Paranoya-Festival: Myteri, Pest Hole, Sabotage, Skiplife, Märnø, Frost, Pisse & Elend, Desgarro, Rauss, Ignorant, Alaska Pipeline, Plaque, Death Crusade, Yossarian, Trails Of Destruction 28.-29.08.2026 in Radebeul, Noteingang - Bericht von verSemmelt
Paranoya-Festival, 28.-29.08.2026 in Radebeul
#01 RAUSS (crustpunk fastcore // kraków)
Konzi ist schon einige Zeit im Gange und die Musik ist voll meins. Herrlich gespielter Crust. Ansagen derweil in Richtung "I´m punk, I´m not voting, fuck the government" oder besser "Don´t believe in endemies. The government made up these. Fuck the government." Naja.
#02 SABOTAGE (hc punk // bielefeld)
Am Gesang Laura von den auf Eis gelegten Weak Ties wird mir zugetragen. Mach übelst Spaß. Schlagzeug rattert meist geil nach vorn und dann schönes Geschrei. Neue Platte erschien dann mittlerweile Anfang September.
#03 MYTERI (crustcore neocrust // gothenburg)
Die sind mit #05 auf Tour. Da ging´s vom Baltikum über Ukraine und Polen unter dem Motto "No Peace for Warmongers" (dem schließ ich mich an). Myteri selbst klingt wie aus der Kloschüssel. Jammerschade, da ich mich richtig auf die gefreut habe, seit ich sie auf dem Izero schon abgefeiert hatte. Man hört zwar deren Können raus, aber wie gesagt... Klanglich der zumindest einzige Aussetzer des Wochenendes. Gegen Ende gibt´s noch eine Gesangseinlange von #05.
#04 SKIPLIFE (powerviolence punk // prague)
Powerviolence wie es im Buche steht. Irgendwo anzählen - Rattatatatat - und schon ist der Song wieder vorbei.
#05 FROST, PISSE & ELEND (blackmetal punk//kiel)
FP&E sind zu zweit und steigern ihr Set sukzessive, wenn dann auch mal sphärische Gitarren einen gewissen Spannungsbogen erzeugen. Ich bin ganz schön angezählt von all den Bands heut, aber hier bin ich nochmal völlig drin in der Musik. Cool.
Disco#01
Ich weiß noch, dass am meisten los war bei GNWP von Loikaemie.
Danach gibt es das Totschlager der Zeit. (Vielleicht kann mir jemand erklären, was ich da ursprünglich tippen wollte. Mein Hirn schreibt manchmal ganz merkwürdige Sachen.) Das mit dem nächtlichen Schlaf in den Vormittag rein, klappte eigentlich ganz gut. Aber warum parke ich das Auto erneut dorthin, wo früh Sonne reindrückt? Irgendwann geht´s in die Weinberge, wo meine Mitstreiter sich da echt irgendwelche überteuerte Brühe reinkippen. Wenn beim Paranoya der halbe Liter Gezapftes 2€ kostet, kann ich auf Vino verzichten. Außerdem stand da ne Karre mit Münchner Nummerschild auf dem Grundstück. Keine Subventionen an Bayern! Nachdem die Weintrinker sich einen Nachmittagsschlaf geben mussten, darf ich noch etwas Skateparkaction anschauen und dann nähern sich endlich wieder Bands:
#06 IGNORANT (grindcore crust // leipzig)
Gegen 16 Uhr ists noch recht überschaubar an Publikum und insgesamt wird es heut etwas leerer werden. In Dresden spielen The Stranglers im Vorprogramm der Toten Hosen. Die Sächsische Zeitung macht daraus einen Artikel wo die Vorbands mit keinem Wort erwähnt werden. Man stelle sich vor der Journalist bekäme für den Unsinn noch freien Eintritt. Mir wird ganz übel. Nicht so übel derweil Ignorant mit so etwas wie punkigem Grindcore.
#07 PEST HOLE (metal punk // finsterwalde)
Mit "Wir sind eine Band, die letztes Jahr nicht abgesagt hat." beginnen Pest Hole ihr Set. Neuer Drummer drischt sich gut in die Band ein. - Set ist ansonsten etwas kürzer als sonst. Bei so viel Gelärm gestern und heut bin ich aber bei kürzeren Sets ganz wohlwollend.
#08 ALASKA PIPELINE (powerviolence punk hc // chemnitz)
Witzig. Knackig. Macht einfach Spaß!
#09 PLAQUE (crust punk d-beat // bremen)
Das war was aus Bremen und Hamburg und es fiel der Bandname Briefbombe. Man hört deutsche und englische Texte raus zu schönen Uptempo D-Beat. Manchmal wird auch das Tempo gedrosselt und so wurde es gut abwechslungsreich. Gefiel.
#10 DESGARRO (metalpunk crustpunk // córdoba)
Es gibt wohl nicht super viele Band aus Andalusien. Diese hier machen ihren Crust ganz ordentlich, aber irgendwann wirds mir echt zu gleichförmig.
#11 DEATH CRUSADE (crustpunk hc // gdańsk)
Harter Crustpunk, vielleicht schon eher Metal gibt´s nochmal aus Polen geboten. Langsam wird aber meine Aufmerksamkeitsspanne etwas dünne.
#12 MÄRNØ (blackened crust // uherske hradiste)
Jaaaa. Das war die Band, die ich jetzt brauchte. Brillant gespielter crustiger Blackmetal mit allem was dazugehört. Zwei Saitenrisse mit entsprechenden Pausen fielen da gar nicht so ins Gewicht. Dazu schöner Sound und Leute die Bock drauf hattten. Noch besser als im Frühling in Neugersdorf. Mein glasklarer Gewinner dieses Jahr.
#13 YOSSARIAN (metalpunk // prague)
"No Speed - No Punk" stand auf der Setlist. D-Beat Geholze wird geboten. Standardkost - diese aber exzellent!
#14 TRAILS OF DESTRUCTION (crustgrind grindcore // hohenstein ernstthal)
Haben mit #06 ne Split-LP konstruiert. Die passen auch gut zusammen. Nochmal Geballer zum Schluss. Mein Kopf ist in Detailfragen längst dicht.
Disco#02
Ich halte noch etwas aus und bekomme glaube ich den besten Part noch mit.










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