Rebel Forst Festival: The Dead End Kids, Sidewalk Surfers, Captain Capgras, N.T.Ä., Poempelz, Palma, 19.09.2026 in Darmstadt, Jugendhof Bessunger Forst - Bericht von Zwen
Rebel Forst Festival, 19.09.2026 in Darmstadt
Das Gelände ist schon mal schön im Wald gelegen und hat eine angenehme Weitläufigkeit. Trotzdem braucht der Bus gerade mal etwas mehr als 10 Minuten vom HBF. Als ich von der Bushaltestelle so langsam Richtung Bühnengelände schlender und den ersten Menschen "Hallo" sage, beenden die Nicht-Spanier von Palma gerade ihr Set.
POEMPELZ sind dementsprechend die erste Band, die ich heute sehe und die starten direkt mit ihrem Hit "Der Kiosk hat bis 2 Uhr auf". Das Gelände ist bereits gut gefüllt und vor der Bühne starten die ersten - eher noch schüchternen - Pogoversuche. Band und Publikum haben Spaß und der Spätsommer zeigt nochmal so richtig, was er kann.
Als nächstes spielen dann CAPTAIN CAPGRASS. Der Sänger schüttet sich Bier über den Schädel und springt ohne Unterlass ins Publikum. Dazu wird Deutschpunk serviert. Das Ticktack-Lied bleibt mir noch etwas länger im Gehör kleben. Nach einer Weile erkenne ich Joe, Ex-Gitarrist der Infidels an der Klampfe, ja moin!
Der Sänger wirklich heute in absoluter Topform: Mikroständer in der einen und Bier in der anderen Hand. Der Großteil der Hopfenschorle landet aber nicht in der Kehle, sondern in den Haaren. Außerdem betont er selbst immer wieder sein Alter und weist darauf hin, dass die jüngeren Leute sich ruhig auch mal bewegen sollten.
Hier noch schnell ein Foto ohne den Sänger, der mehr Zeit im Publikum als auf der Bühne verbracht hat.
Während das Publikum noch ein bisschen Respektabstand hält -- hilft aber nichts, wird der erste Bengalo gezündet.
Weiter hinten, beinahe aus dem Wald, vernehme ich Geräusche. Zum Glück sind es aber weder Waschbären oder Wildschweine, die sich gerade über die Festivalbesucher*innen hermachen, sondern dieser Typ. Er macht wohl die Pausenbespaßung oder hat sich einfach zufällig hierherverirrt, jedenfalls covert er hier gerade "Gotta Go".
Als nächstes dann N.T.Ä.. Schön rotziger Streetpunk. Da wurde schon an der ein oder anderen Stelle über diese Kapelle berichtet. Immer wieder gut sich das Trio anzuschauen.
Als ich meiner Freundin ein Video nach Hause schicke, lobt diese die Haarfarbe der Sängerin. Ich hingegen werde heute mit dem Satz begrüßt "Irgendwie siehst du so monoton aus!" und das obwohl ich aktuell auch nicht meine Naturhaarfarbe trage. Naja, Punks Not Dead, aber Frisuren scheinen irgendwie langsam auszusterben. Gut, dass zumindest N.T.Ä. gegen diese Entwicklung tapfer ankämpfen.
Nochmal schnell zum Schnapsrad: Heute darf man sogar 1x umsonst drehen, falls man das Festival in den sozialen Medien erwähnt.
Das komplette Festival ist übrigens für umsonst und jegliche Spenden gehen an coole Organisationen rund um das Thema Tierschutz, Geflüchtetenhilfe und andere soziale Projekte.
Das komplette Festival ist übrigens für umsonst und jegliche Spenden gehen an coole Organisationen rund um das Thema Tierschutz, Geflüchtetenhilfe und andere soziale Projekte.
Als nächstes spielen die SIDEWALK SURFERS. Die Jungs habe ich jetzt auch schon sehr lange nicht mehr gesehen. Die Saarländer haben wohl mittlerweile auch neues Zeugs aufgenommen, das ich mir auf der Zugfahrt nach Darmstadt erstmal genehmigte. Vor allem der Song "A D H D" gefällt mir, aber auch das restliche Zeugs vom Album "Self Titled" kann sich definitiv hören lassen.
Die Sonne ist mittlerweile untergegangen und der Rest des Abends verschwimmt so langsam in einem Mix aus Spaßgetränken und Pogoschweiß. Auftritt gefällt mir aber ebenfalls sehr gut. "Growing Up Is A Mess", gut, dass die Sidewalk Surfers nicht altern.
Den Abend abschließen tun heute THE DEAD END KIDS. Mit Blick auf die Uhr stelle ich zwei Dinge fest:
1. ist das Festival perfekt im Zeitplan. Klar, um 22 Uhr muss es ja auch leise sein.
2. werde ich den Auftritt nicht komplett sehen können, weil ich meine Verbindung nach Hause bekommen muss.
1. ist das Festival perfekt im Zeitplan. Klar, um 22 Uhr muss es ja auch leise sein.
2. werde ich den Auftritt nicht komplett sehen können, weil ich meine Verbindung nach Hause bekommen muss.
THE DEAD END KIDS machen aber richtig Laune. Nicht nur, dass sie ihre Hits schmettern, auch die Bühne wird ordentlich auseinander genommen. Eine sehr agile Band und irgendwie haben hier alle ihren Signaturemove. Das ist nicht nur gut zu hören, sondern auch sehr gut zum Anschauen.
Mit Blick auf die Uhr mache ich mich dann aber mal wieder auf den Rückweg und tatsächlich klappt alles vortrefflich. Bus zum Darmstädter Hauptbahnhof, dann weiter mit der Bimmelbahn nach Mainz und dann mit dem ICE nach Duisburg. In letzterem kriege ich sogar einen Sitzplatz und somit auch ein wenig Schlaf neben meiner Sitznachbarin, einer dezent schnarchenden Nonne. Kein Witz! Die Matriarchin der DB hat indes den kompletten ICE fest im Griff und ermahnt jede*n, die Füße gefälligst vom Sitz zu nehmen.
In den sehr frühen Morgenstunden falle ich dann todmüde ins Bett. Was ein schönes Festival! Was eine schöne Location! Was eine tolle Darmstadt City Rebels Crew! Achso, und ich habe ja noch gar nicht vom Tapas-Fressstand berichtet, bei dem es Beer Battered Potatoes und Seitan im Brötchen gab. Alles sehr sehr geil und sollte dringend nächstes Jahr wieder genauso gemacht werden! Bands waren auch anständig.





















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