Käfer K.:
Zu verwerfende Pläne
Käfer K veröffentlichen endlich ihr zweites reguläres Album nach "Von scheiternden Mühen". Meine Erwartungen sind hoch, zählt doch die Band zu meinen Favoriten was modernen Emo-Punk angeht. Enttäuscht werde ich nicht. Melancholische Passagen wechseln zu wütend-depressiven Momenten, man merkt dass hier mehr Wert auf Differenzierung der einzelnen Instrumente gelegt wurde. Soundbrei gibt es nicht mehr, dafür mehr kleine Melodien die teilweise an "La Dispute" erinnern.
Ich muss zugeben dass ich mich mehr als einmal gefragt habe, ob die Texte bewusst absurd gewählt oder tief durchdachte, künstlerisch wertvolle Teile des Gesamtkonzepts sind. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen, kindlich-naive Szenarien wie bei "Lego" oder "Rumpelstilzchen" sind aber sicher ganz bewusst gewählt. Am besten erklärt es die Band wohl selber in "Sirius", wobei die Passage aus dem Zusammenhang gerissen ist und eigentlich ganz anders gemeint ist: 'Wir stopfen die Löcher mit Leere weil wir es nicht ertragen, die Dinge nicht zu verstehen.'
Man muss auch nicht alles verstehen um es gut zu finden, Fakt ist dass das Album absolut hörenswert ist und man gespannt sein kann, was da in nächster Zeit noch kommt und wie das Konzept live umgesetzt wird. Hörempfehlung sind auch unbedingt die Instrumentalstücke "IV" und "III", die eine logische Konsequenz aus "I" und "II" aus dem Vorgänger sind.
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