Kopfecho:
Kopfecho
Nach der ersten Sichtung der Bandinfo und der dazugehörigen Bilder bin ich schon hin und her gerissen, da ich bereits ahne, was mich nun erwartet und wie ich das finden werde. Wohl gemerkt: Die vier Düsseldorfer liefern ein äußerst sympathisches Portrait von sich ab und bringen auch den notwendigen Schuss Ironie in eine Bandbiographie ein. Hier hat sich tatsächlich mal wer Gedanken gemacht. Dies setzt sich auch in den Texten fort, die durchweg sehr lyrisch und tiefgründig sind. Nichtsdestotrotz kann ich mit der Art von Musik überhaupt nichts anfangen. Alternativrock mit Punkeinschlägen à la Hosen gepaart mit dem weiblichen Gesang à la Luxuslärm lassen mich einfach kalt. Schlimmer noch: nach der Hälfte der Songs kann ich mir das einfach nicht mehr anhören. Ich bezweifle, dass ich dadurch viel verpasst haben mag. Sollte dem so sein, kann man mich gerne noch auf den herausragenden Song dieses Albums hinweisen. Der Stimme der Sängerin fehlt einfach das gewisse Etwas. Technisch mag die Band zwar auf einem hohen Niveau rangieren, und vermutlich ist da auch sehr viel Herzblut reingesteckt worden, doch irgendwie kommt davon nicht viel bei mir an. Insgesamt wirkt es einfach zu sehr durchgeplant. Eine Band in den späten Teenager-Jahren hätte das ganze vermutlich unprofessioneller produziert und dadurch noch mit einem Amateurbonus auftrumpfen können. Nun klingt die Scheibe zu sauber produziert und macht den Anschein, als ob zu hohe Anforderungen an sich selbst gestellt wurden. Dies steht dann zudem ein wenig im Widerspruch mit dem Cover, das lediglich das Bandlogo ziert. Ganz außen vor soll mal der Bühnenplan bleiben, der mir zeigt wie die Band sich formiert und wo ich welchen Schukostecker zur Verfügung stellen muss. Ich glaube nicht, dass ich den in naher Zukunft brauchen werde. Positiv zu vermerken bleibt noch der DiY Gedanke, der sich nicht nur auf das Cover beschränkt: die Scheibe ist auf der Bandhomepage als Gratisdownload vorhanden.
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