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Prinz Pi:
Kompass ohne Norden
Diversifizierung wird ja vom Fö nicht so gerne gesehen, aber die neue Platte des Reimekünstlers Prinz Pi ist einfach so gut, dass sie auch hier auf bierschinken Interessenten finden könnte. Immerhin ist die Scheibe textlich gesehen womöglich mit das Beste, was es derzeit im deutschsprachigen Raum zu finden gibt.
Aber zurück zum Anfang. Der beginnt nämlich mit dem Sound eines Feuerwerks. Irgendwo in der Ferne explodieren Raketen und man sieht den hell erleuchteten Himmel förmlich vor seinem inneren Auge. Metaphorisch gesehen startet hier etwas völlig neues. Dann setzt ein Keyboard ein und daraufhin kommt Prinz Pi. Der schwelgt auf diesem Album in Erinnerungen aus Schul- und Unizeit und seziert die derzeitige Generation der 20-30 jährigen. Heraus kommen Ängste, Sorgen, Zuversicht, Gleichgültigkeit und eine knallharte Abrechnung mit der zunehmenden Technologisierung und dem Hipstertum. In "Moderne Zeiten" rappt er "Alles ist ironisch, Vintage und Second Hand, ist das ein Obdachloser oder doch der letzte Trend?"
Das ganze Werk wirkt überaus melancholisch, pathetisch und nachdenklich. Die Musik wird überwiegend durch die Sprechpassagen von Prinz Pi getragen. Untermalt wird das ganze größtenteils durch ein Keyboard, ein Schlagzeug und einen Bass. Immer wieder geht es um Widerstand, um Außenseitertum und um die Einmaligkeit des Individuums.
Es kann sein, dass das nicht Musik für jedermann ist. Normalerweise generiert allein die Genre-Bezeichnung "Rap" hier ja schon Proteste und Diffamierungen. Allerdings sind die Genre-Grenzen inzwischen so fließend, dass die Genre-Einordnung einigen vielleicht gar nicht mehr aufzufallen vermag. Bereits der Vorgänger "Rebell ohne Grund" bediente sich an guten alten verzerrten Gitarrensounds und wuchtigen Drums. "Königin von Kreuzberg" hat an und für sich auch eingefleischte Punker begeistert... "Kompass ohne Norden" ist die "großgewordene" Fortsetzung dieses Vorgängers. Musik für (beinahe) Erwachsene. Zumindest diejenigen, die sich auch an Indie oder Pop begeistern können, könnten dieses Werk auch in Erwägung ziehen.
Philriss 05/2013
Hörprobe:
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Prinz Pi - Kompass ohne Norden

Stil: Rap
VÖ: 12.04.2013, CD, LP, Keine Liebe Records


Tracklist:
1. Fähnchen im Wind
2. Moderne Zeiten
3. Kompass Ohne Norden
4. Frühstücksclub der toten Dichter
5. 100X (feat. Casper)
6. Glück
7. Säulen der Gesellschaft
8. Rost
9. Ende Blut, alles Blut
10. Schwarze Wolke
11. Die letzte Ex
12. Asoziale Kontakte
13. Unser Platz
14. Schiefe Pyramiden (BONUS TRACK)
15. Dumm (BONUS TRACK)

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lumpi

09.05.2013 00:33
der billige dämlack-spruch "Alles ist ironisch, Vintage und Second Hand, ist das ein Obdachloser oder doch der letzte Trend?" könnte auf einem x-beliebigen schüler- oder uni-klo stehen und ist mit sicherheit nicht "das Beste, was es derzeit im deutschsprachigen Raum zu finden gibt"!
Kabl

09.05.2013 11:16
Hey, das ist hier doch ne Punkseite. Was hat hier dieser Rapschrott zu suchen? Man, ey, Anarchie. Punkt.

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