Nord Open Air, The Casualties, Formosa, Witching Hour, Blizzen, Attic, The Night Eternal, 21.-22.08.2026 in Essen, Viehofer Platz - Bericht von niklas
Nord Open Air / The Casualties, 21.-22.08.2026 in Essen
Wirklich interessieren würden mich aber vor Allem die CASUALTIES in Essen. Laut Social Media gibt es noch Restkarten an der Abendkasse und wenn ich die Anreise gut time, kann ich vorher noch für umsonst FORMOSA auf dem Nord Open Air, das ich eh morgen besuchen will, hören. Das klingt doch nach einem Plan. Also ab zum Bahnhof, wo ich feststelle, dass aktuell kein direkter Bahnverkehr zwischen Münster und Essen stattfindet. Ich muss also einen Umweg über Dortmund fahren, sollte aber noch so grade rechtzeitig für FORMOSA vor der Bühne stehen. Klappt natürlich nicht und als ich endlich aus dem U-Bahnhof Rheinischer Platz auftauche, spielen FORMOSA schon seit über einer halben Stunde. Außerdem ist es kurz vor 19 Uhr und da sollen ja die "Restkarten" für die CASUALTIES verkauft werden...
Trotzdem höre ich mir noch zwei-drei Songs an. In einer Ansage erfahre ich, dass FORMOSA extra in den Pott gezogen sind, weil da die Metal-Szene so stark sein sollte. Sowas hört man doch eher von 80er-Bands, die extra zum Sunset-Strip gezogen sind, aber irgendwie passt das dann ja doch wieder zusammen...
Ansonsten gibts den erwarteten Hard-Rock/Metal-Mix, der mir normalerweise gut gefällt, aber grade kickt mich das gar nicht. Stattdessen setze ich mich vor den immer noch geschlossenen Backyard Club.
Als um kurz vor acht, also deutlich später als angekündigt, die Kette beiseitegehängt wird, werden die wartenden Leute überrascht: Die angekündigten Restkarten existieren gar nicht. Wär ich mal zu KODDER gefahren...
Aber Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Als um halb neun noch nicht alle VVK-Karten eingelöst sind, darf eine handvoll Punks noch nachrücken. Gut zwei Dutzend Leute schaut aber in die Röhre bzw. hat sich schon aus dem Staub gemacht...Die Idee, beim Konzert zu fotografieren, verwerfe ich schon während des ersten Songs wieder. Kamera und Brille werden sicher verstaut und dann geht das ab. Schon nach kurzer Zeit bin ich klatschnass geschwitzt. Ich bin so nass, dass meine Finger schrumpeln. Abtrocknen geht auch nicht, denn meine Klamotten und alle anderen Menschen und Stoffe in diesem Raum sind komplett durchnässt. Der Pogo ist wild und ruppig, zwischendurch rutsche ich auf Schweiß aus und dazu ballern die New Yorker Streetpunks ihr komplettes neues Album durch. Dementsprechend kenne ich kaum ein Lied, aber das macht nix. Highlights sind natürlich trotzdem die bekannten Hits: "Tomorrow belongs to us", "Unknown Soldier" und "We are all we have".
Und dann, zackbumm, ist es auch schon vorbei. Draußen singt noch EL FISCH, aber ich muss erst mal zum Kiosk und Wasser holen...
Mehr und bessere Fotos hat übrigens der Sekretär gemacht!
Und dann, zackbumm, ist es auch schon vorbei. Draußen singt noch EL FISCH, aber ich muss erst mal zum Kiosk und Wasser holen...
Mehr und bessere Fotos hat übrigens der Sekretär gemacht!
Tag 2 heute mit Umweg über Hamm, aber trotzdem pünktlich zu WITCHING HOUR, deren Logo mir schon mehrfach im Zusammenhang mit Bandempfehlungen aufgefallen ist.
