Unzwingbar-Kundgebung: Kein Bock auf Krieg und Wehrpflicht!, K.I.Z, Disastar, Dritte Wahl, Mieze, Goldie 333, Sechser, 02.10.2026 in Berlin, Brandenburger Tor - Bericht von matsch
Unzwingbar-Kundgebung: Kein Bock auf Krieg und Wehrpflicht!, 02.10.2026 in Berlin
Ein Freund schickt mir ein paar Tage vorher dieses Bild. Ihn rafft der Herbstbeginn dahin, ich mache mich auf den Weg. Gute Besserung.
Alleine muss ich mich dann doch mehr überreden als gedacht, sodass ich erst um zwanzig vor sieben am Brandenburger Tor lande. Da legt grade MIEZE mit sprachlich reichhaltigen aber kurzen Tracks los. Es wird ein spurtender Wechsel zwischen Musik- und Redebeiträgen auf mich zukommen. Die hier stehenden haben bereits drei Stunden davon hinter sich. Auf der Suche nach einem Stehplatz mit gutem Feng Shui, laufe ich in einen ehemaligen Kollegen, bei dem ich mich immer freue, ihn zu sehen und den ich immer so zufällig irgendwo treffe. Er nimmt mich in seine Bezugsgruppe auf, Wohlfühlplatz gefunden.
Die Musikacts wechseln sich mit Redner*innen verschiedener Organisationen im 10-Minuten-Takt ab. Mitbekommen habe ich während meiner Anwesenheit Reden von Vertreter*innen der nach eigenen Angaben ältesten Friedensorga (dfg-vk), die u.a. die Seite verweigern.info betreiben, der SDAJ, der GEW, der Greenpeace Jugend aus Dessau, einem israelischen Kriegsdienstverweigerer,
Medico und einer Schülerin aus Hamburg. Ich spare mir aber den Inhalt wiederzugeben und einzuordnen, denn da startet SECHSER schon mit einem Acapella-Rap, der thematisch passend gereimt ist. Ich bin natürlich nicht nur wegen der Musik hier (auch wenn sie ein nicht zu leugnender Grund für meine Anwesenheit ist), war aber nicht aufnahmefähig genug für eine solide Berichterstattung und verweise daher auf die Tageszeitungen (z.B. hier, hier und hier). Zur Musik kriege ich ein paar Zeilen noch zusammen. Die Beats vom Band sind härter und die gerappten Wörter viele.
Medico und einer Schülerin aus Hamburg. Ich spare mir aber den Inhalt wiederzugeben und einzuordnen, denn da startet SECHSER schon mit einem Acapella-Rap, der thematisch passend gereimt ist. Ich bin natürlich nicht nur wegen der Musik hier (auch wenn sie ein nicht zu leugnender Grund für meine Anwesenheit ist), war aber nicht aufnahmefähig genug für eine solide Berichterstattung und verweise daher auf die Tageszeitungen (z.B. hier, hier und hier). Zur Musik kriege ich ein paar Zeilen noch zusammen. Die Beats vom Band sind härter und die gerappten Wörter viele.
GOLDIE 333 spielt in einem ähnlichen Genre, wie das bisher dargebotene. Gut rau gebrüllt und ordentlich Power dabei. Beim Song "Fucked up" klingt es fast wie Rage nur halt ohne Gitarren.
Diese gibt es dafür bei DRITTE WAHL und heute nur da. Als einzige Band mit Instrumenten und als einzige aus der "Sektion Gitarrenmusik" habe ich Freunde, die finden die sehr gut. Ich kenne von der Band bisher nur einen Auftritt im TV zu Coronazeiten, freue mich aber über die geile Stimme und den Punkrock, den sie spielen. Kaum beginnen DRITTE WAHL ihre 10 Minuten, riecht es auf einmal nach Bier und Milliardäre werden ins All geschossen.
Die Fotos von dem Abend sehen übrigens alle gleich aus, und man erkennt auf allen sehr wenig von dem Geschehen auf der Bühne, deswegen stehen hier schon K.I.Z. auf eben dieser, obwohl vorher noch DISARSTAR die Leute zum Pogen und Stagediven bekommt. Bei Dritte Wahl ist nur der Punker neben mir fröhlich gehüpft. DISARSTAR, "hauptberuflich Tischler und Vater", beginnt mit einem Skit vom Band und fordert im Verlauf zur Ernennung eines Kreisbeauftragten für die immer wieder entstehenden Circle Pits. Sein Song "Siamo Tutti" markiert in der Menge energetisch einen Höhepunkt.
Die Veranstaltenden berichten von über 10.000 Menschen auf dem Platz des 18. März und der Straße des 17. Juni. Entgegen dieser Zahl ist es in der Menge aber gemütlich, mit genügend Platz für alle Gliedmaßen.
K.I.Z. eröffnen mit "Frieden", warnen vor Linksradikalen im Publikum und werden von Bengalofeuern begleitet. Kurz nach dem letzten Ton verabschiede ich mich dann schon, ist ein bisschen viel Input geworden. Auf dem Weg zur U-Bahn höre ich von Seite der Veranstaltenden noch die Empfehlung, auch zur Demo am Samstag zu kommen, die am gleichen Ort startet. Da habe aber nicht nur ich Probleme mit ein paar der Teilnehmenden und unscharfen Punkten im Aufruf (mehr dazu hier).













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