Leider dauert der Spaß heute nicht sehr lange, denn irgendwer feiert Geburtstag, Namenstag oder Musterung in der B-Side und die Punkbar-Orga möchte da hin. Mit den letzten Flaschen Hansa sitzen wir also noch vor der Baracke und palavern. Wer fährt wann und mit wem zum Refuse? Wessen Vermieter*In hat den größten Dachschaden? Und lohnt sich Urlaub im Punkercamp auf Sylt?
Nach und nach leert sich der Platz und irgendwann sitze ich nur noch mit zwei mir unbekannten Personen zusammen. Das Bier ist auch leer, aber irgendwie kann ich noch nicht ganz akzeptieren, dass die Punkbar schon wieder vorbei ist...
Nach und nach leert sich der Platz und irgendwann sitze ich nur noch mit zwei mir unbekannten Personen zusammen. Das Bier ist auch leer, aber irgendwie kann ich noch nicht ganz akzeptieren, dass die Punkbar schon wieder vorbei ist...












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