The Idiots:
Amok
The Idiots sind zurück und bringen ihr erstes Album seit 19schießmichtot. In der Zwischenzeit war Sir Hannes nicht ganz untätig und ist seit knapp 10 Jahren mit seiner Band Honigdieb unterwegs. Die neue Platte „Amok“ geht direkt munter los, Punk- und Metalanleihen geben sich ein munteres Stelldichein. Die Produktion ist auf jeden Fall fett, die Songs sind meist 2-3 Minuten lang, hier und da ein nettes Solo, abgerundet durch Sir Hannes' zum Wahnsinn neigenden Gesang...das macht durchaus Bock. Der zweite Song heißt direkt dementsprechend „Heavy Metal Psycho Punk“, hätte ich nicht besser formulieren können.
Dennoch erinnern mich einige Songs zu sehr an Honigdieb, gerade was die Texte angeht (gut, ich weiß jetzt nicht, wie tiefgründig und bedeutungsschwanger die Idiots-Texte von früher sind), würden einige Songs prima auf ne Honigdiebplatte passen. Ich mein, ich kauf' mir ja keine Idiots-Platte, um Honigdieb zu hören und umgekehrt. Daher stört das schon irgendwie.
Generell sind die Songs recht abwechslungsreich, mal locker flockiges Schunkeltempo, mal düster-stampfende Songs und ebenso superschnelle Parts. So richtig bleibt erst „Schweine im Weltall“ bei mir hängen. Ein richtig geiler, schneller Punksong mit einem Hauch von Thunderstruck. Fett! Der darauf folgende Song „Amok“ geht direkt so weiter. Geht live bestimmt ab! Danach gehen die Herren es wieder gemächlicher an, bis das Album schließlich mit der Hymne für die Grillbeilage aller Grillbeilagen, „Kartoffelsalat“, endet. Alles in Allem liefern die Idioten ein solides Comeback ab, schaffen den Spagat zwischen Metal und Punk, den Spagat zwischen genannten zwei Bands aber nicht ganz.
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