Billy Bragg:
Tooth & Nail
"i was twenty one years..." hallt es automatisch durch meinen Kopf, wenn ich den Namen Billy Bragg höre. An den Ohrwurm-Evergreen von anno domini kommt das neue Schlachtschiff, oder vielmehr das gemütliche Segelboot, nicht ran, nur das vorneweg.
Nach dem ersten Durchhören will auch kaum etwas wirklich hängen bleiben, nur diese ewig schwingende Melancholie. Die wird durchaus transportiert.
Nach ein paar netten Songs, kommt gegen Mitte der Platte mit "Goodbye, Goodbye" mein Favorit der Platte. Da können sich einem auch die Nackenhäarchen aufstellen, wenn man sich drauf einlässt!
"The coffee pot is cold - The jokes of all been told". Schön. Sehr schön. Mit der lyrischen Kneifzange die Songs auseinander zu pflücken, würde Billy sicher nicht gerecht werden, daher: well done!
Fischen tut der alte und immer noch umtriebige Herr Bragg, auch in fremden Gewässern. Mit "I ain't got no home" ist ein Lied von Woody Guthrie drauf, welches ich lustigerweise nur als Coverversion von Bruce Springsteen kenne. Nun denn...
Wer mit dem musikalischen Output von Element of Crime, Country, Folk und einer Schüppe melancholischem Singer-Songwriter Songs etwas anfangen kann, der macht mit Tooth&Nail sicher nichts verkehrt. Insgesamt fehlt mir hier allerdings die Abwechslung.
Anspieltipps; Goodbye, Goodbye, The will be a reckoning