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Maria Iskariot, 17.09.2026 in Dortmund, Subrosa - Bericht von der Redaktion

Maria Iskariot, 17.09.2026 in Dortmund

Fö: Maria Iskariot im Subrosa, das sind gleich zwei gute Voraussetzungen! Maria Iskariot haben uns vergangenes Jahr beim Sniester Festival schon total umgehauen, ungefähr seitdem freue ich mich darauf, die Band mal wieder zu sehen. Und dann auch noch in der kuscheligen Hafenschänke! Aber weil Dortmund langsam zur Metropole wird, gibt es heute auch noch andere Konzertangebote, und so schauen Max und ich vorher noch kurz beim Heimathafen vorbei für Karlskrona und Herr Lehmann. Das ist keinen eigenen Bericht wert, vielleicht was für den Monatsrückblick. Gibt aber immerhin leichte Sniester-Vibes: jetten von Venue zu Venue, und überall gutes Angebot.
Hupe: Die kleine Bühne für eine großartige Band ist bereitet. Kurz vor Beginn richtet der eigene Soundguide nochmal die Mikros und stellt ne Kiste Ardey für alle bereit. Kann losgehen.
Fö: Ich betrete den Laden, als Maria Iskariot gerade anfangen. Ich hatte Schlossi zwar gebeten, mir nen Platz vorne frei zu halten, aber da ist erstmal kein Durchkommen. Zudem bin ich schnell genervt von Leuten, die ihre Schultern extra breit machen, wenn man vorbei huschen will. Aber gut, will mich nicht beklagen, kann auch von hinten was sehen.
Burn: Ich stand mit Hupe vorne, seitlich an der Bühne. Wir hatten beste Sicht, mussten aber immer wieder mal den Weg zu den beiden Toiletten freigeben. Ich glaube der Sound war überall im Subrosa bombastisch.
Fö: Ich hab offen gestanden nicht damit gerechnet, dass es SO voll wird! Es ist auch noch irre heiß hier drinnen. Maria Iskariot vom ersten Ton an sehr mitreißend. Ungebremste Energie auf konstantem Level. Meine Sorge, dass da nur 30 Leutchen kommen und die Band gar nicht zu würdigen wissen, war unbegründet!
Fö: Kurz zur Band: Es gibt kurz gesagt Punkrock-Musik, mal rockiger, mal grungiger, abwechslungsreich in Gesang und Untermalung. Aber was die Show für mich so einzigartig macht, ist das durchgehend hohe Energielevel, dass da von der Bühne auf uns einprasselt. Plus den Bonus, dass die Texte auf flämisch und niederländisch sind, und als echte Punx sind wir ja Fans von unverständlichen Texten!
Burn: Ich habe auch selten ein so aufgeladenes Set gehört. Selbst die kurzen Auszeiten mit ruhigeren Passagen waren nur die Ruhe vor dem Sturm.
Fö: Sängerin Helena schmeißt sich auch immer mal nach vorne, animiert Leute zum Mitsingen ("Dat vind ik lekker" ist einfach der geilste Mitgröl-Refrain) und stürzt sich auf unsere Hände, um ne Runde durch den Laden zu surfen. Von der Bühne werden wir noch angeschnorrt nach german novels und Ärzt*innen, die was für erkältete belgische Rockbands dabei haben.
Fö: Ich sag einfach mal, eines der geilsten Konzerte der letzten Monate! Und einfach durchgehend mitreißend. Wenn ihr die Chance habt, gebt euch die Band live, bevor sie dann doch zu groß werden.
Hupe: Find ich auch total mitreißend und stimmig. Mir gefällt es auch live noch viel besser als auf der Platte. Es ist für mich deutlich wilder und rauer. Jeder Song ist n Knaller.
Fö: Apropos zu groß: just heute wurde bekannt gegeben, dass Maria Iskariot ausgerechnet Placebo auf Tour begleiten. Ich frag mich ja wie das zusammen passt, aber freu mich für die Band. Mein Beileid an Placebo, die danach spielen müssen.
Burn: Ich als Placebo-Fan der ersten Stunde, aber nur der ersten Stunde, konnte schon ein paar Parallelen herstellen. Natürlich nicht von der Musikrichtung, aber die Melodien haben schon etwas gemeinsam. Ehrlicherweise hätte ich das aber nie ohne den Placebo-Hinweis gemerkt. 
Hupe: Placebo Musik könnte auch ein Placebo sein…
Fö: Aber erstmal genießen wir noch diesen Auftritt im heißen Subrosa. Die Band hat Ventilatoren auf der Bühne, die haben's gut. Ja, wat soll ich sagen. Ganzer Auftritt obergeil. Eine Zugabe noch, dann frische Luft schnappen. Gerne wieder.
Burn: Die Ventilatoren haben uns vorne tatsächlich gerettet. Ohne die wäre es dort sehr unangenehm geworden. Hoffentlich kann ich mir die nochmal in kleinem Rahmen anschauen. Das hat mir sehr gut gefallen. 
Hupe: Hier noch Schlagzeug und Bass aus der Toiletten-Perspektive. Rechts fliegen noch die Haare der Gitarre rein. Im Subrosa sind das für mich die tollsten Plätze, so nah dran. Toll!


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Gneisenaustr. 56
44147 Dortmund

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