Mork, Soulburn, 15.10.2026 in Bochum, Die Trompete - Bericht von Dr. Mabuse
Mork & Soulburn am 15.10.2026 in Bochum
Vor dem Auftritt von SOULBURN werden Räucherstäbchen angezündet. Auch wenn Kinderzimmer Productions mal gerappt haben: „Es ist wahrscheinlich richtig, dass es Dinge gibt, die nicht mehr besser werden - dass nichts bleibt außer die Rückenbeschwerden“, aber die Trompete hat sich als Location so unglaublich verbessert, dass man das echt mal lobend erwähnen muss. Ein Stück vom Tresen weggenommen und die Bühne neu konzipiert. Jetzt ist es nahezu perfekt hier! Eine letzte Underground Metal Bastion im Ruhrgebiet mit hervorragendem Booking!
Es geht auch gleich richtig krass los mit den Niederländern von Soulburn. Das sind zum Teil ehemalige Mitglieder von Asphyx und die machen jetzt eine Mischung aus Death Metal und Doom.
Zunächst befürchte ich, in die Doom-Falle mit unendlich langsamen Gitarrenriffs gelaufen zu sein, doch dann wird es doch auch mal schnell. Die Einflüsse von Venom und Celtic Frost sind eindeutig vorhanden, aber ich sehe und höre auch Bezüge zu den alten Samael-Alben. Vor allem die Stimme des Sängers geht in Richtung Vorphalack.
Diese mir bisher unbekannte Band überzeugt mich schon mal komplett! Einziger Wermutstropfen sind die Osloer Getränkepreise in der Trompete! Das ist echt happig, was für ein 0,33 alkoholfreies Bier hier verlangt wird.
Nach kurzer Umbauphase betreten in dichtem Nebel MORK die Bühne. Erste Assoziation für einen Dortmunder ist bei diesem Namen ein unglaublich nerviger Radio-Jingle einer lokalen Autovermietung. Doch das eigentliche Ein-Mann-Projekt von Thomas Eriksen lässt von Anfang an keine Zweifel, was hier heute Programm ist: True norwegian Black Metal im Stile von Satyricon und Darkthrone.
Wenn ich richtig recherchiert habe, ist jetzt Max Engvik auf dieser Tour der Live-Gitarrist von Mork. Mit Corpsepaint und seinem lässigen Auftreten hat das Eric Draven Vibes!
Diese monotonen Black Metal Riffs ziehen mich tranceartig in ihren Bann. Für Momente schließe ich die Augen und genieße die überwältigende Soundkulisse.
Øyvind Kaslegard am Bass und Hintergrundgesang macht eine beeindruckende Figur. Vor allem beim Übersong „Arv“ kommt das gut zur Geltung, wenn es um die eigenen Ahnen und das Gedenken der Toten geht!
Eivin Brye an den Drums komplettiert den gewaltigen Klangteppich der Norweger. Bei meinem Lieblingssong „Ferdamann“ gibt es auch im Publikum kein Halten mehr und die Fäuste werden in die Höhe gestreckt.
















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