Tatsächlich gibt es sehr schönen Heavy Metal, wie er mir gefällt. Durch die Stimme des Sängers kommt aber noch eine ordentliche Portion Dreck mit rein, was gut zu den düsteren Themen der Songs passt. Insgesamt ein klarer Volltreffer. Diese Band behalte ich im Ohr!
Danach der Hauptgrund der frühen Anreise: BLIZZEN. Ebenfalls sehr klassischer Heavy Metal, etwas glattgebügelter als WITCHING HOUR, aber keinesfalls schlechter.
Ich beschließe derweil, mein Plattenregal noch einmal zu durchforsten. Obwohl ich meine, nur eine EP mit fünf Songs der Band zu besitzen, kommen mir erstaunlich viele Songs sehr bekannt vor. Das erhöht aber auch den Mitsing- und Spaßfaktor. Daher kommt das Ende doch plötzlich und deutlich früher als erwartet...Schade.
In der erstaunlich langen Umbaupause entdecke ich erstaunlich viele Menschen mit T-Shirts der Band IMHA TARIKAT. Hab ich noch nie von gehört...Da ich aber auch Bekannte treffe und mit denen Kioskbier trinke, verpasse ich besagte Band. Was von der Bühne herüberschallt lässt mich nicht an dieser Entscheidung zweifeln...
Zu ATTIC muss ich vielleicht eine kurze Vorgeschichte erzählen: Es war einmal ein kleiner Metalfan im Körper eines kleinen Punkrockers, der in der Bild-Zeitung für Harte las, es gäbe eine neue Band, die ihm gefallen würde. Die Beschreibung machte den kleinen Metalfan ganz wuschig und er wollte unbedingt etwas von dieser Band ATTIC hören. Wie es der Zufall wollte, sollte die Kapelle als Support-Band für eine der Lieblingsbands des kleinen Metalfans spielen. Also ging er dort hin und wurde von ATTIC leider maßlos enttäuscht. Die Show war langweilig, die Musik zu kauzig und das Gesamterlebnis doch eher unspektakulär...
Trotzdem wollte der kleine Metalfan der Band jetzt nach fast zehn Jahren noch mal eine Chance geben. Und siehe da: Es wurde gut!
Schon kurz vor Beginn des Konzerts weht ein würziger Geruch über den Viehofer Platz. Ist das Weihrauch oder Myhrre? Unter den anwesenden Ungetauften herrscht Verwirrung. Dann brettert die Dampfwalze los...
Schon kurz vor Beginn des Konzerts weht ein würziger Geruch über den Viehofer Platz. Ist das Weihrauch oder Myhrre? Unter den anwesenden Ungetauften herrscht Verwirrung. Dann brettert die Dampfwalze los...
Auch wenn die Musik immer noch etwas kauzig ist, gefällt dem kleinen Metalfan im Körper eines kleinen Punkrockers das Dargebotene doch sehr gut. Schon wieder recht klassischer Heavy Metal, damit kriegt man mich halt.
Umbaupause, Kioskbier und alte Bekannte getroffen...dann endlich THE NIGHT ETERNAL. Die hab ich vor knapp zwei Jahren mal für mich entdeckt und seitdem vor, mich mehr mit der Band zu beschäftigen. Im Bericht von damals hab ich was von klassischem Heavy Metal und trotzdem eigener Note geschrieben...ja mit sowas kriegt man mich halt!
Ich finds auf jeden Fall extrem stark und nehme mir erneut vor, THE NIGHT ETERNAL auch mal zu Hause zu hören. Vielleicht klappts ja jetzt?
Die Melodien haben zeitweise etwas leicht Hard-Rock-haftes, was die Songs sogar auf eine gute Weise radiotauglich machen würde, aber dann kommt von hinten eben doch der Metal-Hammer und wemmst einem ins Gesicht. Toll!
Die Melodien haben zeitweise etwas leicht Hard-Rock-haftes, was die Songs sogar auf eine gute Weise radiotauglich machen würde, aber dann kommt von hinten eben doch der Metal-Hammer und wemmst einem ins Gesicht. Toll!
























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