Skull Harvest:
Queens, Freaks and Hurricanes
Aus Elmshorn kommen Skull Harvest und bieten Heavy Rock mit "dicken Eiern und dem richtigen Haufen Dreck auf der Schippe". Unter Bedienung der üblichen Klischees gibt es also acht Stücke, die tatsächlich erfüllen, was man sich auf die Fahne geschrieben hat: dreckigen Rock mit je einem Auge auf Punk und Metal. Klingen tut das ganze dabei zwar eher nach Dimple Minds als nach Motörhead, aber man will ja schließlich auch kein zweites "Candle in the wind" schreiben. Nee, das nehme ich zurück, Skull Harvest sind definitiv besser und vielseitiger als die Dimple Minds.
Es wird durchgehend aufs Gas getreten und dreckig und rotzig ist es tatsächlich auch. Leider hinterlasssen die Lieder aber doch alle einen recht gleichförmigen Eindruck. Die Nadel zuckt die ganze Zeit energisch im Mittelfeld und schlägt dabei nicht nach unten aus, aber eben auch nicht nach oben.
Dabei sind durchaus große Momente wie in "In Fortitude" und "Maggotman" dabei, die ein wenig ausreißen und den Wunsch nach einem oder zehn Kaltgetränken wecken. Der Ernte-Analogie der Band Tribut zollend, könnte das einige Gersten-Hopfen-Drinks sein. Ohne Saufen bleibt es aber leider dann doch stellenweise etwas eindimensional. Zum Glück wird ja oft getrunken und dann ist "Queens, Freaks and Hurricanes" ein geeigneter Soundtrack.
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