Baby Tyler Band, Heather The Jerk, 30.08.2026 in Dortmund, Speicher100 - Bericht von Fö
Baby Tyler Band, 30.08.2026 in Dortmund
Der Traforaum ist so leidlich gefüllt, was doch etwas schade ist. Die Band(s) selbst sind aber auch nicht unbedingt pünktlich gewesen und haben wohl gestern in Hamburg noch gut Gas gegeben. Ja gut, da kann unser Hafen natürlich nicht mithalten! Aber irgendwann geht's dann doch los.
HEATHER THE JERK nennt sich die erste Kapelle, namensgebend ist die Schlagzeugerin, die auch durchs Programm führt. Wenn ich das richtig verstanden habe, handelt es sich auch eher um ein Solo-Projekt, aber live sind dann doch ein paar zusätzliche Musikanten nötig.
Zu hören gibt es Pop-Gesprenkelten Punk, etwas schraddelig, aber durchaus eingängig. Verschrobene kleine Songs, die durchaus zum Mitwippen anregen.
Dann die BABY TYLER BAND. Kleiner Wechsel auf der Bühne: Eigentlich kommt nur eine Person dazu und ein Gitarrist wechselt an den Hauptgesang. Ne Konstellation, die natürlich optimal ist um sich mit 2 Bands in nen kleinen Tourbus zu quetschen. Und möglichst viel Catering abzugreifen!
Auch hier aus einem Soloprojekt heraus entstanden, wenn ich das richtig entschlüsselt habe. Kann mir aber irgendwie nur schwer vorstellen, wie dieses wirre Durcheinander dargeboten werden soll, wenn's nur von einer Person kommt. Oder wenn der Sänger an ein Instrument gefesselt ist. Verrückt!
Musik ist irgendwie so Garage-Punk mit Geschrei und Weirdness, der Sänger gibt sich reichlich Mühe den Platz vor der Bühne zu füllen. Ich erkenn da jetzt nicht wirklich ne Besonderheit in der Musik, aber das Gesamtpaket ist schon sehr stimmig. Viel Energie auf und vor der Bühne, ein bisschen Wahnsinn im Blick, reicht doch! Im Vergleich zur ersten Band wird auch an Geschwindigkeit und Druck ordentlich zugelegt.
Ein wenig bin ich vom Gesang genervt, das ist alles so hallig und eintönig. Weiß nicht ob's allgemein am Sound im Traforaum liegt oder ob Baby Tyler einfach so klingen will - beides wär natürlich voll okay. Aber ich hab in den letzten Jahren einfach zu viele Bands gesehen, die durchgehend irgendnen Effekt aufm Gesang hatten, so langsam ist einfach mal gut. Egg Punk must die.
Abgesehen davon: Zum Loslassen und bisschen Rumzappeln ein guter Soundtrack.
Abgesehen davon: Zum Loslassen und bisschen Rumzappeln ein guter Soundtrack.
Für die Zugabe sollen wir noch 3 Schritte nach vorne machen, was auch zum Großteil passiert. In der gemütlichen Atmosphäre des Traforaum fällt es auch schwer, sich in der Anonymität der Masse zurückfallen zu lassen, einfach weil es keine Masse gibt. Also muss es vorwärts gehen. Vorwärts immer, rückwärts nimmer.
Ja, war doch ein netter Sonntags-Ausflug! Nu aber rasch heim, das Wochenende war anstrengend genug. Oi.












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