Oiro:
Meteoriten der großen Idee
Die ewigen, gebetsmühlenartigen Vergleiche kennt zwar mittlerweile jeder, dennoch muss man sie, um die Musik, die OIRO auf METEORITEN DER GROßEN IDEEN darbieten, mal wieder ziehen: Das ist Punkrock, wie ihn Jens Rachut mit all seinen Bands geprägt und zelebriert hat (hört euch beispielsweise "Trio zu zweit" an - könnte auch genauso auf einem Oma-Hans-Album drauf gewesen sein). Das Angenehme: OIRO verzichten auf Experimente und zocken die verschrobene, schnelle Gitarrenmusik weitgehend geradlinig runter. Die fehlende Eigenständigkeit ist vielleicht das Einzige, was man der Band vorwerfen könnte - ich tu es aber nicht, da METEORITEN DER GROßEN IDEEN ohne Wenn und Aber ein geiles Album ist. Der Riff in "Mucki" geht einem bereits nach dem 2. Hördurchgang nicht mehr aus dem Schädel, "Baumarkt" ist ein Hit für die Ewigkeit und der Anfang von "Stadt Erde I" erweckt gar Erinnerungen an die Gitarrenharmonien von "The Police". Natürlich sind die Texte mehr als kryptisch, dennoch klingt aktuelle Sozial- und Politikkritik an mancher Stelle mehr als deutlich durch ("In den Zirkus Europa", "Minusstunden", etc.). Wir hören hier unterm Strich 15 Songs ohne Ausfall, die bei mir noch öfters laufen werden. Sehr starkes Album! Unbedingt reinhören!
Kommentare:
krass wie die meinungen auseinander gehen können :-)